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Willkommen im Erzgebirge | 03/2018

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34 THARANDTER WALD

34 THARANDTER WALD Idylle pur – und das zu jeder Jahreszeit erlebbar. Fotos (2): FVA Rabenau Konfessionsdenkmal am Aussichtsturm König-Albert-Höhe mit Blick auf die Große Kreisstadt Freital. RABENAU Ein Mekka für Wanderer und Kleinbahnfans Die Region um Rabenau ist insbesondere für Wanderfreunde wie geschaffen. Dabei können sich die Besucher nicht nur auf Schusters Rappen bewegen, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten besuchen und dabei auch klären, wo der „alte Neck“ gewohnt hat. Alle, die schon einmal zu Gast waren, wissen , dass er im Nixentump gehaust haben soll. Und das ist nur einer von mehreren sagenumwobenen Plätzen, die im Rabenauer Grund zu entdecken sind. Aber nicht nur der Rabenauer Grund, sondern auch die wald- und wiesenreiche Gegend rund um Rabenau lädt zu interessanten Wanderungen in ruhiger reizvoller Natur mit faszinierenden Aussichten und malerischen Landschaften ein. Ein besonderer Tipp dabei ist der 21,3 Kilometer lange Rundwanderweg Rabenau. Alle Radfans werden rund um Rabenau schon einmal ins Schwitzen kommen, denn Berg und Tal wechseln sich ab. Ein Besuch des Deutschen Stuhlbaumuseums sollte bei einem Ausflug nach Rabenau auf jeden Fall eingeplant werden. Neben einer sehenswerten Sammlung von historischen Stühlen und Darstellungen zum traditionellen Stuhlbau, bietet es eine liebevoll gestaltete Ausstellung zur Heimatsammlung der Stadt, die durch die über 400-jährige Tradition des Stuhlbauerhandwerks geprägt wurde. Weiter hin ist ein Maschinenraum aus dem beginnenden 20. Jahrhunderts im Original zu sehen. Das Deutsche Stuhlbaumuseum ist aber auch ein echter Geheimtipp für gute Sonder- und Wechselausstellungen mit interessanten Themen. Für alle Eisenbahnfans und natürlich auch für alle anderen Gäste ist eine Fahrt mit der Weißeritztalbahn empfehlenswert. Sie ist Deutschlands älteste öffentliche in planmäßigem Betrieb befindliche Schmalspurbahn. Sie zuckelt vergnüglich durch den Rabenauer Grund bis ins Osterzgebirge. Und wer einmal in der Gegend Station gemacht hat, sollte auf jeden Fall den Aussichtspunkt auf der König-Albert-Höhe erklimmen. 2017 neu gestaltet, lädt er zum Innehalten ein. Neben der großartigen Aussicht können hier die Wanderer auch faszinierende Sonnenuntergänge beobachten. www.rabenau.net Auf dem Rundwanderweg Rabenau… ... genießen Sie malerische Ausblicke, entdecken landschaftliche Vielfalt, spüren historische Plätze auf, verweilen inmitten herrlicher Natur und tanken Kraft für alle Aufgaben des Alltages. Informationen zu Rabenau erhalten Sie im Fremdenverkehrsamt Rabenau: Markt 3, 01734 Rabenau Tel. 0351 6498226 fremdenverkehrsamt@stadt-rabenau.de www.stadt-rabenau.de Schellerhau Bild: © privat Natur- und Wanderfreunde willkommen! Mai – Kräuterwanderung mit der Semmelmilda September immer mittwochs 10:00 Uhr 15.06 – 17.06. 475 Jahre Schellerhau – Festwochenende 01.07. Botanisches Gartenfest im Botanischen Garten 26.08. Kräuterfest im Botanischen Garten Information und Buchung: Fremdenverkehrsverein Schellerhau · Hauptstraße 62 a 01773 Altenberg / OT Schellerhau Telefon: 01 73 / 3 81 84 78 · 03 50 52 / 6 32 40 Internet: www.schellerhau.de

