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Willkommen im Erzgebirge | 03/2018

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30 FLÖHA- UND

30 FLÖHA- UND ZSCHOPAUTAL Das Schloss und der Barockgarten Lichtenwalde sind seit Jahrzehnten ein Besuchermagnet. Foto: Schlossverwaltung/Dittrich Zu besonderen Anlässen kann man auf fein gewandete Menschen treffen, wie etwa vom Kostümtheater „Gnadenlos schick“. Foto: Ulli Schubert LICHTENWALDE Lustwandeln im Barockgarten Beim Barockspieletag kann man sich an ganz ungewöhnlichen Spielen vergnügen. Foto: Ulli Schubert Reizvolle Landschaften, Wasserspiele und Parkkonzerte beeindrucken die Gäste. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde Lichtenwalde, genauer sein berühmter Barockgarten, ein beliebtes Ausflugsziel. Vor allem aus dem nahen Chemnitz kamen die Sommerfrischler. Der Garten war ab 1730 auf cirka zehn Hektar angelegt worden. Er besticht neben seiner Gestaltung, unter anderem der Aufteilung in einzelne Gartenräume, vor allem durch die Wasserkünste. Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten wurden diese im Juni 1998 anlässlich der „Musikalischen Sommernachtsträume“ erneut eingeweiht. Denn außer den Pflanzen und den 335 historischen Fontänen sind es längst zahlreiche Veranstaltungen, die Menschen in den Barockgarten Lichtenwalde locken. Neben Parkführungen und sonntäglichen Parkkonzerten gehören dazu beispielsweise die Lichtenwalder Musiknacht mit einer Operettengala (in diesem Jahr am 4. August), das Barockfest, der Kunsthandwerkermarkt und das mittel­ sächsische Sängertreffen. Die Konzerte im Park haben eine lange Tradition. Mit dem Beginn der Schlossparkkonzerte – es spielten zunächst vor allem Militärkapellen auf – wurden die Besucher seit 1843 zunächst von den Pächtern des „Schlossgasthauses“, später von denen der „Parkklause“ gastronomisch betreut. Die „Herrschaftliche Schenke“, das heutige „Schlossgasthaus“ ließ Graf Watzdorf wie das Schloss und eine Brauerei zwischen 1722 und 1726 bauen. Seit einiger Zeit können sich die Besucher auch mit den Parkspielen vergnügen. Diese greifen sowohl die Idee des Spielens im Barock als auch die Tradition der erzgebirgischen Holzspielzeughersteller auf und sind lehrreich und unterhaltsam gleichermaßen. Aber nicht nur der Barockgarten bietet ungeahnt reizvolle Ein- und Ausblicke, sondern ebenso die Landschaft ringsum und natürlich das Schloss Lichtenwalde selbst. Hier präsentiert das Schatzkammer-Museum Exponate ferner Kulturen, die zum Teil mehrere tausend Jahre alt und von unschätzbarem kulturhistorischem Wert sind. Dazu zählen Kunst- und Ritualgegenstände aus Nepal und Tibet sowie Porzellane, Lackarbeiten, Möbel und Seidenstickereien aus China und Japan. Gezeigt werden Holz- und Keramikskulpturen, die vom vergangenen Ahnenkult und Geisterglauben in Westafrika zeugen. Die Sammlung deutscher Scherenschnitte aus drei Jahrhunderten zählt zu den größten und umfangreichsten in Deutschland überhaupt. Ein Besuch lohnt immer und erst recht zu „Nachts im Museum“ am 7. Juli 2018. Dann kann man die Museen am Abend erkunden, an Führungen teilnehmen und verschiedene musikalische Dar bietungen erleben. www.die-sehenswerten-drei.de Kunst-Handwerk-Industriekultur Im Mai 1994 wurde die Historische Schauweberei Tannenhauer in Braunsdorf, Technisches Museum und Denkmal der Architektur und Produktionsgeschichte, eröffnet. Seither hat sich manches getan in den Räumen, das Museum befindet sich mittlerweile in Trägerschaft der Gemeinde Niederwiesa und wird vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen gefördert. In den teilweise noch original erhaltenen Produk tionssälen kann man den gesamten Produk tionsprozess einer mit klassischer Technik produzierenden Weberei nachvollziehen. Außerdem werden natürlich einige der berühmten Stoffmuster aus der Weberei Tannenhauer präsentiert. In der ersten Etage des Museum, in der einstigen Abteilung Ausnäherei, hat die Galerie am Inselsteig ihr Domizil gefunden. Hier kann man wechselnde Ausstellungen besuchen. Museumsleiterin Angela Weigel (3. v. l.) bei einer Führung in der Schauweberei. Foto: Ulli Schubert

