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Willkommen im Erzgebirge | Frühjahr/Sommer 2019

108 CHEMNITZ Das

108 CHEMNITZ Das Industriemuseum in Chemnitz ist in einer ehemaligen Gießerei eingerichtet. Foto:Dietmar Träupmann Im Maschinenhaus wird auch in diesem Jahr mehrfach die historische Dampfmaschine von 1896 in Betrieb genommen. Foto Daniela Schleich, Archiv Industriemuseum Chemnitz Sonderausstellungen Industriemuseum Chemnitz 2019 Sächsischer Staatspreis für Design 2018 – Ausstellung der Preisträger und Nominierten 15. Februar bis14. März 2019 Ausstellung der Preisträger und Nominierten des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Untergegangene Arbeitswelten –Fotografien von Wolfgang G. Schröter 10.Mai bis4.August 2019 Mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und in Kooperation mit der Deutschen Fotothek Dresden 7. Marianne Brandt Wettbewerb unter dem Thema „Ich bin ganz von Glas“ 29. September bis1.Dezember 2019 Eine Kooperation des Villa Arte e.V. mit dem Industriemuseum Chemnitz und der Stadt Chemnitz INDUSTRIEMUSEUM CHEMNITZ SÄCHSISCHES INDUSTRIEMUSEUM www.saechsisches-industriemuseum.de Telefon 03713676-140 Di. bisFr. |9–17Uhr ·Sa., So., Feiertag |10–17 Uhr Mo. |geschlossen CHEMNITZ Zwischen Fotografie und Design Historische Industriefotografien und ausgewählte Designentwürfe: Diese Themenbereiche sollen die Besucher in diesem Jahr ins Industriemuseum locken. In der Ausstellung „Untergegangene Arbeitswelten“lassen beispielsweise vom10. Mai bis 4. August 2019 mehr als100 Fotografien von Wolfgang G. Schröter längst vergangene Arbeitswelten wieder lebendig werden. Die Auswahl der Aufnahmen reicht vonden 1950er bis in die 1970er Jahre–vomHeckert­Werk in Karl­Marx­Stadt bis zur Porzellan­Manufaktur Meissen. Schröter,Meister der Reportage­ und Industriefotografie,interessiertesich für die technischen Details und wusste diese oft spektakulär in Szene zu setzen. Bei Agfa Wolfen kamWolfgang G. Schröter (1928bis 2012) erstmals mit der Fotografie in Kontakt. Genau 100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar widmen sich Villa Arte e.V.und Industriemuseum Chemnitz mit der Ausstellung „Ich bin ganz von Glas“ den funktionalen und gestalterischen Möglichkeiten des Werkstoffs Glas. Wie kein anderesMaterial hat Glas die visionären Anfänge des Bauhauses geprägt und ist bis heute ein unverzichtbares Material, das in vielen Produkten des Alltags Verwendung findet, wie in Fenstern, Bildschirmen, Brillengläsern, Mikroskopen, Kameras und vielem mehr. Die Ausstellung zeigt ab Spätsommer (vom In Sonderausstellungne zeigt dasChemnitzer Industriemuseum untergegangene Arbeitswelten und den Werkstoff Glas. Eine Fließband-Arbeiterin montiert Zierleisten an den Kotflügel im VEB Automobilwerke Sachsenring Zwickau. Das Foto aus dem Jahr 1958 ist in der Ausstellung „Untergegangene Arbeitswelten“ zu sehen. Foto: Wolfgang G. Schröter 29. September bis 1. Dezember 2019) 60 Arbeiten, die im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbes voneiner internalbesetzten Jury ausgewählt werden. Diese Arbeiten sollen in Korrespondenz zu den Werken der Chemnitzer Gestalterin und Bauhaus­Künstlerin Marianne Brandt treten. Facetten ihres Schaffens werden in einem historischen Kabinett beleuchtet. Bürgerinnen und Bürger werden eingeladen, mit 100 Glasschätzen ihre persönlichen Geschichten zu erzählen und im Industriemuseum Chemnitz auszustellen. Neben dem Ausstellungsprogramm sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Dazu gehört die Vortragsreihe „Schmelztiegel Chemnitz“, die an die Stelle der früheren Sonntagsmatinee tritt. Sachsen erlebte immer wieder Zuwanderungen, nicht zuletzt im Industriezeitalter. Am 11. Mai wird sich das Museum mit einem Programm an der Chemnitzer Museumsnacht beteiligen. www.saechsisches­industriemuseum.de

