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Steuern & Finanzen | 01/2017

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6 STEUERN & FINANZEN ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3794874-10-1 3794819-10-1 3798181-10-1 Die Versicherung zahlt nicht: Was tun? Bei Berufsunfähigkeit oft Streit ums Geld Wenn Körper oder Seele streiken, haben die Betroffenen schon genug Probleme. „Doch in der Mehrzahl der Fälle müssen sie dann noch um die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung kämpfen oder die Regulierung verläuft im Sande“, sagt der Zwickauer Fachanwalt für Medizin- und Sozialrecht Marcel Jüngel. Dabei wähnen sich Millionen Inhaber von Berufsunfähigkeitsversicherungen auf der sicheren Seite. „Doch die Versicherungen lehnen die Zahlungen der vereinbarten Rente häufig mit der Begründung ab, man sei gar nicht berufsunfähig, sondern einer, der sich die Leistung erschleichen will, der Ärzte und Gutachter belogen und seinen Gesundheitszustand bewusst dramatisiert haben soll“, weiß der Experte aus seiner täglichen Arbeit zu berichten. Nach Angaben des Fachanwaltes machen psychische Erkrankungen rund ein Drittel der Berufsunfähigkeitsursachen aus. Sie sind aber schwieriger nachweisbar als etwa Rückenleiden, Krebs oder Herzerkrankungen. Deshalb sei es für Betroffene auch immer schwieriger, ihre Versicherung zum Zahlen zu bewegen. „Dabei geht es gar nicht nur um die Zahlungsverweigerung, sondern um Verzögern, Hinhalten und Zermürben der Versicherten“, so Jüngel. Durch scheibchenweises Anfordern nötiger Unterlagen sowie die Verwendung scheinbar endloser Fragebögen werde das Verfahren häufig in die Länge gezogen. Vielen Versicherten gehe schlicht und ergreifend die Luft und das Geld aus, sich mit ihrer Versicherung zu streiten. „Regelmäßig behaupten die Versicherungen, es liege gar kein Leistungsanspruch vor“, weiß Rechtsanwalt Jüngel aus Erfahrung. Ärztliche Befunde oder Krankenhausberichte würden per se infrage gestellt, die Versicherung lässt eine Expertise von einem von ihr bestellten Gutachter anfertigen. Dieser komme dann zu dem Schluss, dass der Betroffene gar nicht zu 50 Prozent berufsunfähig sei. Einen Großteil lehnten die Versicherungen wegen der Verletzung einer vorvertraglichen Anzeigepflicht ab. Der Grund: „Die angeforderten Gesundheitsfragebögen werden quasi ······································································· MARCEL JÜNGEL Fachanwalt für Medizin- und Sozialrecht und Rentenberater 27. Januar 2017 Foto: privat ······································································· blind entgegen genommen und erst wenn es zum Leistungsfall kommt, werden Nachfragen zu Vorerkrankungen gestellt“, so Marcel Jüngel weiter. Den Anforderungen von Versicherern zur Angabepflicht von Vorerkrankungen zu folgen, sei nicht so einfach, wie es klingt. „Denn es geht um Vorerkrankungen der vorangegangenen fünf oder sogar zehn Jahre. Selbst wer in sich geht und nach bestem Wissen alles angibt, was relevant werden könnte, ist nicht davor gefeit, doch noch der arglistigen Täuschung beschuldigt zu werden“, betont der Experte. In nicht wenigen Fällen tauchten in den erst im Leistungsfall überprüften Unterlagen des Arztes Eintragungen auf, von denen der Patient gar nichts wusste. Die Versicherung sei dann der sich freuende Dritte. In ihrer Not wenden sich viele Versicherte an einen Ombudsmann. „Meistens vergeblich, denn der Ombudsmann kann keine Beweise erheben und muss daher nach Aktenlage entscheiden“, erklärt Marcel Jüngel. Der Ratschlag des Fachanwaltes für Medizin- und Sozialrecht zur Berufsunfähigkeitsversicherung lautet deswegen, gleich eine Rechtsschutzversicherung mit abzuschließen. „Ohne anwaltliche Unterstützung ist man den Versicherungen unterlegen“, so Marcel Jüngel. Auch wer nicht über eine Rechtschutzversicherung verfügt, könne sein Kostenrisiko unter Inanspruchnahme von Prozeßkostenhilfe oder mit anwaltlichen Vergütungsvereinbarungen minimieren. Jüngel selbst bietet Betroffenen zudem eine kostenlose Orientierungshilfe an. KONTAKT Rechtsanwalt Marcel Jüngel hat seine Kanzlei in der Bahnhofstraße 6 in Zwickau. Telefonisch ist er unter der Rufnummer 0375 215469 erreichbar.