OBERES MULDENTAL 35 Ortschronist Heinz Lohse gestaltet thematische Führungen durch das Ausflugsgebiet Oberes Muldental. Foto: Christof Heyden RECHENBERG-BIENENMÜHLE Auf den Spuren der Ritter, Fischer und Flößer Das obere Muldental wird von fitnessorientierten Touristen als reizvolles Ausflugsziel geschätzt. Rechenberg-Bienenmühle gilt mit seinen Ortsteilen Holzhau und Clausnitz zu jeder Jahreszeit als Ziel für erlebnisreiche Ausflüge. Besonders Wintersportler bestimmen zur schneereichen Jahreszeit das Gemeindebild. Bedeutet der Fremden verkehr unterdessen ein wichtiges Standbein für den Ort, weiß Heinz Lohse als geschichtsinteressierter Einheimischer von Berufsgruppen zu erzählen, die einst dem wirtschaftlichen Werdegang entscheidende Impulse verliehen. Regelmäßig ist er mit Besuchern auf den Spuren der Ritter, Fischer und Flößer unterwegs. „Ich lade Gäste ein, auf einem Rundgang durch Rechenberg-Bienenmühle unsere Ortgeschichte kennen zulernen“, sagt der Chronist. Und der weiß Geschichten zu erzählen. Als beispielhaft gilt seine Zusammen arbeit über den Grenzbach hinweg, mit böhmischen Partnern hat er die touristische Infra­ struktur, so thematische Wanderwege, zu entwickeln geholfen. Dazu zählt auch ein zweisprachiger Gästeführer. „Ritter waren es, die unsere Region einst besiedelten“, sagt der Fachmann. Im Ortskern mit Kirche und Rathaus ragt der Bergsporn der Burgruine Rechenberg eindrucksvoll hervor. „Der Name Rechenberg verweist auf den Heurechen aus dem Wappen der Familie zu Hrabischitz, die von ihren böhmischen Ursprungsorten aus vordrangen. Die Burg Rechenberg mit ihrer Wehranlage diente etwa ab 1235 als Sitz der Rechenberger, wenn man Hrabischitz eindeutscht.“ Später waren die Familie Schönberg Herr auf Burg Rechenberg, 1647 erwarb der sächsische Kurfürst Johann Georg I. den Flecken, den er in den Stand eines kurfürstlichen Kammergutes erhob. „Und aus dem Revier ging frischer Fisch an den Hof der Fürsten. Unter Aufsicht eines Amtsfischers wurden die Flossentiere gezüchtet und gefangen“, hat Heinz Lohse recherchiert. „Nachts ging es von Rechenberg aus auf die 53 Kilometer lange Tour in die Elbmetropole. In den auf Fuhrwerken aufgestellten Bottichen wurden die lebenden Fische transportiert. Damals kannte man noch kein Kühlsystem. Also wurde nach Sonnenuntergang gefahren, damit die wertvolle Ware nicht bei Hitze verdarb.“ Der Standort rückt auch Dank süffigen Trunks ins Blickfeld: „Im Jahr 1558 wurde die Brauerei Rechenberg von Caspar VI. von Schönberg gegründet“, so Heinz Lohse. Und der nennt die Flößer als eine weitere die Region prägende Berufsgruppe. „Wir wissen, dass um 1438 die ersten Baumstämme auf der Mulde geflößt wurden.“ Vor allem Freiberg gierte bergbaubedingt nach Holz. „Die Stadt war gezwungen, ihren Holzbedarf für das Brauen, Backen und die Hausfeuerung zu decken und sich neue Quellen zu sichern. Und da wurde das Muldental interessant, Dank des Wassers konnte man dieses Material herantransportieren“, so der Rechenberger. Noch heute sind bauliche Gegebenheiten von einst zu sehen. Beispielsweise die Reste der einstigen Neugrabenflöße. „Damit verband man den Flusslauf der Flöha bis zur Freiberger Mulde, um das Transportnetz auszubauen.“ Da die Flößeraktivitäten an Schmelzwasser gebunden waren, halfen Teiche entlang der Mulde und in den Seiten tälern, bei zu wenig Wasser, die Menge für den Transport zu regulieren. Von diesen Aktivitäten berichtet beispielsweise noch das heutige Teichhaus. „Und auch das von uns als Vereinsdomizil genutzte Flößerhaus stammt aus diesen Zeiten.“ Die Flößerei sei Schwerstarbeit gewesen. „Überlieferungen berichteten, dass man binnen der etwa zwei veranschlagten Flößerwochen Tag und Nacht je sechs Stunden im Akkord arbeitete. Das in Stücke gespaltene Holz wurde ins Wasser geworfen.“ Auch Holzhau kommt so zu seinem Namen. „An diesem Flecken siedelten sich viele Scheitschläger, also Holzfäller an.“ Mit der Planung der Eisenbahn durch das Tal der Freiberger Mulde über den Erzgebirgskamm bei Moldau war der Niedergang der Flößerei vorprogrammiert. „Nach 436 Jahren endete das Kapitel der Muldenund Neugrabenflöße. Im Frühjahr 1874 wurde zum letzten Mal geflößt“, blickt Heinz Lohse zurück. Wandergebiet am Kammweg Erzgebirge – Vogtland Rechenberg-Bienenmühle Holzhau & Clausnitz Gemeinde Mulda Hauptstraße 59 · 09619 Mulda / Sa. Telefon: 03 73 20/86 8-0 Fremdenverkehrsamt: Rechenberg-Bienenmühle · Holzhau & Clausnitz An der Schanze 1 • 09623 Rechenberg-Bienenmühle Telefon: 037327/83 30 98 • Fax : 037327/12 25 www.fva-holzhau.de • info@fva-holzhau.de Foto: © Detlev Müller www.erlebnisbad-mulda.de Eppenflußweg 1, 09619 Mulda / Sa. Telefon: 03 73 20 / 87 20 · Haus des Gastes · Erlebnisbad · Wanderwege, Radwege, Reiterhöfe gemeinde@mulda.de · www.gemeinde-mulda.de 52 Zimmer (Du/WC, Farb-TV, Radio, Minibar, Telefon und Fön), Restaurant, Biergarten, Kaminzimmer, Seminarräume, Dampf-, Trocken- und Kräutersauna, Solarium, Ayurveda- Wellnessabteilung und Kegel- und Bowlingcenter ANGEBOT: Sommertraum Familien Spezial 3 Ü/DZ/HP p.P 170 EUR, 7 Ü/DZ/HP p.P 338 EUR Gratis: 1 Teilmassage (nur bei 7 Ü pro Vollzahler) 1 Stunde Kegel- oder Bowlingbahnnutzung (pro Zi.) Naturhotel Lindenhof Mirko Zimmermann • Bergstraße 4 09623 Rechenberg-Bienenmühle OT Holzhau Telefon: 037327-820 • Telefax: 037327-7395 Internet: www.lindenhof-holzhau.de E-mail: info@lindenhof-holzhau.de