FRANKENBERG 109 Noch wird auf dem Gelände der späteren Landesgartenschau gegraben und gestaltet. Ab Frühjahr soll es hier aber bunt blühen. Foto: Laga Frankenberg Offene Zschopauwiesen mit Sommerflor und Kletter-Aussichtsturm im Hintergrund –sostellen sich die Berliner Architekten die Gestaltung der Zschopauaue vor. Grafik: Weidinger Landschaftsarchitekten Das wird ein Riesending: Vom 20. April bis 6. Oktober 2019 steht ganz Frankenberg involler Blüte. Denn dann wird die sächsische Stadt zur botanischen Hochburg. Hier wird die diesjährige Landesgartenschau ausgerichtet. Herzstücke der blumigen Pracht sind der Naturerlebnisraum Zschopauaue und die Paradiesgärten Mühlbachtal. Zusammen mit dem historischen Stadtzentrum sind sie Schauplatz für erlebnisreiche Wochen voller Kultur, Blütenträume, Spiel und Spaß. Im Mittelpunkt steht daslandschaftsarchitektonische Konzept des Berliner Büros Weidinger. Es soll die natürliche Flusslandschaft wieder mehr in den Mittelpunkt des Stadtbilds rücken. Die Landesgartenschau bietet nach Angaben der Macher die einzigartige Gelegenheit, neue Freiräume, naturnahe Erlebnisorte und attraktive Freizeit­ und Lernangebote imFreien zu schaffen. Geplant sind zum Beispiel viele neue Sitzmöglichkeiten und eine Ufergestaltung, die die Wasserflächen für die Menschen noch näher erlebbar machen sollen. Insgesamt entsteht ein Gartenschaugelände von mehr als elf Hektar Fläche. Das Beste daran ist: Das Frankenberger Stadtbild wird durch die Landesgartenschau dauerhaft aufgewertet. Sohaben nicht nur die Besucher im Sommer 2019 die Chance, die Natur zu genießen, sondern auch die Menschen der Stadt in ihrer Zukunft. FRANKENBERG Ab April »blüht« Frankenberg auf Die Gartenwelt Unter anderem soll auf dem Gelände der Landesgartenschau auch ein pharmazeutischer Garten entstehen. Die Planer teilen diesen in mehrere Anwendungsbereiche auf.Gekennzeichnet werden die Abschnittemit Hilfevon Buchstaben. Jedem davonsind dann verschiedene Behandlungsbereiche zugeordnet.Unter anderem können die Besucher dort Pflanzen kennenlernen, die zur Beruhigung, Schlafförderung und zurStärkung der Nerven eingenommen werden können. Auch Frauenbeschwerden, Hautkrankheiten und unblutigeVerletzungen, Herz­ und Kreislaufbeschwerden oder rheumatische Erkrankungen sowie Nervenschmerzenwollen die Gartenschau­Macher mit Heilpflanzen entgegenwirken. Die Spielanlagen Die Landesgartenschau wirft ihreSchatten voraus und verspricht einen bunten Sommer. Während dasGelände für die Gartenschau vorbereitet wird, entstehen auch insgesamt fünf neue, themenbezogene Spiel­ und Sportflächen. Nutzen können diese Menschen jeden Alters. Diese Anlagenbleiben den Nutzern in der Region natürlich auch nach der Gartenschau erhalten. Nach Angaben der Organisatoren decken die Spielbereiche Erlebniswelten für alle Generationen ab und haben einen sportwissenschaftlichen Hintergrund. Klare Strukturen, architektonisch­moderne Formen: So sollen die Spielanlagen gestaltetwerden. Entlang des Deiches an der Zschopau werden zusätzlich drei sogenannteTrimm­Dich­Stationen in Form von einfachen Fitnessgeräten aufgestellt.Hier können die Spaziergänger Kraft und Ausdauer beweisen. Der Service Werdie Gartenschau besuchen will,erwirbt seine Karten am besten im Online­Shop.Hier lassen sich die Tickets bequem vonzuhause aus bestellen. Versendet werden die Eintrittskarten dann per Post.Eine Übersicht über alle Tickets und Preise finden Sie auf der Internetseite. www.lgs­frankenberg.de