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Willkommen im Erzgebirge | 03/2018

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12 WILLKOMMEN Die

12 WILLKOMMEN Die Erzgebirgsbahn in Aue. Foto: Steffen Schmidt Karlsbad erleben Ausgehend von Zwickau starten die Triebwagen der Erzgebirgsbahn in Richtung Erz gebirge. Die Strecke führt durch herrliche Landschaft und entlang der Zwickauer Mulde sowie dem Schwarzwasser bis nach Johanngeorgenstadt. Hier besteht Anschluss an die Tschechischen Bahnen, um dem traditionsreichen Kurort Karlovy Vary einen Besuch abzustatten. Bereits auf dem Weg vom Bahnhof ins Zentrum der Stadt wird der Besucher von der architektonischen Schönheit der Stadt fasziniert sein. Zu Fuß oder mit der Standseilbahn geht es hoch hinauf zur Freundschaftshöhe mit dem Aussichtsturm Diana. Einzigartige Ausblicke Im April startet wieder der Saisonverkehr zwischen Cranzahl und Chomutov. Eine Fahrt über den Erzgebirgskamm verspricht einzigartige Ausblicke auf die Erhebungen des Erzgebirges, Bärenstein, Fichtelberg sowie Keilberg. Vom 28. April bis 30. September 2018 sowie am 1. Mai 2018 kann man samstags und sonntags ab Chemnitz Hbf die Ausflüge in das benachbarte Tschechien starten. Sparen mit der ErzgebirgsCard Freie Fahrt gibt es mit der ErzgebirgsCard. Sie gilt im Gültigkeitszeitraum als Fahrausweis auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie in den Zügen des Nahverkehrs im Verbundraum des Verkehrsverbundes Mittelsachsen. Nur einmal bezahlen und schon gewährt die ErzgebirgsCard mit ihren vielen Partnern wie Schlössern, Museen, Bädern, Thermen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen auch Nachlass auf die Eintrittspreise. www.bahn.de/erzgebirgsbahn MIT DER ERZGEBIRGSBAHN DURCH DIE REGION Erlebnistouren ins Erzgebirge Auf sächsischer und auf böhmischer Seite Bahn fahren, wandern und das Erzgebirge entdecken. Reizvolle Landschaften, gut ausgeschilderte Wander- und Radwege, die Romantik von sagenhaften Schlössern und Burgen und natürlich die zahlreichen Feste in der Region laden das ganze Jahr über zu stimmungsvollen Erlebnistouren ins Erzgebirge ein. Überall gibt es Burgen, Schauwerkstätten, Talsperren, Seen und die unverwechselbare Landschaft entlang der Bahnstrecken zu entdecken. Zu erreichen sind die Ziele ganz bequem und bei jedem Wetter mit der Erzgebirgsbahn. Mit Kindern auf Entdeckungstour Familien können sich in abenteuerliche Welten des Bergbaus, des erzgebirgischen Handwerks oder hin zu märchenhaften Sagen entführen lassen. Zu den Highlights gehört auch die Burg Scharfenstein. Die beliebte Familienburg hält für die Jüngsten so manche Überraschung bereit. Dazu gehören wechselnde Ausstellungen, Märchentage, Schatzsuche oder Geister treffen. Noch bis zum 12. August 2018 heißt es auf der Burg: „Manege frei – Zirkusgeschichten in PLAYMOBIL“. Wie man dahin kommt? Natürlich mit der Erzgebirgsbahn. Der Haltepunkt Scharfenstein liegt unterhalb der Burg und ist in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Wanderung um Olbernhau Auf Schusters Rappen Wer die Region erkunden möchte, den bringt die Erzgebirgsbahn zu den schönsten Wanderstrecken. Denn Frühlingszeit ist Wanderzeit und da heißt es, hinaus in die Natur. Beispielsweise mit einer Erlebnis wanderung auf und um den Pöhlberg in Anna berg-Buchholz. Auf diesem Basaltberg befinden sich ein Aussichtsturm und ein Gasthof. Am Fuße des Pöhlberges lädt ein Tiergehege zur Stippvisite ein. Doch was wäre das Erzgebirge ohne seine Bergbautraditionen. Hier entführen zahlreiche Besucherbergwerke in die faszinierende Welt unter Tage. Sie lassen Berggeister auferstehen, laden zu Gaudi, Abenteuer und Spaziergängen in die Vergangenheit ein. Viele Bergwerke und Zeitzeugen von einst sind mit der Erzgebirgsbahn ganz bequem zu erreichen. Ab Chemnitz erreicht man in zirka einer Stunde Fahrzeit Olbernhau, auch Stadt der sieben Täler genannt. Beliebt sind die Wanderungen in den waldreichen Tälern oder auf die Erhebungen des Umlandes, z. B. den Schwartenberg. Thematisch ausgeschilderte Wege bieten Wissenswertes über die Region. Der Denkmalkomplex Saigerhütte liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Olbernhau-Grünthal entfernt. Hier können die Touren beginnen und auch enden. Wer sich eher für die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt interessiert, sollte dem Stadtmuseum im Rittergut unweit vom Markt einen Besuch abstatten. Vom Bahnhof Olbernhau bis in die Innenstadt sind es nur etwa zehn Gehminuten. Bahnfahren, wandern, erleben und wieder in die Erzgebirgsbahn einsteigen, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren. In Olbernhau gibt es gleich viermal Gelegenheit dazu – in Olbernhau- Grünthal, Olbernhau, Olbernhau West sowie im Ortsteil Blumenau. www.erzgebirgsbahn.de

