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Willkommen im Erzgebirge | 03/2018

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22 FREIBERG Die große

22 FREIBERG Die große Silbermann-Orgel – Anziehungspunkt und Klangerlebnis zugleich. Foto: Otto Schroeder FREIBERG Die Kunst des Orgelbaus Dort, wo der Orgelbaumeister vor über 300 Jahren seine Werkstatt hatte, können heute Besucher in einer modernen Aus stellung seine Kunst kennenlernen und die faszinierende Königin der Instrumente erleben. Foto: Detlev Müller 40 Jahre lang hatte Orgelbaumeister Gottfried Silbermann (1683 – 1753) hier seine Werkstatt und schuf weltberühmte Orgeln, die bis heute Musikfreunde aus aller Welt in ihren Bann ziehen. In Freiberg sind allein vier seiner Orgeln erhalten: zwei im Dom St. Marien und die Orgeln der Petrisowie der Jakobikirche. 2017 eröffnete im Silbermann-Haus am Schloßplatz, wo der Meister vor 300 Jahren seine Werkstatt hatte, eine moderne Ausstellung. Hier können Besucher die Kunst des Orgelbaus kennenlernen und die faszinierende Königin der Instrumente auf vielfältige Weise erleben – sehen, hören und am spielbaren Orgelmodell selbst ausprobieren. Fester Termin ist inzwischen die OrgelNacht der Silbermann-Gesellschaft. Am 2. Juni ab 18 Uhr begibt sie sich auf die Pfade des Bergbaus. Renommierte Organisten an den berühmten Silbermann-Orgeln und die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft gestalten gemeinsam eine einzigartige bergmännische OrgelNacht. Vom 14. bis 17. Juni, wird der 40. Geburtstag der Silbermann-Tage mit einem Jubiläumswochenende gefeiert. Höhepunkt ist das Konzert des Windsbacher Knabenchors, der zum ersten Mal in Freiberg zu erleben ist. Bei der Abendmusik im Dom geben sich Preisträger des Internationalen Gottfried- Silbermann-Orgelwettbewerbs aus drei Jahrzehnten die Ehre. Der Dom St. Marien beherbergt neben einzigartigen Kunstschätzen wie der Goldenen Pforte oder der Tulpenkanzel gleich zwei der wertvollen Silbermann-Orgeln. www.silbermann.org www.freiberger-dom.de Die Ausstellung im Silbermann-Haus Silberner Klang, faszinierende Handwerkskunst – willkommen in der Orgelwelt Gottfried Silbermanns Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e. V. Schloßplatz 6 | 09599 Freiberg Telefon: 03731 7746505 | www.silbermann.org Freiberg · Am Dom 1 Telefon: (0 37 31)2 02 50 Öffnungszeiten: Die. – So. 10.00 – 17.00 Uhr Einlass bis 16.30 Uhr Das Ausstellungsangebot umfasst Freibergs Stadt- und Montangeschichte sowie wechselnde Sonderausstellungen. Führungen oder Besichtigungen mit Orgelspiel nach Voranmeldung, Museumskonzerte www.museum-freiberg.de

FREIBERG 23 Für die Einfahrt gut ausgerüstet. Auf Spezialtouren kann man unter Tage in die Geschichte des Altbergbaus eintauchen. Fotos (2): Malte Burkhardt FREIBERG Auf dem Häuerweg zum Silberbergwerk Neue Sonderführung des Fördervereins Himmelfahrt Fundgrube. Das Silberbergwerk Freiberg ist ein fester Bestandteil des Forschungs- und Lehrbergwerkes der TU Berg akademie Freiberg. Der Förderverein Himmelfahrt Fundgrube sorgt mit seinen Vereinsmitgliedern für den reibungslosen Betriebsablauf. An geboten werden neben den klassischen Untertageführungen auf dem Lehrpfad und in den Abbaubereichen der verschiedenen Perioden des Freiberger Erzbergbaus auch Sonderführungen, wie beispielsweise der Freiberger Sagenpfad. Die Wiege des sächsischen Erzbergbaus liegt in der Freiberger Altstadt. Nach Entdeckung der Erzlagerstätte zogen vor 850 Jahren Bergleute aus Goslar nach Christiansdorf, dem späteren Freiberg, und siedelten sich in der „Sächsstadt“ an. Anlässlich des Festjahres zum 850-jährigen Silberfund „Silberrausch Freiberg 2018“ hat der Förderverein Himmelfahrt Fundgrube für das Silberbergwerk Freiberg eine neue exklusive Sonderführung auf den Spuren des Freiberger Altbergbaus in sein Programm aufgenommen. Diese vereint erstmals und unmittelbar Elemente der Stadtgeschichte mit denen des überund untertägigen Grubenbau des historischen Freiberger Erzbergbaus. Beginnend auf dem Obermarkt führt der Weg durch die Altstadt entlang des historischen Häuerweges, auf dem die Bergleute über Jahrhunderte hinweg den Weg zur Arbeit gingen. Er endet auf der Grube „Alte Elisabeth“, die Teil der „Himmelfahrt Fundgrube“ ist. Die „Himmelfahrt Fundgrube“ war eines der ertragreichsten Grubenunternehmen im Freiberger Revier. Die „Alte Elisabeth“ ist die noch heute am besten erhaltene historische Bergbauanlage aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, deren übertägig gelegene Funktionsgebäude und Maschinen von der Zeit der Industrialisierung des Bergbaus zeugen. Diese historische Schachtförderanlage bildet den Ausgangspunkt für die Besichtigung der untertägigen Grubenbaue. Die Führung folgt hier den Erzgängen zu den Abbauorten des Altbergbaus in bis zu 90 Meter Tiefe. Nach der Ausfahrt erwartet die Gäste ein zünftiger 3-Gang-Tscherperschmaus in der Betstube der Schachtanlage „Alte Elisabeth“. An diesem Ort fanden sich ursprünglich die Bergleute zu christlichen Andachten zusammen. Ihre Gebete und Lieder wurden begleitet von der heute noch nutzbaren Bergmannsorgel, deren Spiel auch die Gäste des Silberbergwerkes genießen können. Zum Abschluss der Sonderführung werden so die traditionelle Frömmigkeit der Bergleute und deren gefahrvolle Arbeit im Bergwerk noch einmal un ­ mittelbar spürbar. Die Teilnehmerzahl der Sonderführung ist aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen auf jeweils 15 Personen beschränkt. Das neue Angebot des Fördervereins Himmelfahrt Fundgrube kann 2018 an vier Terminen gebucht werden und soll auch in den kommenden Jahren ein fester Bestandteil des Programms im Silberbergwerk Freiberg werden. www.silberbergwerk-freiberg.de