Auf Augenhöhe mit dem Finanzamt So hilft Steuerfachanwalt Ray Junghanns ······································································· PROF. DR. RAY JUNGHANNS Fachanwalt für Steuerrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht Foto: TMDESIGN-ZWICKAU.de ······································································· Das deutsche Steuerrecht ist eines der kompliziertesten in der Welt und sicher mag es Bereiche im Leben geben, auf die der Fiskus (noch) keinen Einfluss hat. „„Aber es gibt keine wirtschaftliche Frage, die keine steuerlichen Folgen hat“, macht Prof. Dr. Ray Junghanns deutlich. Der promovierte Jurist ist als Fachanwalt für Steuerrecht und als Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht in der Wirtschaftskanzlei Pühn Rechtsanwälte in Zwickau tätig: „Als Fachanwalt für Steuerrecht vertrete ich Unternehmen, Unternehmer und Privatpersonen vor Finanzämtern, bei Betriebsprüfungen, in steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren, vor Finanzgerichten und dem Bundesfinanzhof. Als Fachanwalt für Gesellschaftsrecht berate ich bei Unternehmensgründungen, -umstrukturierungen und -nachfolgen bis hin zur Vermögensnachfolge und vertrete im Gesellschafterstreit und in der Beraterhaftung.“ Als Fachanwalt für Steuerrecht sieht er sich nicht in Konkurrenz zu den Steuerberatern, sondern ganz im Gegenteil als deren Partner, um die beste Lösung für den Mandanten zu finden. Kein Wunder also, dass in gut der Hälfte der Fälle seine Beauftragung über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder den Hausanwalt erfolge. Wie seine Arbeit praktisch aussieht, verdeutlicht der Fachanwalt an einem Beispiel: „Ein Finanzamt stritt bereits seit zwei Jahren mit einem Unternehmer verbittert über den zu versteuernden Zufluss aufgrund einer Verrechnung. Als zivilrechtlich ausgebildeter Steueranwalt stellte ich die Frage nach der notwendigen Aufrechnungserklärung, die letztlich gar nicht vorlag, und beendete so den Streit zu Gunsten des Mandanten.“ Das Beispiel fördert noch einen anderen Zusammenhang zu Tage: „Ich merke immer wieder, dass in der Praxis oft verkannt wird, dass bereits ein Einspruch gegen eine Steuerfestsetzung im Finanzamt oft ein Fall für die dortigen Juristen wird.“ Um mit dem Finanzamt auf Augenhöhe in Dialog zu treten, sei juristischer Sachverstand unabdingbar. Darüber hinaus bringt der Steueranwalt sein Wissen aus der wirtschaftsrechtlichen Beratung in die Gestaltungsberatung ein und erstellt selbst die Vertragsentwürfe. „So haben wir vor der Reform des Erbschafts- und Schenkungssteuerrechtes erkannt, dass diese Reform Unternehmen belasten wird und haben anstehende Unternehmensnachfolgen vorgezogen“, sagt Prof. Dr. Ray Junghanns. Das bedeutet freilich nicht, dass sich Unternehmensnachfolgen heute nicht mehr lohnen, sie müssten nur langfristig gestaltet werden. Kommt es zu einem Steuerstrafverfahren, führt an der Einbeziehung eines Fachanwaltes kein Weg vorbei. „Die Einbindung sollte so früh wie möglich, das heißt bereits in der Steuerfestsetzung oder im Rahmen einer Betriebsprüfung erfolgen. Hier können wichtige Rechte des Betroffenen noch gewahrt werden. Immer wieder erlebe ich es, dass Betroffene oder deren Steuerberater die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abwiegeln, eine Stellungnahme abgeben und dann überrascht sind, welche Erkenntnisse die Steuerfahndung bereits in der Ermittlungsakte gesammelt hat. Mit einer sogenannten Selbstanzeige kann zudem Straffreiheit erlangt werden“, sagt Prof. Dr. Ray Junghanns. Die Voraussetzungen dafür habe der Gesetzgeber erheblich verkompliziert. Wesentlich sei es, zu erkennen, dass man eine Selbstanzeige nur einmal abgeben kann und dass alle an einer Steuerhinterziehung Beteiligten gegebenenfalls einbezogen werden sollten. Darüber hinaus macht der Anwalt deutlich, dass eine drohende steuerstrafrechtliche Verurteilung zudem Auswirkungen weit über die Steuerfestsetzung hinaus hat. KONTAKT Die Kanzlei Pühn Rechtsanwälte befindet sich an der Kolpingstraße 17 in Zwickau, Telefon 0375/27492-0. STEUERN & FINANZEN 27. Januar 2017 7 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3796110-10-1 3798911-10-1 3795634-10-1