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REHA-Kompass | März 2019

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ein Termin festgesetzt.

ein Termin festgesetzt. Meist handelt es sich um personelle Engpässe. Im äußersten Fall können wir die Belegung der Klinik einseitig stoppen. Aber das war in Sachsen nur in ganz wenigen Fällen notwendig geworden. Unser Ziel ist es, mit und nicht gegen die Kliniken zu arbeiten. Wir sind Partner. Worüber beschweren sich denn die Patienten so? Das Essen, die Sauberkeit, die Therapien – es gibt eigentlich nichts, was nicht kritisiert wird. Bei uns beschweren sich die Versicherten vor allem, wenn sie mit der sozialmedizinischen Einschätzung nicht einverstanden sind. Manche sehen nicht ein, dass sie nach der Reha wieder arbeitsfähig sind. Andere würden gern wieder arbeiten, aber die behandelnden Ärzte in der Reha-Klinik bescheinigen ihnen Arbeitsunfähigkeit. Und dann? Beschwerden werden grundsätzlich nicht einfach abgeheftet. Wir gehen jeder nach, auch wenn das ein immenser Aufwand ist. Haben solche Beschwerden Erfolg? Das ist ganz verschieden. Zufriedenheit hängt von so vielen Dingen ab, auch von der Art der Erkrankung sowie individuellen beruflichen und sozialen Faktoren. Wenn jemand mit dem Reha-Ergebnis nicht zufrieden ist, dann sucht er häufig Gründe auch bei anderen: Dem Arzt fehlt die Qualifikation, der Therapeut ist unfähig. Gibt es Qualitätsunterschiede zwischen den Klinikträgern? Die Frage ist für uns nicht entscheidend. Jede Klinik muss die Qualitätsanforderungen der Deutschen Rentenversicherung erfüllen Leidet Ihr Kind unter starkem Übergewicht, ADHS, Entwicklungsverzögerungen, Sprachstörungen, häufigen Kopfschmerzen, schweren Schulproblemen, Skoliose, Neurodermitis oder Atemwegserkrankungen hilft ihm ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer spezialisierten Kinder- & Jugendreha-Klinik. Die Lebensqualität Ihres Kindes steigt nachhaltig, die ganze Familie wird entlastet. Ihre Rentenversicherung übernimmt die kompletten Kosten – für Ihr Kind und für eine Begleitperson bei unter 12-Jährigen. Eine Reha muss nicht in den Ferien stattfinden, denn auch Schulunterricht erfolgt in der Reha. Schreiben Sie uns eine E-Mail: kontakt@kinder-und-jugendreha-im-netz.de 28 REHA KOMPASS

– unsere eigenen wie jene, mit denen wir Belegungsverträge geschlossen haben. Die gesetzliche Krankenversicherung prüft nach anderen Maßstäben. Warum eigent lich? Das kann ich nicht sagen. Ich bin leidenschaftlicher Anhänger des Qualitätssicherungssystems der Deutschen Rentenversicherung. In meinen Augen ist es sehr ausgeklügelt und in sich stimmig. Auch bei den Kliniken genießt das System eine hohe Akzeptanz. Krankenhäuser müssen ihre Qualitätsberichte veröffentlichen. Warum nicht auch die Reha-Kliniken? Die Reha-Kliniken können selbst entscheiden, ob sie die Berichte veröffentlichen – und einige machen das auch. Ich würde mich freuen, wenn alle diese Transparenz herstellen würden. Allerdings muss man wissen, dass es selbst für Fachleute nicht einfach ist, diese Berichte zu lesen. Da gibt es großen Interpretationsspielraum. Vielleicht haben die Kliniken deshalb eine gewisse Hemmung, was die Öffentlichkeit angeht. Können die Zertifikate, mit denen die Kliniken werben, eine Orientierungshilfe sein? Die Zertifizierung ist für die Kliniken notwendig, um Qualitätsansprüche zu erfüllen. Natürlich schauen auch wir darauf, denn ohne Zertifizierung dürfen wir diese gar nicht belegen. Dennoch ist dies nur ein Baustein von vielen. Deshalb können sich Patienten darauf verlassen: Wenn wir für eine Rehabilitationsleistung in einer Klinik, die unter Federführung der Deutschen Rentenversicherung steht, die Kosten übernehmen, dann stimmt auch die Qualität. Das ist praktisch so wie beim Tüv-Siegel. Service NICHTS VERGESSEN Wer in die Reha-Klinik fährt, sollte nicht nur an Hausschuhe denken. Eine kleine Packliste. Zum Anziehen: Freizeitgarderobe genügt. T-Shirts mit weitem Kragen oder zum Knöpfen. Unterwäsche, Nachthemd bzw. Schlafanzug, Hausschuhe Für die Therapie: Trainingsanzug oder Jogginghosen bzw. Leggins, T-Shirt, Turnschuhe für drinnen und draußen. Für Bad und Sauna: Badehose / -anzug, Badeschuhe und -kappe, Bademantel Für die Pflege: Zahnputzzeug, gegebenenfalls Prothesenbecher und Haftcreme, Kamm, Deo, Rasierzeug, Feuchttücher Für jedes Wetter: Regenjacke, feste Schuhe, Regenschirm, Sonnencreme Für die Gesundheit: gegebenenfalls Medikamente, Medikationsplan, Krankenkassen-Chipkarte Für die Freizeit: Bücher / Reiseführer, Musik, Strickzeug, Schreibzeug. Und etwas Persönliches, das an die Lieben zu Hause erinnert – ein Foto, ein Andenken ... Wer ganz sicher gehen will, sollte sich vor der Anreise noch mal bei der Reha-Klinik kundig machen. Viele Einrichtungen haben auf ihren Internetseiten eine Checkliste veröffentlicht – oder sie verschicken sie auf telefonische Bitte. Sie vermissen in der Aufzählung das Handy oder Tablet? Das darf natürlich mit, um den Kontakt nach Hause zu halten. Aber versuchen Sie, die Nutzung zu begrenzen. Und Arbeit hat bei der Reha gar nichts zu suchen! (rnw) REHA KOMPASS 29