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REHA-Kompass | März 2019

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WER HAT ANSPRUCH AUF

WER HAT ANSPRUCH AUF EINE REHA? ALLE VIER JAHRE IST EIN ANTRAG MÖGLICH – WENN EINIGE VORAUS- SETZUNGEN ERFÜLLT SIND. WER SICH DAS ERSTE MAL MIT DEM THEMA REHA BESCHÄFTIGT, IST SCHNELL VERWIRRT. UNZÄHLIGE FACHBEGRIFFE, VERSCHIEDENE FORMEN UND ZUSTÄNDIGKEITEN MACHEN ES LAIEN SCHWER, DEN DURCHBLICK ZU BEHALTEN. Foto: Thomas Kretschel Die Therapie: Qi Gong löst Blockaden VON STEFFEN KLAMETH Was ist eigentlich eine Reha? Das Wort Rehabilitation bedeutet Wiederherstellung. Bei der Reha geht es also darum, den Gesundheitszustand – etwa nach einem Unfall oder einer Krankheit – wiederherzustellen oder eine Verschlechterung zu verhindern. Sie soll die Rückkehr ins Berufsleben bzw. die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Was ist der Unterschied zwischen Reha und Kur? Mit der Gesundheitsreform im Jahr 2000 wurde das Wort Kur in den Sozialgesetzbüchern durch die Begriffe „Leistungen zur medizinischen Vorsorge und Rehabilitation“ ersetzt. Die Vorsorge verfolgt vor allem das Ziel, eine geschwächte Gesundheit zu stärken. Die Kosten müssen grundsätzlich selbst gezahlt werden. Krankenkassen leisten mitunter einen geringen Zuschuss. 8 REHA KOMPASS

REHA IST NICHT GLEICH REHA Foto: iStockphoto.com/ © AndreyPopov Medizinische Reha: Die Folgen einer schweren Krankheit oder eines Unfalls können mit der Akutversorgung oft nicht gänzlich behoben werden. Die medizinische Reha soll den Betroffenen helfen, in ihren Beruf zurückzukehren oder sie vor einer Pflegebedürftigkeit bewahren. Foto: iStockphoto.com/ © nensuria Berufliche Reha: Sie kann sich an eine medizinische Reha anschließen, allerdings ist dies keine Bedingung. Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (so die offizielle Bezeichnung) werden oft in Berufsförderungswerken angeboten und bestehen z. B. aus Fortbildungen und Umschulungen. Aber auch Hilfen bei der Jobsuche und die Kostenübernahme für Prüfungen oder neue Arbeitsmittel gehören dazu. Foto: iStockphoto.com/ © Halfpoint Soziale Reha: Wenn Menschen nach einem Unfall oder einer Krankheit dauerhaft eingeschränkt sind, können ihnen sogenannte Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft helfen. Finanzielle Zuwendungen etwa zum Umbau der Wohnung, für Fahrdienste oder Haushaltshilfen sollen dazu beitragen, dass die Menschen trotz ihrer Behinderung ihr Leben weitgehend selbst bestimmen können. Foto: iStockphoto.com/ © KatarzynaBialasiewicz Geriatrische Reha: Wer 70 Jahre oder älter ist, hat einen Rechtsanspruch auf eine geriatrische Reha – vorausgesetzt, der Versicherte leidet unter mindestens zwei typischen Alterserkran kungen wie Demenz oder Immobilität. Die Therapien werden meist in darauf spezialisierten geriatrischen Reha-Kliniken durchgeführt. Streng genommen ist die geriatrische Reha eine Form der medizinischen Reha. Foto: iStockphoto.com/ © Rido Frühreha: Sie beginnt bereits während der Akutbehandlung im Krankenhaus (häufig nach Schlaganfall) und kann danach als medizinische Reha fortgesetzt werden. Die Frühreha ist damit Bestandteil der Akutbehandlung. (rnw/sk) REHA KOMPASS 9