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Steuern & Finanzen | 01/2017

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10 STEUERN & FINANZEN ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3797785-10-1 3798749-10-1 3794806-10-1 Digitalisierung macht vor Steuer nicht halt Berater weisen auf kluge Erklärungstaktik hin Die Finanzverwaltung rüstet auf. Die Steuerveranlagung wird automatisiert. Die gebundene Papierbilanz war gestern. Belege müssen kaum noch eingereicht werden. Der Datenaustausch ist nicht aufzuhalten. Die Digitalisierung macht auch vor der Steuererklärung nicht halt. „Das ist jedoch nicht nur Fluch, sondern kann auch Segen sein und manches entbürokratisieren“, sagt Peter Biallas von der Biallas & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft aus Freiberg. Weil in einer Steuererklärung jedoch die sensibelsten, persönlichen Daten enthalten seien, empfiehlt er einen klugen Umgang damit. Durch ein automationsgestütztes Risikomanagement der Finanzverwaltung soll die Besteuerung gleichmäßig und gerecht erfolgen. „Da eine Vielzahl von Vergleichsdaten zur Verfügung steht, können Abweichungen schnell erkannt werden“, erklärt Peter Biallas ein Ergebnis der Automatisierung. Risikofilter der Finanzverwaltung unterliegen laut des Experten in Zukunft der Geheimhaltung, damit das Erklärungsverhalten nicht danach ausgerichtet werde. „Neben der fachlichen Arbeit bei der Erstellung der Steuererklärungen und der Jahresabschlüsse an sich ist deswegen eine kluge Erklärungstaktik von Vorteil“, betont Anita Beger, Partner der Freiberger Steuerberatungsgesellschaft. In Zeiten, in denen der Datenaustausch und die Datenübertragung etwa von Krankenkassen oder Rententrägern an das Finanzamt erfolge, sei zum Beispiel eine Überprüfung der Angaben sinnvoll. „Schließlich können Fehlübermittlungen zu höheren Steuern führen“, betont die Expertin. In Steuergesetzen sei bereits heute die elektronische Selbstabholung von Steuerbescheiden vorgesehen. „Noch sind die technischen Voraussetzungen nicht vorhanden. In Zukunft wird es noch wichtiger, Fristversäumnisse und Fehler durch professionelle Steuerberatung zu vermeiden“, sagt Peter Biallas. Schließlich gilt es für jeden persönlich, sich am besten mit Hilfe der Steuerexperten über ein paar Fragen im Klaren zu werden: Soll die Steuererklärung automatisiert ······································································· PETER BIALLAS Steuerberater Foto: Privat ······································································· ······································································· ANITA BEGER Steuerberaterin 27. Januar 2017 Foto: Privat ······································································· bearbeitet werden oder wird eine persönliche Sachbearbeitung bevorzugt? Wie kann man darauf Einfluss nehmen? Sollte die elektronische Bilanz von Unternehmern detailliert an die Finanzverwaltung gesendet werden oder empfiehlt sich nur eine zusammengefasste Datenauswahl? Die Experten geben ausführlich zu diesen Fragen Auskunft und informieren darüber, welchen Einfluss der Einzelne auf diese Entwicklung nehmen kann. Hintergrund der Veränderungen ist das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens. Der Steuervollzug in Deutschland soll damit schneller, einfacher und effizienter werden, heißt es in einer Mitteilung des Bundesfinanzministeriums. Mit dem Gesetz reagieren Bund und Länder auf die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und die veränderten Kommunikationsgewohnheiten der Menschen. Hinzu komme die demografische Entwicklung, die einen effizienteren Einsatz des Personals in der Finanzverwaltung erforderlich mache. Das Gesetz ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten und soll schrittweise bis 2022 umgesetzt werden. „Steuererklärungen für 2016 müssen jedoch noch wie bisher bis 31. Mai abgegeben werden. Erst für die Einkommensteuer 2018 gilt die Verlängerung um zwei Monate, also der Termin 31. Juli 2019“, sagt Anita Beger. KONTAKT Die Biallas & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft hat ihren Sitz an der Buttermarktgasse 8 in Freiberg. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter der Rufnummer 03731 3532-0 erreichbar. www.biallas-freiberg.de