WILLKOMMEN 13 Auf der Suche nach Wildkräutern und wilden Früchten macht sich Ines Schürer regelmäßig in die Natur auf. Foto: TVE/Bernd März Kräuter schmecken am besten, wenn sie frisch zubereitet genossen werden. Dabei helfen ein Mörser und ein Schälchen. Das Zerreiben der Kräuter setzt die Aromen am besten frei. Foto: istock.com/Marina Lohrbach WIE ES WÄCHST, WIE ES SPRIEST! Den Wildkräutern auf der Spur Die Natur wird ruhiger, die Landschaft deckt sich schlicht und unterstreicht doch die Schönheiten des Erzgebirges. Bärlauch und Brunnenkresse, Pimpinelle und Petersilie, Sauerampfer und Schnittlauch: Zarte Bergkräuter duften nicht nur. Sie sehen auch nicht nur zauberhaft aus. Sie sind vor allem gesund und so angesagt wie nie. Wer am Kochtopf etwas auf sich hält, schnippelt frische Kräuter ins Essen. Sie werden zu knackigen Salaten gereicht und in dampfende Suppen geworfen, sie gar nieren Fleischspezialitäten und bringen Tees und Liköre ihr charakteristisches Aroma. Ines Schürer kennt sich mit Kräutern bestens aus. Seit 21 Jahren arbeitet die Diplom-Biologin im Naturschutzzentrum Erzgebirge. Die gemeinnützige Einrichtung mit Hauptsitz in Dörfel bei Schlettau ist auch in Sachen Kräuter ein Anlaufpunkt. Denn hier sprießen Küchenkräuter im Garten. Informationstafeln erklären zudem über Geschmack und Verbreitung heimischer Kräuter auf. Wildkräuterwanderungen, Wildkräuter- und Wildfrüchtetage locken in den Sommer monaten die Besucher an. Und die erfahren von Expertin Wogende Kamille-Felder sind ein Paradies für Kräutersammler. Die Pflanzen eignen sich, um Tees, aber auch Kosmetik zu veredeln. Foto: istock.com/swkunst Ines Schürer: „Wildkräuter sind mehr als nur Bärlauch und Co.“ Einfühlsam und spannend vermittelt sie sinnliche Krauterfahrungen und lässt individuell geplante Kräuterwanderungen zu einem besonderen Erlebnis werden. Ines Schürer weiß aber auch: „Wer auf Krautsuche geht, sollte Mutter Natur nicht zerstören. Es hat niemand etwas dagegen, wenn die Pflanzen für den Eigenbedarf gepflückt werden. Aber ganze Bärlauchfelder in Wäldern absäbeln oder riesige Erdreichfetzen aus dem Boden reißen – all das ist tabu.“ Auch in ausgewiesenen Naturschutzgebieten und auf privaten Grundstücken darf nicht gepflückt werden. „Ansonsten aber“, so Ines Schürer, „können wir uns an der Pflanzenpracht bedienen und unser Leben damit aufwerten.“ Wo essbare Wildkräuter wachsen, welche von ihnen gesammelt werden können, wie man sie am besten erkennt und erntet und wie man sie in der Kräuterküche verwendet: Darüber informiert Ines Schürer ihre Besucher. Termine und Tipps Der Kräutermarkt Ein großer Kräutermarkt mit Händlern aus ganz Sachsen läuft am 29. April von 10 bis 18 Uhr in Thermalbad Wiesenbad. Unter dem Motto: „Kräuter mit allen Sinnen genießen“ sind die Besucher in den Kurpark und in die Kurparkhalle eingeladen. Der Kräuterschnaps Brände und Destillate sind aus Gebirgsregionen nicht weg zu denken. Das gilt auch für das Erzgebirge. Seit mehr als 100 Jahren gibt es beispiels weise die Kräuterlikörmanufaktur Hermann Uhlig in Schlettau. Im malerischen Schloss in der Gemeinde können die Besucher in einer Schauwerkstatt alles über die vielfältigen und nützlichen Wirkungen der Kräuter im Alkohol erfahren – und unter Anleitung selbst aktiv werden. Dank einer Auswahl unter den mehr als 50 angebotenen Kräuteressenzen dürfen die Gäste selbst zum Brenner werden. Die Kräuterweiber Die wilden Kräuterweiber sind im Gasthof Dittmannsdorf aktiv. Vom 17. bis zum 24. April laden sie zu ihren Kräuterwochen und kredenzen dann zu den „üblichen“ original erzgebirgischen Spezialitäten Gaumenerlebnisse mit vielen Kräutern. Unter anderem produzieren sie an diesen Tagen extra Kräuterbratwurst. Die Kräuter-Buchautoren „Kochbuch Silbernes Erzgebirge“ heißt der Schmöker, den Julia und Jan Kempe verfasst haben. In ihrem Restaurant im osterzgebirgischen Bärenfels zaubern sie unter anderem Bärenklau-Süppchen oder Kräuterlimonaden, wahlweise mit Holunder-Blüten oder Löwenzahn-Sirup.