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Willkommen im Erzgebirge | 2018 Herbst-Winter

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24 AUE, SCHNEEBERG,

24 AUE, SCHNEEBERG, SCHWARZENBERG &UMGEBUNG Manchmal erzählen die Lüftlbilder kleine amüsante Geschichten und einige sogar Geschichte. Ganz oft sind diese Lüftlbilder Liebeserklärungen an die Heimatstadt oder ans Erzgebirge. Soist es auch bei Familie Strauß in Lößnitz. An dem Katrin Strauß liebt das Lüftlbild an ihrem Elternhaus in Lößnitz. Foto: Carsten Wagner LÖSNITZ Familiengeschichte an der Hauswand Lüftlbilder sind eigentlich in Bayern und Österreich beheimatet.Doch seit etlichen Jahren nimmt die Zahl der bunter Bilder an Hausfassaden immer mehr zu. Haus von Familie Strauß an der Rudolf­Weber­ Straße dominiert der markante Turm der evangelisch­lutherischen Johanniskirche. Matthias Nestler aus Geyer hat ihn in seinem Bild wunderbar in Szene gesetzt. Gerade zum Salzmarkt oder in der Advents­ und Weihnachtszeit, wenn Lößnitz von vielen Gästen besucht wird, ist die Resonanz auf das Lüftlbild besonders groß –dawerde es bestaunt und immer wieder gelobt. Kein Wunder, denn das Haus steht nahe am historischen Stadtkern. Das Lüftlbild war ein lang gehegter Wunsch. Seit 2013 ziert das Motiv das Gebäude, indem drei Generationen wohnen. „Mein Papa Steffen wollte schon seit vielen Jahren ein Bild amHaus haben“, erzählt Katrin Strauß. Steffen Strauß hatte nur einige wenige konkrete Vorstellungen, wie das Bild aussehen sollte. Demnach sollte eseine Art Schwibbogen sein. Im unteren Bereich sollte ein Bergwerk die Blicke auf sich ziehen. Einerseits ein Verweis auf die Bergbautradition im Erzgebirge, andererseits im Fall der Lößnitzer ein Stück Familiengeschichte. Steffen Strauß und sein Vater waren selbst Bergleute. Für den so genannten tragenden Bereich des Bildes sollte esallerdings eine Lößnitzer Stadtansicht sein. Künstler Matthias Nestler hat sich erkundigt und Lößnitz genau studiert. Erstellte der Familie zunächst seinen Entwurf vor und ist damit auf große Begeisterung gestoßen. Seit fünf Jahren erfreut dasBildnicht nur die Eigentümer,sondern auch die Lößnitzer Gäste. „Wir sind sehr familienverbunden, und dasBild spiegelt ein bisschen Familiengeschichtewider“, zeigt sich Katrin Strauß stolz. 328. Lößnitzer Weihnachtsmarkt 14. – 16. Dezember 2018 Freitag, 14. Dezember 16:00 Uhr Mettenschicht am Oberen Reichenbachstollen im Kuttengrund, Lößnitz 18:10 Uhr „Sternenmarsch“ – Kinder der Lößnitzer Kindereinrichtungen bringen das Licht in die Stadt Samstag, 15. Dezember 18:15 Uhr „Weihnachtskonzert“ mit den Bergsängern Geyer und „Blechbläserweihnacht im Erzgebirge“ mit den Bernsdorf Brass Sonntag, 16. Dezember 17:00 Uhr Großer Bergaufzug – Übertragung auf der Videogroßleinwand! 18:00 Uhr Weihnachtskonzert in der St. Johanniskirche Lößnitz