Der sichere Weg zur Immobilie führt über den Notar Experte berät und sorgt für reibungslosen Vollzug des Kaufvertrages ······································································· MANUEL KAHLISCH Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen Foto: privat ······································································· Ein Hauskauf will gut überlegt sein. Ein Notar vertritt dabei die Interessen aller Beteiligten. VRD /Fotolia STEUERN & FINANZEN 27. Januar 2017 11 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG In Zeiten von Niedrigzinsen steht das bewährte „Betongold“ hoch im Kurs. Ein Immobilienkauf will aber gut überlegt sein. Der Kauf ist schließlich für die meisten Menschen die größte finanzielle Investition ihres Lebens. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist deswegen die notarielle Beurkundung vorgesehen. Ohne diese ist der Kaufvertrag unwirksam. Aber warum hat der Gesetzgeber die Hürde eingebaut? „Die Mitwirkung des Notars stellt eine qualifizierte rechtliche Beratung der Beteiligten und die Richtigkeit des Grundbuchs sicher“, so Manuel Kahlisch, Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. „Der Notar hat die Interessen aller Vertragsbeteiligten im Blick und sorgt für eine rechtlich faire Regelung. Dies hilft, späteren Streitigkeiten bereits im Vorfeld vorzubeugen. Nach der Beurkundung kümmert er sich auch um die sichere Abwicklung des Kaufvertrags.“ Die wesentlichen Inhalte des Geschäfts werden meist vorab und ohne notarielle Beteiligung abgesprochen: Wie hoch ist der Kaufpreis? Wann ist das Objekt bezugsfertig? In welchem Zustand befindet es sich? Sind sich die Beteiligten darüber einig, können sie sich an einen Notar mit der Bitte um Vorbereitung des Kaufvertrags wenden. Der Notar prüft dann, ob und wie die gewünschten Vereinbarungen rechtlich umgesetzt werden können. Im Vordergrund steht dabei der sichere Leistungsaustausch: Der Verkäufer verliert sein Eigentum erst, wenn er den Kaufpreis erhalten hat. Andererseits gibt der Käufer sein Geld erst aus der Hand, wenn sichergestellt ist, dass er Eigentümer der Immobilie wird. „Die wirtschaftliche Bewertung eines Vertrags, insbesondere die Frage der Angemessenheit des Kaufpreises, gehört dagegen nicht zu den Aufgaben des Notars“, gibt Manuel Kahlisch zu bedenken. Den Vertragsentwurf stellt der Notar den Beteiligten rechtzeitig vor dem Beurkundungstermin zur Verfügung. Bei einem Vertrag zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer sind das mindestens zwei Wochen vor Beurkundung. „Die Parteien sollten sich unbedingt die Zeit nehmen, den Entwurf genau durchsehen und sich bei etwaigen Rückfragen an den Notar wenden“, rät Kahlisch. Die Beratung spielt eine große Rolle. Denn bei der Beurkundung erläutert der Notar den Vertragsinhalt und weist auf die rechtliche Tragweite des Geschäfts hin. Hierbei achtet er darauf, dass Irrtümer und Zweifel vermieden und insbesondere unerfahrene Vertragsbeteiligte nicht benachteiligt werden. Sind alle Fragen beantwortet und Änderungswünsche eingearbeitet, wird die Urkunde unterzeichnet. Nach der Beurkundung liegt die Arbeit ganz beim Notar. Seine Aufgabe ist es, sich um den reibungslosen Vollzug des Kaufvertrags zu kümmern. „Er holt zum Beispiel erforderliche Genehmigungen ein, übernimmt den Schriftverkehr mit dem Grundbuchamt ebenso wie die notwendige Anzeige beim Finanzamt und sichert den Käufer ab“, erklärt Kahlisch. Auch die Abwicklung mit abzulösenden und finanzierenden Banken und die Löschung voreingetragener Belastungen übernimmt der Notar. Nachdem die Fälligkeit eingetreten ist und der Notar dies überprüft hat, teilt er dem Käufer mit, dass dieser bezahlen kann. Sobald der Verkäufer dem Notar die Kaufpreiszahlung bestätigt hat, sorgt der Notar für die Eigentumsumschreibung beim Grundbuchamt. Zu guter Letzt teilt er dem Käufer mit, dass dieser nun endgültig neuer Eigentümer der Immobilie geworden ist. Notare erheben für ihre Tätigkeit Gebühren, die sich nach einem gesetzlich festgelegten Gebührensystem richten. Diese Gebühren bestimmen sich laut Manuel Kahlisch nach dem sogenannten Geschäftswert. Derselbe Vertrag koste also bei jedem Notar gleich viel. Darin enthalten seien nicht nur die Beurkundung des Vertrags, sondern alle Besprechungen, Entwürfe und die gesamte Vertragsabwicklung durch den Notar. „Die Möglichkeit zur unabhängigen Beratung durch den Notar sollte unbedingt genutzt werden“, empfiehlt Manuel Kahlisch. www.notarkammer-sachsen.de VITA Manuel Kahlisch studierte Rechtswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder). Anschließend war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einer deutschen Großkanzlei sowie an der Europa-Universität Viadrina und der TU Dresden tätig. Er absolvierte sein Rechtsreferendariat in Dresden, ist seit 2013 Notarassessor im Freistaat Sachsen und seit dem 4. Januar 2017 Geschäftsführer der Notarkammer Sachsen. 3796496-10-1 3797031-10-1 3796446-10-1 3789353-10-1 3795190-10-1