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Steuern und Finanzen | 01/2018

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4 STEUERN & FINANZEN ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3889441-10-1 3884614-10-1 3890605-10-1 So kann auch Otto Normalbürger Steuern sparen Steuerberater ist der richtige Ansprechpartner 26. Januar 2018 Die „Paradies Papers“ gingen vergangenes Jahr durch die Presse. Aus vertraulichen Unterlagen einer internationalen Anwaltskanzlei hat die Öffentlichkeit erfahren, wie Konzerne und Millionäre durch fragwürdige Steuertricks Steuerlasten auf halb legalem Weg umgehen und dadurch der Allgemeinheit schaden. Otto Normalbürger muss jedes Jahr eine Einkommensteuererklärung für das Vorjahr abgeben. Dabei quält man sich durch viele Formulare, die heute inzwischen am Computer ausgefüllt werden und fragt sich, was es wohl mit „Antrag auf Beschränkung des Verlustrücktags“ auf sich hat und ob man vielleicht doch mal versuchen sollte, die eigene Schwiegermutter als „außergewöhnliche Belastung“ abzusetzen. Wenn der Steuerbescheid Wochen später ins Haus kommt, wird die Steuererstattung jedes Jahr gefühlt ein bisschen kleiner und manchmal muss man sogar noch etwas nachzahlen. Der Verdacht kommt auf, dass Steuern sparen nur etwas für ganz reiche Menschen mit hohem Verdienst und großem Vermögen ist. „Tatsächlich hat der prozentuale Anstieg des Steuersatzes mit dem Einkommen, die sogenannte Steuerprogression, jedoch zwei Wirkungsweisen. Während man bei einem hohen Steuersatz mit dem „Absetzen von der Steuer“ absolut gesehen viel Geld einsparen kann, führt die Senkung der Bemessungsgrundlage bei kleinem Verdienst zu einer stärkeren prozentualen Entlastung (Wirkungsweise der kalten Progression). Deshalb lohnt es sich auch für Otto Normalsteuerzahler darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten es zur Steuersenkung gibt“, sagt Peter Biallas von der Biallas & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft aus Freiberg. Und er fügt hinzu: „Eine gute Steuerberatung geht von der steuerlichen Ist-Situation aus und fragt nach individuellen Plänen zum Beispiel für Ausbildung, Heirat, Kinder, privatem Vermögensaufbau wie Immobilien oder Beteiligungen, beruflicher Entwicklung wie Selbstständigkeit oder Ruhestand in den nächsten Jahren.“ Durch Steuerberatung gewinnt man Sicherheit und erhält legale Hinweise zur Progressionsglättung, zu Günstigerprüfungen, Absetzung von Bildungskosten oder Unterhaltsleistungen, Abschreibungen oder auch zur Vermeidung von Steuerfallen. Die gesamte Kommunikation mit dem Finanzamt wird dabei vom Steuerberater oder seinen Angestellten abgewickelt. Der Steuerberater hält nicht nur das Wissen, sondern auch die Technik und Software für die Digitalisierung der Prozesse bereit. Der Steuerbescheid wird abschließend geprüft. Bei Abweichungen wird für das Recht gekämpft. „Das entlastet die meisten Menschen von lästigen Pflichten, denn wer (außer Steuerberatern) erledigt schon gerne die Steuererklärung?“, so der Steuerberater. Bei umsichtiger Beratung kann man sicher gehen, dass der Steuerbescheid stimmt, die Steuerlast optimiert ist und die zukünftige Steuerlast im Blick behalten wird. „Aus dem letzten Steuerbescheid kann der Steuerberater erkennen“, sagt Anita Beger, ebenfalls Partner von Biallas & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft, „ob sich eine professionelle Beratung oder die Erstellung der Steuererklärung wirtschaftlich für den Steuerpflichtigen lohnen kann.“ Denn ein fairer Steuerberater wird dabei auch abwägen, ob die Kosten für das Steuerberaterhonorar im Verhältnis zur möglichen Steuereinsparung stehen, wenn keine Verpflichtung für die Abgabe der Steuererklärung vorliegt, weil beispielsweise nur eine Veranlagung auf Antrag in Frage kommt. KONTAKT Die Biallas & Partner mbB Steuerberatungsgesellschaft hat ihren Sitz an der Buttermarktgasse 8 in Freiberg. Die Mitarbeiter sind telefonisch (03731/35320) und per Mail (info@biallas-freiberg.de) erreichbar. -www.biallas-freiberg.de

