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REHA-Kompass | März 2019

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Welche verschiedenen

Welche verschiedenen Reha-Leistungen gibt es überhaupt? Am häufigsten werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation angewandt. Erfolgt die Reha unmittelbar nach dem Krankenhausaufenthalt, spricht man von einer Anschlussrehabilitation. Daneben gibt es weitere Reha-Leistungen: die berufliche Reha, die soziale Reha sowie die Reha für Kinder und Jugendliche. Ein Sonderfall ist die Mutter-/Vater-Kind-Kur. Sie zählt, anders als der Name vermuten lässt, als medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter. Wer hat Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation? Grundsätzlich jeder, wenn es medizinisch erforderlich ist. Voraussetzung ist, dass der Versicherte die Therapie gesundheitlich bewältigen kann und die Aussicht besteht, dass seine Leistungsfähigkeit gebessert oder wiederhergestellt werden kann. Zudem muss er die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Die Rentenversicherung zum Beispiel verlangt, dass man in den letzten zwei Jahren vor dem Antrag sechs Monate Pflichtbeiträge gezahlt hat oder bei Antragstellung mindestens 15 Jahre versichert war. Wer erwerbsgemindert ist, muss mindestens fünf Jahre Versicherungszeit nachweisen oder Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beziehen. Wie oft habe ich Anspruch auf eine Reha? In der Regel dürfen Erwachsene alle vier Jahre eine Reha in Anspruch nehmen. Dabei spielt keine Rolle, ob es sich um eine stationäre oder ambulante Reha handelt. Wenn medizinische Gründe dies erfordern – beispielsweise eine andere Erkrankung oder eine drohende gesundheitliche Verschlechterung – kann eine erneute Reha auch früher genehmigt werden. Für Kinder und Jugendliche gilt die Frist nicht mehr. 10 REHA KOMPASS

Wie und wo kann ich eine Reha beantragen? Das hängt davon ab, welcher Sozialleistungsträger zuständig ist. Wer noch erwerbstätig ist, stellt den Antrag für eine medizinische oder berufliche Reha bei der Deutschen Rentenversicherung – in Sachsen bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland. Rentner wenden sich an ihre gesetzliche Krankenkasse. Bei Kindern und Jugendlichen sind gesetzliche Krankenkasse und Deutsche Rentenversicherung zuständig. Bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sind die Unfallkasse oder die Berufsgenossenschaften zuständig. In bestimmten Fällen übernehmen auch die Agenturen für Arbeit, Sozialund Jugendämter die Kosten. Übrigens: Wird der Antrag an die falsche Stelle geschickt, ist diese verpflichtet, ihn binnen 14 Tagen an den zuständigen Träger weiterzuleiten. Private Krankenkassen zahlen – sofern der Versicherte keinen speziellen Kurtarif abgeschlossen hat – nur für eine Anschlussreha. Und das auch nur für ausgewählte Indikationen wie Kardiologie und Orthopädie sowie unter bestimm ten Voraussetzungen. Benötige ich für den Antrag ein Rezept vom Arzt? Das hängt vom Kostenträger und der Art der Reha ab. Die Anschlussreha kann nur vom Krankenhaus eingeleitet werden. Geht der Antrag an die Rentenversicherung, genügt in der Regel ein Befundbericht vom behandelnden Arzt. Krankenkassen verlangen eine Verordnung, die jeder niedergelassene Arzt ausstellen darf. Ist die Unfallversicherung zuständig, muss man einen Durchgangsarzt aufsuchen. Wie lange dauert eine Reha? In der Regel drei Wochen, bei Kindern vier Wochen und bei einigen Erkrankungen wie Sucht auch länger. Foto: iStockphoto.com/ © humonia Die Therapie QI GONG LÖST BLOCKADEN Die Übungen haben ungewohnte Namen. Sie heißen: „Den Himmel mit den Händen stützen“ oder „Der Kranich“. Was sie vereint, sind die harmonischen Bewegungsabläufe in Verbindung mit Atemtechniken und Meditation. „Qi Gong gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin“, sagt Timm Richter, Physiotherapeut und Lehrer für medizinisches Qi Gong in Chemnitz. Zweimal wöchentlich gibt er Kurse in der Dekimed- Klinik Bad Elster. Die Patienten leiden meist an chronischen Schmerzen, Migräne, Schlafstörungen oder auch Krebs. „Wenn es gelingt, nicht so viel über die Ausführung der Übung nachzudenken, sondern die Energie des Körpers fließen zu lassen, können sich Blockaden durch falsche Bewegungsmuster lösen und die Gedanken zur Ruhe kommen.“ Bei den Übungen handelt es sich um einfache Bewegungen, die Menschen aller Altersstufen und unterschiedlicher Konstitution schnell und leicht erlernen können. Sie lassen sich im Stehen, Sitzen, Liegen oder Gehen ausführen. Die tiefe, heilende Wirkung hängt Richter zufolge aber von der Qualität und der Regelmäßigkeit des Übens ab. „Der Patient steht selbst in der Verantwortung, für seine Gesundheit aktiv zu werden. Die Reha kann ein Impuls dafür sein.“ REHA KOMPASS 11