FLÖHA- UND ZSCHOPAUTAL 31 Historische Schauweberei Braunsdorf »Technisches Museum und Denkmal der Architektur und Produktionsgeschichte« Die Ausstellungsstücke zum Thema Alltag und Religion im Himalaya. Foto: ASL Schlossbetriebe gGmbH Schatzkammer-Museum Das Schatzkammer-Museum präsentiert Exponate ferner Kulturen, die zum Teil mehrere tausend Jahre alt sind. Dazu zählen Kunst- und Ritualgegenstände aus Nepal und Tibet sowie Porzellane und Seidenstickereien aus China und Japan. Gezeigt werden Holz- und Keramikskulpturen, die vom vergangenen Ahnenkult und Geisterglauben in Westafrika zeugen. „Den Göttern ganz nah“ – Alltag und Religion im Himalaya ist ein Thema. Die Belegstücke der Alltagskultur und der Religion im hinduistischen Nepal und buddhistischen Tibet wurden (wie auch die Kollektion „Zwischen den Welten“) von Dr. Walter Frank gesammelt und im Schloss zugänglich gemacht. Der Bereich „Mythos Ostasien“ zeigt Kostbarkeiten aus China und Japan, die 2005 als Schenkung des Sammlers Georg Brühl nach Lichtenwalde kamen. Unter dem Motto „Von China nach Europa“ dokumentieren Scherenschnitte aus drei Jahrhunderten das Kunsthandwerk, das vor 1.500 Jahren in Nordchina entstand und Mitte des 18. Jahrhunderts nach Deutschland gelangte. Man liebte hier die – mit der Schere frei geschnittenen – Porträtsilhouetten, bis sie ab den 1840er Jahren von der Fotografie verdrängt wurden. Die Ausstellung „Zwischen den Welten“ entführt nach Westafrika. Auf der Grundlage von Ahnenkult und Geisterglauben entwickelten sich Hochkulturen, deren Kunst und Ritualgegenständen in Europa bis Anfang des 20. Jahrhunderts jeglicher ästhetischer Wert abgesprochen wurde. Zu sehen sind expressive Skulpturen, Tiermasken, Grabbeigaben und sonstige Gebrauchs- und Ritualgegenstände. In der ca. 1800 erbauten Textilfabrik befi nden sich teilweise noch original eingerichtete Produktionssäle der ehemaligen Weberei Tannenhauer. Erleben Sie, wie historische Schönherr-Webmaschinen tausende Einzelfäden in fi ligrane Biedermeierstoffe verwandeln – exakt gesteuert von den Vorgängern heutiger Computer. ■ April – Oktober jeden 4. Sonntag 11 Uhr »Weben erleben...« öffentliche Führung und Vorführung der historischen Textilmaschinen. ■ 12. / 13.05.2018 »Europäische Museumsnacht / Internationaler Museumstag« ■ 09.09.2018 »Tag des offenen Denkmals« Inselsteig 16 | 09577 Niederwiesa OT Braunsdorf Telefon 037206 899 800 | tourismus-kultur@niederwiesa.de | www.historische-schauweberei-braunsdorf.de Gräflicher Speisesalon Harraskeller Restaurant Terrasse Wintergarten Restaurant täglich ab 11 Uhr geöffnet Montag Ruhetag www.restaurant-vitzthum.de Schloßallee 1 • 09577 Lichtenwalde • Tel.: 037206 89 18 98 • Fax: 037206 89 13 87 • E-Mail: info@restaurant-vitzthum.de ParkgaststätteimBarockgarten ■ Parkgaststätte 30 Plätze ■ Konzertplatz 600 Plätze April – Oktober Mo. – So. 10 – 18 Uhr November geschlossen Dezember – März Sa. & So. 10 – 17 Uhr Pächterin Corinna Spor Telefon: 037206 - 880588 Fax: 037206 - 880680 www.parkgaststätte-lichtenwalde.de