Aktuelles zur Rentenbesteuerung Für Senioren gilt es einiges zu beachten STEUERN & FINANZEN 26. Januar 2018 5 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG Millionen von Rentnern dürfen sich auch dieses Jahr im Juli wieder über eine Rentenerhöhung von mehr als drei Prozent freuen. Jedoch steigt bei vielen dadurch auch die Unsicherheit, ob ihre Rente nunmehr steuerpflichtig wird oder vielleicht sogar schon ist. Hintergrund: Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts musste ab dem Jahr 2005 die bisherige unterschiedliche Besteuerung von Renten (etwa zu 20 Prozent steuerpflichtig) und Pensionen (zu 100 Prozent steuerpflichtig) aufgehoben werden. „Leider konnte man sich nicht dazu durchringen, das Steuerniveau für die Pensionen abzusenken. Stattdessen werden die Renten schrittweise bis zum Jahr 2040 in die volle Steuerpflicht überführt“, sagt Steuerberater Norbert Reuter aus Schlettau. Ob und wieviele Steuern zu zahlen sind, sei von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einem komme es natürlich auf die jeweilige Rentenhöhe an. Zum anderen ist wegen der unterschiedlichen Besteuerungsanteile das Jahr des Renteneintritts entscheidend. „Beispielsweise kann ein bis zum Jahr 2005 in Rente gegangener Rentner eine monatliche Rentenüberweisung von etwa 1.300 Euro erhalten, ohne Steuern zahlen zu müssen, bei einem im Jahr 2018 in Rente gehenden Rentner liegt die Grenze nur noch bei rund 1000 Euro“, weiß der Steuerberater. Grundsätzlich gelte aber: Die Wahrscheinlichkeit, Steuern zahlen zu müssen, steigt mit jedem Kalenderjahr, in welchem erstmals Rente bezogen wird, so Norbert Reuter. Aber auch Rentnerjahrgänge von 2005 und früher können betroffen sein, wenn sie eine überdurchschnittliche Rente beziehen oder neben der Altersrente noch eine Witwenrente erhalten. Es sei sogar möglich, erst im Laufe der Jahre in die Steuerpflicht „hineinzurutschen“. „Die Renten der verschiedenen Rentenjahrgänge werden zwar mit den gesetzlich vorgeschriebenen Prozentanteilen besteuert, dieses trifft jedoch nur auf das Jahr der ersten Rentenzahlung zu. Alle Rentenerhöhungen sind zu 100 Prozent steuerpflichtig. Somit hat zum Beispiel der Rentnerjahrgang 2005 (Ost) statt dem offiziellen Besteuerungsanteil von 50 Prozent im Jahr 2018 bereits einen effektiven Besteuerungsanteil von fast 62 Prozent“, so Reuter. Als Ausgleich wird jedes Jahr der steuerliche Grundfreibetrag an das Existenzminimum angepasst. Wenn jedoch – wie im Jahr 2018 – die Renten um mehr als 3 Prozent steigen und der Grundfreibetrag nur um 2 Prozent (von 8.820 Euro auf 9.000 Euro) ergibt sich in der Summe eine höhere Steuerbelastung als im Vorjahr. Somit kann es durchaus vorkommen, dass man in den Jahren 2015 und 2016 noch nicht steuerpflichtig war, in den Jahren 2017 und 2018 hingegen schon. Wenn sich der Fiskus nicht meldet Die auszahlenden Rentenstellen übermitteln dem zuständigen Finanzamt für jedes abgelaufene Jahr die Höhe der gezahlten Renten und der einbehaltenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Mit diesen Daten weiß das Finanzamt, wer mit seiner Rente steuerpflichtig ist und schickt daraufhin die Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung. „Es kann jedoch auch vorkommen, dass vom Finanzamt keine Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung kommt, obwohl eigentlich bereits Rentensteuerpflicht besteht. Grundsätzlich gilt, dass jeder Steuerbürger selbst dafür verantwortlich ist, eine Steuererklärung einzureichen, wenn die steuerlichen Freibeträge überschritten sind und somit eine Steuerpflicht eintritt. Diese Prüfung muss der Steuerbürger jedes Jahr selbst vornehmen“, so Norbert Reuter weiter. Sollte es nunmehr dem Finanzamt im Jahr 2018 auffallen, dass Steuerpflicht bereits ab dem Jahr 2014 bestanden hat, kann das Finanzamt die betreffenden Jahre nachfordern. „Es ist nicht möglich, die Steuerzahlungen für die vergangenen Jahre mit der Begründung zu verweigern, dass man vom Finanzamt ja bisher gar nicht angeschrieben wurde. In diesem Fall müssten die gesamten Steuerzahlungen für mehrere Jahre nebst Zinsen auf einmal bezahlt werden.“ 3888880-10-1 3890243-10-1