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Willkommen im Erzgebirge 2017

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8 WILLKOMMEN INTERVIEW

8 WILLKOMMEN INTERVIEW MIT LANDRAT A.D. VOLKER UHLIG Landrat a.D.Volker Uhlig ist Erzgebirgermit Leib und Seele. Der Freibergersetzt sich seit Jahren dafür ein, dass der Welterbeantrag für die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ein Erfolg und dasErzgebirge auf der UNESCO­Welterbeliste eingeschrieben wird. Der in der FreibergerRegion Geborene steht zudem dem Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. für den Landkreis Mittelsachsen vor. Von Ilka Ruck Hier lebt ein Menschenschlag der nicht sofortaufgibt „Weil die Montanregion in unserer Region seit dem Mittelaltereine Schlüsselrollespielt und die Entwicklung vonWissenschaft,Kunst und Kultur damit zusammenhängt.Der Bergbau hat die Region grenzübergreifend geprägt. Nicht umsonst heißtes: Alles kommt vomBergwerk her.Der Bergbaumit seinem Hüttenwesen hat dasgesamte öffentliche Leben positiv beeinflusst und alles nach vorn gerückt.“ Volker Uhlig am Schacht „Alte Elisabeth“, der historischen Bergbauanlage in Freiberg. Foto: Ilka Ruck Ein solches Vorhaben braucht viele Unterstützer. Wer gehörtalles zum Verein WelterbeMontanregion Erzgebirge e. V. und wastut er? „Mitglieder des Welterbevereins sind die Landkreise Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz­Osterzgebirge sowie 32 Städte und Gemeinden. Der Verein bildet seit 1.1.2016 die Trägerstruktur für dasUNESCO­ Welterbe­Projekt und verantwortetden Schutz, Erhalt und die Weiterentwicklung des künftigen Welterbes mit seiner erfolgreichen regionalenKooperation. Vorsitzender des Vereins ist der Landkreis Mittelsachsen.“ Warum ist es Ihnen so wichtig, dass das Erzgebirge auf die UNESCO-Welterbeliste kommt? Was bringt es den Erzgebirgern auf der Welterbeliste zu stehen? „In erster Linie Stolz! Wir sind nicht nur eine Generation die Männel schnitzt und auch nicht nur das ‚Weihnachtsland’.Dieses grenzübergreifende Projekt hat Vorbildwirkung für ganz Mitteleuropa. Dabei spielen Wissenschaft und technische Entwicklung eine große Rolle. Es spielt mit rein, dass die ersten Erkenntnisse über umweltschädliche Entwicklungen und dasStreben nach Nachhaltigkeit viel mit dem Bergbau zu tun hatten. Auch kulturhistorisch sind Bergbau und Montanwesen involviert. Das reicht vomstädtebaulichen Wirken bis hin zurKirchenmusik und weiter bis zurBergakademie.Fastallegroßen und genialenDinge wurden in den Zeitepochen des Bergbaues aufgeschlagen.“ DerWelterbeverein musste den Antrag mehrmals verändern und am Ende die Elemente zusammenfassen. Aufgeben warnie Ihr Ding. Wie habenSie das geschafft? „Das hatnatürlich mit dem Menschenschlag zu tun, der nicht sofort aufgibt.Die Erzgebirgerwaren schon immer fleißig und es ist bewundernswert, mit welcher Zähigkeit sie auf der Suche nach den unterschiedlichen Erzen im Gebirge waren. Sie haben es zudem verstanden, periodisch auftretende Notzeiten zu überbrücken. Das istunser Ursprung, daskommtvon unseren Vorfahren her und darauf können wir gewissstolz sein!“

WILLKOMMEN 9 UNSERE BERGE SIND SOGAR VON INNEN SCHÖN Das Erzgebirge auf demWeg zum UNESCO-Welterbe! Wer im Erzgebirge unterwegs ist, dem begegnet bergmännisches Brauchtum auch heute noch allerorten. Nirgendwo in Deutschland gibt es heute so viele Sachzeugen des Bergbaus, faszinierende Bergstädte, prächtige Kirchen, Stollen und Kunstwerke mit bergmännischem Bezug wie im Erzgebirge. Sie bilden im Zusammenhang eine europaweit einzigartige, 800-jährige Kulturlandschaft, derentwegen die Region den UNESCO- Welterbe-Titel anstrebt. lljährlich nden am ersten uniwochenende die „Bergbau Erlebnistage Erzgebirge/ Krunoho statt, wo in der gesamten Region Wanderungen durch die Montanlandschaft, bergbauliche Führungen über und unter Tage sowie Veranstaltungen in Bergstädten einladen, die Erlebnisheimat zu entdecken. www.erzgebirge-tourismus.de