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Steuern und Finanzen | 01/2018

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8 STEUERN & FINANZEN ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3889443-10-1 3888872-10-1 3890435-10-1 Das ändert sich bei Investmentfonds Seit Jahresbeginn neue Regeln bei Besteuerung Zum Jahresbeginn änderte sich die Besteuerung von Investmentfonds: Sie soll einfacher werden und Steuerschlupflöcher schließen. Das Wichtigste in Kürze „Inländische und ausländische Fonds, die Dividenden ansparen (thesaurieren) oder ausschütten, werden künftig nach derselben Systematik besteuert. Abgeltungssteuer fällt künftig jährlich auf eine sogenannte Vorabpauschale an. Diese orientiert sich am Wert des Fonds und einem Basiszins“, erläutert Steuerberater Alexander Holzhauer. Er ist Steuerberater und Geschäftsführer der ehk Eberlein Holzhauer Kraatz Steuerberatungsgesellschaft mbH in Chemnitz. Sparer, deren Erträge unter dem Jahresfreibetrag von 801 Euro (1602 Euro bei Verheirateten) bleiben, zahlen keine Steuern. „Zudem fällt der Bestandsschutz für Fonds weg, die vor 2009, also vor Einführung der Abgeltungsteuer, gekauft wurden. Ab 2018 müssen auch hier Erträge pauschal versteuert werden“, so Holzhauer. Die Gründe für die Reform Die Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen war bisher sehr komplex. Ab 2018 sollen nur 4 anstatt 33 Rechengrößen ausreichen, um die Abgeltungsteuer zu bestimmen. „Zudem war die bisherige Berechnung sehr anfällig für Steuergestaltungen. Schlussendlich wurde mit der Reform auch auf verschiedene Urteile des Europäischen Gerichtshofs reagiert, der die unterschiedliche Besteuerung von Fonds in Deutschland beanstandete“, macht der Geschäftsführer deutlich. Betroffen von der Reform sind alle inländischen und ausländischen Investmentfonds sowie deren Anleger. 26. Januar 2018 Alexander Holzhauer ist Steuerberater und Geschäftsführer der ehk Eberlein Holzhauer Kraatz Steuerberatungsgesellschaft mbH in Chemnitz. Foto: ehk Das ändert sich Investmentfonds werden nun grundsätzlich jährlich und anhand einer Vorabpauschale besteuert – selbst dann, wenn der Fond gar nicht ausschüttet. Wirtschaftlich betrachtet ist die Vorabpauschale eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen. Alle Vorabpauschalen, die während der Haltedauer des Fonds versteuert wurden, werden aber auf den Verkaufserlös in voller Höhe angerechnet. Die neue Steuermethodik bewirkt, dass ausschüttende und thesaurierende Fonds während der Haltedauer steuerlich unterschiedlich besteuert werden können, spätestens aber bei Verkauf gleichgestellt sind. „Zukünftig sind bei Aktienfonds ab 2018 pauschal 30 Prozent aller Erträge steuerfrei (Teilfreistellung). Auf alle nicht befreiten Erträge zahlen Anleger dann 26,375 Prozent Abgeltungssteuer (inklusive Solidaritätszuschlag). Bei manchen kommt noch die Kirchensteuer dazu“, so Alexander Holzhauer. Die depotführende Bank darf die Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale direkt vom Konto des Anlegers für das Finanzamt einziehen – wohl auch ohne dessen Einwilligung. „Wer einen Freistellungsauftrag einrichtet und den Freibetrag von 801 Euro beziehungsweise 1602 Euro bei Verheirateten im Jahr noch nicht ausgeschöpft hat, zahlt jedoch keine Steuern“, macht der Steuerberater deutlich. KONTAKT Die Steuerberatungsgesellschaft ehk Eberlein Holzhauer Kraatz hat ihren Sitz in den Moritzpassagen Chemnitz, Moritzstraße 19. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter der Rufnummer 0371 6663880 erreichbar. www.ehk-chemnitz.de

Immobilienverkauf besser mit Makler Experten kennen alle Fallstricke STEUERN & FINANZEN 26. Januar 2018 9 ···················································································································································································································································································································································································· ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG 3891699-10-1 Beim Verkauf einer Immobilie sucht man am besten die Unterstützung eines Profis. Zu viele Fallstricke lauern auf dem Weg bis zum Kaufabschluss. Foto: Alexander Raths/fotolia In Zeiten günstiger Zinsen wird immer wieder empfohlen, in Betongold zu investieren. Doch ist es deshalb im Moment auch sinnvoll, seine Immobilie zu verkaufen? Diese und andere Fragen beantwortet Daniel Löbel, Vertriebsleiter Postbank Immobilien Chemnitz, im Kurzinterview. ······································································· DANIEL LÖBEL Vertriebsleiter Postbank Immobilien Chemnitz Foto: Postbank Chemnitz ······································································· Ist es im Moment sinnvoll, seine Immobilie zu verkaufen? Die Gründe für einen Verkauf sind vielfältig. Geänderte Lebensumstände, neuer Wohnort oder leider auch Erbfälle. Immobilien müssen unterhalten werden und verlieren über die Jahre auch an Wert. Wer jetzt noch schnell ist, kann aufgrund der Zinssituation bei Verkäufen höhere Verkaufspreise erzielen. Was ist Ihrer Meinung nach beim Verkauf am wichtigsten? Am wichtigsten ist der Preis. Nicht zu hoch, um Käufer abzuschrecken, und nicht zu günstig, um Geld zu verlieren. Weiterhin ist eine seriöse und rechtssichere Abwicklung entscheidend. Und wie ermittelt man den richtigen Preis? Dafür gibt es Marktwertberichte. Ein guter Makler oder Bankfinanzierer kann Ihnen hier helfen. Diese können aber mit Kosten verbunden sein. Wie wähle ich einen geeigneten Käufer aus? Wichtig ist in erster Linie, wen man überhaupt vor sich hat. Viele Einbrüche gehen auf Besichtigungen zurück. Die Identität des Interessenten muss überprüft werden. Und ganz entscheidend ist natürlich die Bonität. Hier haben Bankenmakler Einblick in die Kaufkraft des Interessenten – ein entscheidender Punkt, der Privatverkäufern gänzlich verwehrt bleibt. Also privat verkaufen oder besser mit Makler? Wer sein Haus privat verkauft, um sich die Provision zu sparen, sollte sich seiner Sache sehr, sehr sicher sein. Neben Verlusten beim Verkaufspreis lauern auch viele juristische Fallstricke. KONTAKT Postbank Immobilien befindet sich An der Markthalle 4 in Chemnitz. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter Ruf 01522 1855415 zu erreichen. 3891516-10-1 3882465-10-1