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Willkommen im Erzgebirge 2017

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10 WILLKOMMEN TRADITION

10 WILLKOMMEN TRADITION ERLEBEN DasHabit – seit 1831 unverändertimTrend TextileKostbarkeiten zieren die Bergleutenoch heutebei den Bergparaden. Tausende vonBesuchern zieht es in der Adventszeit zu den stimmungsvollen Bergparaden ins Erzgebirge.Esist ein Augenschmaus, die Bergmänner der Berg­ undHüttenvereine vorbei ziehen zu sehen. Schon vonWeitem erkennt man sie an den aufwendig verzierten Paradehabits –den Uniformen, die sie bei den Bergaufzügentragen. Kennern vomFach verraten Farben und Formen, in welchem Bergrevier sie zu Hause sind. Einer,der sich damit genau auskennt,ist Klaus­JürgenSeiler.Aus seiner Hand stammen vieleder hochwertigen Uniformen. Mitten in der Bergstadt Marienberg betreibt Klaus­JürgenSeiler im Elternhaus mit Sohn Markus und Ehefrau Theaseit 40 Jahren seine Maßschneiderei mit Ladengeschäft. 1977 gegründet,entwickeltesich der Familienbetrieb zu einem modernen Dienstleister in Sachen Bekleidung –und dasvon der Maßschneiderei über Landhausmode bis zumeigenen Stickservice. Unterstützt werden Klaus­Jürgenund Markus Seiler dabei durch modernsteComputersoftwareinden Bereichen der Schnitterstellung und der Stickerei. Dadurch konnten sie schon die verschiedensten Vereine und Musikgruppen einkleiden. Selbst das kleinste Detail muss stimmen Seit Bestehen stellt die Maßschneiderei auch Trachtenkleidung und historische Uniformen für Traditionsvereine sowie für Bergknapp­ und Bergbrüderschaften her. „Das Habitder Bergleutewirdoriginalgetreu bis ins kleinsteDetail hergestellt. Um dies zu realisieren, forschten wir nach Zeugnissen der Vergangenheit. In den historischen Kupferstichen der Berg­ undHüttenleutevon 1831fanden wir eine gute Grundlage. Selbstverständlich arbeiten wir auch nach individuellen Vorlagen“, betont der Schneidermeister.Ein Renner vonKlaus­Jürgen Seiler ist der FreibergerBergkittel –ein Kleidungsstück für besondere, festliche und offizielle Die Bergleute inder Parade sind immer wieder ein imposanter Anblick. Foto: Ilka Ruck Anlässe.Erwirdaus schwarzenTuchloden gefertigt und ist reichlich verziert mit schwarzenKnöpfen, Samt und Schnüren. So wirkt er schlicht und besticht durch seine Eleganz. Getragen wirder gern vonProfessoren, Landräten, Bürgermeistern und leitenden Angestellten verschiedener Bergbaubetriebe.Seine Herstellung unterliegt ebenso einer Trachtenordnung wie die des Berghabits. DIE RÄUMLICHKEITEN UNSERES GASTHOFES täglich ab 11.00 Uhr geöffnet |Mo−Do: von 14−17 Uhr geschlossen Mit einem herzlichen „Glück Auf“ begrüßen wir Sie in der Brauerei Zwönitz, gegründet 1997. Unsere Erlebnisgastronomie bietet Ihnen deftige und erzgebirgischeSpeisen, zu genießen in urig rustikaler,gemütlicher Atmosphäre. So können Sie uns erreichen: Brauerei Zwönitz Dominik Naumann Grünhainer Straße 15 08297 Zwönitz /Erzgebirge Telefon 03 77 54 /59905 Fax 03 77 54 /599 06 kontakt@brauerei-zwoenitz.de LASSEN SIE SICH IN DIE RUSTIKALE WELT DER BIERBRAUKUNST &ERZGEBIRGISCHEN SPEZIALITÄTEN ENTFÜHREN. Besuchen Sie uns auch im Webunter: www.brauerei-zwoenitz.de www.facebook.com/brauerei.zwoenitz

WILLKOMMEN 11 Markus Seiler tätigt die letzten Handgriffeaneinem Freiberger Bergkittel,getragen von Klaus-Jürgen Seiler. Foto: Ilka Ruck Die Hierarchie macht das Habit aus Mit der Trachtenordnung kennen sich die Seilers bestens aus. Schließlich haben sie zahlreiche Vereine und Knappschaften eingekleidet. Bei den Paraden wird esersichtlich, wie unterschiedlich sich die Bergmänner präsentieren. Je nach Herkunft und Tätigkeiten variieren die Habits. Dies reicht von der prächtigen Uniform des Oberberghauptmanns mit Samtjacke und Samthut und den vielen Stickereien bis hin zum Steiger und dem viel schlichteren Habit des Hauers. Bei Trachten­Seiler ist jedes Stück ein Unikat und maßgeschneidert. Sogar die Hüte fertigen die Meister selbst. Jede Brüderschaft hat je nach Berufsgruppe einen anderen Federbusch. Markus Seiler bestickt die Hüte mit den kunstvollen, individuellen Symbolen der verschiedenen Bergbrüderschaften und Vater Klaus­Jürgen Seiler fertigt Jacke, Weste, Arschleder, Kniebundhose, Knieleder und Gamaschen. Als ganz besonderer Schmuck werden am Ende die individuellen Knöpfe, das Samtband, die Kordeln und Franzen angenäht. Alles natürlich handgemacht. Die typische bergmännische Tracht Bei der Arbeit trug der Bergmann des Mittelalters die Tracht der jeweiligen Region –Grubenhose, Schuhe und Kittel.Erstnach und nach bildetesich durch die Hinzunahme vonunverwechselbaren bergmännischen Elementen wie Arschleder,Kniebügel,Fahrhaubeoder ­kappe (später Schachthut), dem für die Arbeit benötigten Gezäh, also Fäustel, Eisen, Keile, Keilhaue,Kratze, Schaufel,Brecheisen/ Brechstange, Schlägel und Bergeisen oder Zimmermannsbeil und dem Grubengeleucht (oft eine Froschlampe), die typische bergmännische Tracht heraus. Fürdie einzelnen Berufsgruppen gabes spezifische Elemente. Der Steiger trug dasSteigerhäckel,ein einfacher Häuer ein Grubenbeil.Der MarienbergerBergmeister vonTrebraführte1769in Sachsen dasTragendes schwarzenBerghabits ein. Traditionell frisch ECHTE FLEISCH-&WURSTWAREN AUSDEM ERZGEBIRGE