RUND UM DEN AUERSBERG 25 Bernd Gündel vom städtischen Bauhof sorgt für perfekte Loipen. Foto: Katja Lippmann-Wagner AUERSBERGREGION Schneesicheres Langlaufparadies Winter im Erzgebirge –eskann kaum etwas Schöneres geben. Der Wald liegt tief verschneit, die Sonne blinzelt zwischen den Bäumen hindurch und die Sicht ist klar. An solchen Tagenlohnt es sich, die Ski zu schnappen und einfach loszuziehen. Es mussdabei nicht unbedingt Ski­Alpin sein, auch im großen Loipennetz des Erzgebirgeswartet viel Spaß auf Schneefans oder Wintersportfreunde. Ein Mussfür jeden Langlauffreund ist dabei die Kammloipe Erzgebirge­Vogtland, die sich von Landschaftgenießer und Sportambitionierte kommen in Johanngeorgenstadt gleichermaßen auf ihre Kosten. Foto: Carsten Wagner Johanngeorgenstadt bis Schöneck erstreckt.Wer sie vonAnfang bis Ende abfahren will,der legt 36 Kilometer zurück.Sie gilt alseine der schönsten Langlaufstrecken in ganz Deutschland. Entlang der Streckegibt es Anschlussloipen, so dass man an verschiedenen Stellen in die Kammloipe einsteigen kann. Je nach Lust und Laune wählen Wintersportler zwischen leichteren Abschnitten oder suchen auch die große Herausforderung. Selbst an die Skimagistrale Erzgebirge gibt es Anschluss–reizvoll also für Skilanglauffreunde. Die Kammloipe punktet mit Schneesicherheit und vorallem mit wunderbaren Aussichten. Auf den schmalenBrettern geht es durch traumhafteWaldabschnitte. Begleitet werden die Sportfreunde von einer zauberhaften Ruhe,inder es ganz einfach ist, dasAlltagsgrau zu vergessen, dem stressigen Berufsleben zu entfliehen. Damit die Besucher auch weiterhin über die Fernloipe schwärmen, legensich alle Anrainer­Kommunen, darunter Eibenstock, Morgenröthe­Rautenkranz und Klingenthal, mächtig ins Zeug. Schon in den frühen Morgenstunden fahrendie Verantwortlichen zumSpuren der Loipen hinaus. In Johanngeorgenstadt beispielsweise zeichnet der Bauhof dafür verantwortlich. www.kammloipe.de JOHANNGEORGENSTADT Pyramide erzählt Stadtgeschichte Die Jagd nach Superlativen macht auch vordem Erzgebirge nichthalt. Werhat ihn nun den größtenfreistehenden Schwibbogen und die größte erzgebirgische Pyramide der Welt? Fast 26 Meter ragt die Riesenpyramide gen Himmel. Fotos(2): Katja Lippmann-Wagner Johanngeorgenstadt kann sich seit ein paar Jahren mit diesen Superlativen rühmen. Sie stehen am Platz des Bergmanns, in unmittelbarer Nachbarschaft zumHaus der Hoffnung und sie bieten auch zumSchwibbogenfest,das alljährlich am dritten Adventswochenende stattfindet,den richtigen Rahmen. Sind sozusagen dasSalzinder Suppe. Der Johanngeorgenstädter Riesenschwibbogen bringt es auf 14,5Meter Höhe,die Pyramide ragt fast 26 Meter genHimmel.Etwa30Tonnen wiegt dasMeisterstück,was auch erklärt,warum sie seit ihrer Entstehung 2014 ganzjährig zu bestaunen ist. Diese Pyramide baut niemand so leicht ab.Beton und Stahlträger sorgenfür Standsicherheit bei jedem Wetter.Das allerdingswar bei den Planungendie eigentliche Herausforderung, denn die Flügelräder mussten so konstruiert werden, dass sie unter der enormen Schneelastnicht abbrechen, die es im Winter ja durchaus geben kann. Wie sich dasfür eine richtigePyramide gehört, wirdsie vonFiguren geziert.25Stück –jede einzelne etwa500 Kilogramm schwer –drehen sich auf ihr. Sie alle sind der Stadtgeschichteentsprungen und wurden während eines Holzbildhauersymposiums vondeutschen und tschechischen Künstlern geschaffen. Dieses hatteder Ideengeber der Pyramide Siegfried Ott,selbst ein begnadeter Schnitzer, initiiert. Er hatteauch 1992die Firma in seiner Heimatstadt gegründet.Die Grundidee wares Edelstahlauspuffezufertigen. Bis heuteentwickeltesich dasUnternehmen immer weiter, produziert hochwertigeAuspuffanlagen, die deutschlandweit geschätzt werden. Daher durfteEdelstahl an den Pyramidenfiguren nicht fehlen. Jede Figurwurde durch ein kleines, glänzendes Stück Edelstahl aufgewertet,ein Verweis auf den geistigen Vaterder Großpyramide. www.johanngeorgenstadt.de Bei einem Symposium sind auch die Figuren für die Riesenpyramide entstanden.