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Willkommen im Erzgebirge | 2018 Herbst-Winter

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12 WILLKOMMEN Die

12 WILLKOMMEN Die Menschen grillen gern, auch im Erzgebirge. Gesellige Abende sind hier immer Tradition. Foto: Shutterstock/©Photographee.eu Im Mai und Juni: Da ist Kräuterzeit. Mit Heu­, Wild­ und Wiesenkräutern werden die Gerichte verfeinert. Seit Jahrhunderten werden Kräuter vonden Erzgebirgern als preisgünstige Zutat geschätzt. Wachsen sie doch auf den vielen Bergwiesen und in den Tälern vor der Haustür. Auch für mancherlei Heilanwendung sind auf den artenreichen Wiesen des Erzgebirges feine Kräuter zu finden. Im Juli und August: Da grillt der Erzgebirger–wie Millionen andere Deutsche auch. Auf den Rost kommt heimisches Viech und dazugibt es beerenstarkeLeckereien. Das Grillen ist eine der ältesten Zubereitungsarten überhaupt.Esgibt doch nichts Schöneres, als wenn es inmitten der Familie und vonFreunden so richtig schön naabelt?Schwein, Lamm, Ziegeund Geflügel werden mit Saucen, Dips, Gemüse und Salatveredelt.Das erzgebirgische Bier wirddabei natürlich in erster Linie zumLöschen des Durstes verwendet. Im September und Oktober: Da kommt Frisches aus Wald,Feldund Flur auf die Teller.Kurfürst August hat es vorgemacht und seine barocken Festgesellschaften mit Wildspezialitäten satt gestellt.Die Herbstmonatesind sozusagen das Wir machen den besten Hackepeter der Welt. ECHTE FLEISCH- UND WURSTWAREN AUSDEM ERZGEBIRGE

WILLKOMMEN 13 I­Tüpfelchen der Erzgebirgischen Küche.Denn die Natur bietet jetzt in FüllealleZutaten für die traditionellen Rezepturen. Kartoffeln, Pilze,Äpfel, Getreide und Wildfleisch aus heimischen Wäldern werden aufgetischt. Vonden Köchen wohlgehütete und zumTeilüber Generationen überlieferte Rezeptesind ein lukullischer Genuss, wie er ursprünglicher kaum sein kann. Im November und Dezember: Da kommt die Gans groß raus. Und zurdeftigen Geflügelküche gesellen sich die süßen Versuchungen des Weihnachtsgebäcks. Gerade der kalteWinter hat im Erzgebirge einebesondereBedeutung. Draußen wirdesruhiger,drinnen im Stübchen ist es warm und gemütlich. Eine vorweihnachtliche Tradition im Erzgebirge sind die Hutzen­Nachmittage oder Hutzen­Abende.Eingeläutet wirddie kulinarische Winterzeit mit dem Martinstag unddem traditionellen Gänse­Essen. Wereine frische Gans beim Bauern erstehen kann, schätzt sich besondersglücklich. Das Neunerlei oder Neinerlaa und der erzgebirgische Stollen sind die symbolträchtigsten Weihnachtsspeisen. Beim Neunerlei werden neun Speisen zu einem Festessen kombiniert,wobei jede ihreeigene Bedeutung hat.So stehen zumBeispiel Fleisch mit Klößen für Wohlstand und Linsen für Segen und kleines Geld. Der Stollen symbolisiert dasinweiße Tücher gewickelteChristkind. Wir leben nichtumzuessen, sondern wir essen um zu leben. Der Stollen wird zurWeihnachtszeit auf denTisch gebracht. Das zuckerummantelteGebäck erinnert an das gewickelteChristkind. Foto:iStockphoto.com/©GreenArtPhotography (Sokrates) Hier hatdas Erzgebirge richtig Biss! Der Landesverband Sächsisches Obst weiß es genau: Äpfel wachsen in Sachsen auf etwa 2.301Hektar.ImVorjahrwurden vonden knackig saftigen Früchten durch die Frosteinwirkung im Frühjahr nur 69.494 Tonnen im Land geerntet. Ende August eröffneteder Staatssekretär vom Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft,Dr. Frank Pfeil,gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes „Sächsisches Obst“e.V.,Gerd Kalbitz, die diesjährigeApfelsaison in Sachsen in BecksObstscheune im Osterzgebirge.Der ObstbauinSachsen umfasst eine Fläche vonetwa 3.522Hektar.ImWesentlichen sind dasetwa2.301 Hektar Äpfel und etwa463 Hektar Sauerkirschen. Des Weiteren werden Süßkirschen, Pflaumen, Birnen und Beerenobst angebaut.„In diesem Jahr erwarten wir eine etwas unterdurchschnittliche Erntevon etwa 80.810 Tonnen der schmackhaften Früchte“,soKalbitz. Der Erwerbsobstbau wirdinSachsen hauptsächlich von44größeren Betrieben durchgeführt. Als Innovation stellteder Landesverband Sächsisches Obst in diesem Jahr Papiertragetaschen aus Graspapier vor. Das seieine neuartige, umweltschonende und besondersnachhaltigeVerpackung die zukünftig Plastikbeutel ersetzen könnte. Im neuen Graspapier werden zusätzlich zumHolzzellstoff 50 Proznet Frischfaser aus sonnengetrocknetem Gras verwendet,die ausschließlich in Deutschland aus dem nachwachsenden Rohstoff gewonnen wird. Im Vordergrund steht dabei die Herstellung eines kostengünstigen Frischfaserzellstoffsunter möglichst geringer Umweltbelastung. Diese beruht auf einem verschwindend niedrigen industriellen Wasserbedarf (weniger alsein Liter proTonne Graszellstoff,verglichen mit mehreren tausend Litern Wasser proTonne Holzzellstoff), einer massiven Energieersparnis vonbis zu 80 Prozent proTonne Frischfasermaterialund dem kompletten Verzicht auf Prozesschemikalien. Knackig und mit Biss: So präsentiert sich das Obstland Sachsen. Foto: iStockphoto.com/©aaron007