Aufrufe
vor 3 Wochen

Steuern und Finanzen | 01/2018

  • Text
  • Steuern
  • Steuerberater
  • Finanzen
  • Januar
  • Angaben
  • Chemnitz
  • Unternehmen
  • Finanzamt
  • Mitarbeiter
  • Baubeschreibung

12 STEUERN & FINANZEN

12 STEUERN & FINANZEN ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Deutsche überschätzen ihre Kenntnisse über Finanzen Grundwissen ist wichtig für gute Finanz- und Vorsorgeentscheidungen 26. Januar 2018 Was war die beste Geldanlage? In Sachen Finanzen entspricht die Selbsteinschätzung vieler Bürger nicht der Realität. Foto: Ljupco Smokovski/fotolia Die Deutschen überschätzen ihre eigene Finanzkompetenz. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken hervor. „Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Jedoch entspricht diese Selbsteinschätzung leider nicht der Realität“, sagte Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage. So wusste ein Viertel (26 Prozent) der Befragten nicht, was „Inflation“ bedeutet, und lediglich die Hälfte (52 Prozent) konnte die ungefähre Höhe der gegenwärtigen Inflationsrate nennen. Mit 44 Prozent konnte auch fast die Hälfte nicht erklären, was ein Investmentfonds ist. „Es ist bedenklich, dass sich die Kompetenz der Deutschen in Finanzfragen seit 2014 noch verschlechtert hat“, so Krautscheid zu den Ergebnissen des sogenannten Finanzplanungsindex: „In Zeiten, in denen wir die Digitalisierung aller Lebensbereiche erleben, wird ein wirtschaftliches Grundverständnis immer wichtiger.“ Gerade jüngere Erwachsene (unter 30 Jahren) zeichneten sich nach Ergebnissen der Studie durch eine geringere Finanzkompetenz aus. Wenn dies in späteren Lebensphasen nicht mehr aufgeholt werde, bestehen schlechte Voraussetzungen, die eigenen Finanz- und Vorsorgeentscheidungen richtig zu treffen. Der Finanzplanungsindex wird an gleichbleibenden Fragen gemessen. Danach verfügen 2017 mehr als 60 Prozent der Befragten über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse. 2014 lag der Wert noch bei 56 Prozent. Andreas Krautscheid weiter: „Es ist nicht nur Aufgabe der Schule und der Eltern, Finanzwissen zu vermitteln.“ Er sehe dies vielmehr auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der sich Unternehmen und Wirtschaftsorganisation ebenso angesprochen fühlen sollten. Die oben dargestellte Übersicht des Bundesverbandes deutscher Banken zeigt: Wer am ersten Handelstag 2017 deutsche Standardaktien (DAX-Werte) kaufte, konnte bis Anfang 2018 einen Wertzuwachs von im Schnitt etwa elf Prozent verbuchen. So wurden aus 10.000 Euro im Verlauf eines Jahres etwa 11.100 Euro. Mit extrem niedrigen Zinsen mussten sich dagegen Sparer begnügen, die auf Nummer sicher gehen wollen. Sparbriefe, Spar- und Termineinlagen bei Banken verzinsten sich nur im Promille-Bereich. Wer auf Bundesanleihen setzte, musste sogar mit Verlusten rechnen, weil die Kurse der Wertpapiere an den Börsen sanken. Fünfjährige Bundesobligationen zum Beispiel verloren gut ein Prozent. Auch der Goldpreis sank (in Euro notiert) von Anfang 2017 bis Anfang 2018 um etwas mehr als ein Prozent. Mögliche Steuern und Transaktionskosten wurden nach Angaben des Bankenverbandes nicht berücksichtigt. 3891130-10-1