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Willkommen im Erzgebirge | Herbst/Winter 2019/2020

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10 WILLKOMMEN ERZGEBIRGE

10 WILLKOMMEN ERZGEBIRGE Die Montanregion Erzgebirge/ Krušnohorí ist UNESCO-Welterbe Über 800 JahreBergbau führten im Erzgebirge zu einer einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur. Montanregion – Bergbaulandschaft Jachymov Einigkeit Fundgrube Stolln Foto: Jan Albrecht Montanregion – Bergbaulandschaft Poehlberg St Briccius Halden am Osthang des Poehlberges Foto: Jens Kugler Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří wurde zum UNESCO-Welterbe ernannt! Zwei Länder, ein Erbe –20Jahre intensive Zusammenarbeit in der Region waren bis zur Erlangung des Titels nötig. Jubel, Freude und Erleichterung verbreiten sich, als am6.Juli 2019 das UNESCO-Welterbekomitee zur 43. Tagung in Baku (Aserbaidschan) seine Entscheidung verkündet: die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří wird zum Welterbe erklärt. Damit finden über 20 Jahre Bemühungen auf dem Weg zum Welterbe ihren ersehnten Höhepunkt. Über 800 Jahre Bergbau führten im Erzgebirge zu einer einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur, die eine montane transnationale Kulturlandschaft vonuniversellem Wert hervorbrachte. Hinter dem Antrag der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří bzw. dem Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. stehen drei Landkreise, 32Städte und Gemeinden. Der Tourismusverband Erzgebirge e. V. unterstützt diesen Prozess als Projektpartner und steht stellvertretend für seiner Mitglieder und touristischen Träger in der Region. Wasgehört zum Welterbe im Erzgebirge? Insgesamt setzt sich die Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoříaus 22 Bestandteilen zusammen: 17 Stätten auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Jede einzelne stellt schon die Welterbekriterien anschaulich dar,aber nur in der Verbindung aller 22 Bestandteileliegt der außergewöhnlich universelleWert begründet. Die Bewerbung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří um den Titel „UNESCO-Welterbe“ ist ein grenzübergreifendes Projekt zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik.Die durch den Bergbau hervorgerufenen Entwicklungen warenunabhängig der politischen Grenzeüber Jahrhunderteeng miteinander verbunden. Die ausgewählten Denkmale,Natur-und Kulturlandschaften repräsentieren in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebieteund Epochen des sächsischböhmischen Erzbergbaus. Sie ermöglichen einen umfassenden Einblick in den Abbau und die Verarbeitung der bedeutendsten Rohstoffeund belegen die Bergbautechnologien der verschiedenen Bergbauperioden vom12. Jahrhundert bis zurSchließung der Bergwerkeum1990 und der Fortsetzung in der heutigen Zeit.Jeder Bestandteil setzt sich aus verschiedenen Einzelobjekten bzw. Landschaften zusammen (allein etwa400 auf sächsischer Seite!). Neben über-und untertägigen Sachzeugen des Montanwesens, wurden auch historische Stadtund Bergbaulandschaften, wie z. B. Haldenzüge berücksichtigt.Umzueiner umfassenden Vermittlung des montanhistorischen Erbes der Region beizutragen, wurden zusätzliche Standorteals „assoziierteObjekte“ zumWelterbe definiert. Der universelle Wert muss erhalten bleiben Die Einschreibung in die Welterbelisteder UNESCO ist Auftakt für die Aufnahme und Verstärkung einer nachhaltigen Entwicklung, Vermittlung und interkulturellen Verständigung. Damit beginnt die eigentliche Arbeit.Esgeht um die Verpflichtung, die Welterbestättegrenzübergreifend zu schützen und den außergewöhnlichen universellen Wert für nachfolgende Generationen zu erhalten. Darüber hinaus bringt dasPrädikat „UNESCO-Welterbe“durch seinen hohen Bekanntheitsgrad und durch dasweltweiteAnsehen weiterepositiveAspektefür das Erzgebirge mit sich. Aber bereits der Wegzum Welterbe mit all seinen Meilensteinen setztein den vergangenen Jahren innerhalb der Region wichtigeImpulse für die wirtschaftliche,touristische,gesellschaftliche und kulturelleEntwicklung. (Quelle: Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.)

WILLKOMMEN 11 Montanregion – Bergbaulandschaft Rother Berg Erlahammer bei Schwarzenberg Foto: Jens Kugler Der grenzübergreifende Charakter und die Größe des Gebietes, dasdennoch auf ein und dieselben Wurzeln basiert sind alleinig schon Besonderheiten des Erzgebirgeszur Bewerbung um den Welterbetitel, Um den Welterbetitel aber zu erlangen, ist der so genannteOutstanding Universal Value (OUV) entscheidend, also der außerordentliche universelleWert der Stätte. Fürdie Montanregion Erzgebirge/Krušnohoříliegt dieser Wert alleinig in der Verbindung aller22Bestandteilebegründet. Jeder Bestandteil bringt Spezifikaaus den folgenden drei bestimmenden Hauptmerkmalenein –doch nur alle 22 Bestandteilesind gemeinsam ein Welterbe. Welterbe werden ist daseine,Welterbe sein das andere. Darüber sind sich alle einig. Man habe jetzt die große Chance, dasThema mit Leben zu füllen und den Menschen auf der ganzen Welt zu zeigen, welche Schätzedie Region hat.Und zwar nicht nur bergbauliche,sondern auch kulturelleund industrielle, die alle eng mit der mehr als800jährigen Bergbauhistorie verknüpft sind. So bringt der Welterbetitel nicht nur einen Schub für die Identifikation der Erzgebirgermit ihrer Heimat sondern auch enorme Chancen für eine Imageaufwertung durch ein weltweites Qualitätssiegel im Tourismus. Emotional authentische und erlebbare Angebote Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin Tourismusverband Erzgebirge e. V. zeigt sich richtungsweisend: „Gemeinsam mit unseren touristischen Partnern und den Menschen in der Region ist es unser Ziel, diese interessante Montanregion – Welterbe Saigerhütte Foto: Ilka Ruck ERZGEBIRGE Die Chancen – auf das Erzgebirge schaut die Welt Der gemeinsame Blick ist auf emotionalauthentische und erlebbareAngebote gerichtet,sodass ein Mehrwert für die Gästegeschaffen werden kann. Weiterentwicklung nachhaltig zu gestalten, eine neue Qualitätsebene zu erreichen und erweiterte Gästekreise anzusprechen. Der gemeinsame Blick ist auf emotional authentische und erlebbare Angebote gerichtet, sodass ein Mehrwert für unsere Gäste geschaffen werden kann. Der Aufbau eines einheitlichen Qualitätssiegels wird als Prozess gesehen, der mit der Ernennung zum UNESCO-Welterbe beginnt und neue Impulse in der Region setzen wird.“ Gemeinsam wird man sich kommenden Herausforderungen stellen und sich gegenseitig unterstützen. Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt“ und dies gilt nicht nur für die Menschen im Erzgebirge, sondern auch für die Gäste inder Erlebnisheimat. 22 Bestandteile, von Kirchberg bis Altenberg und Ostrov bis Freiberg, gilt es künftig zusammenzuhalten, 17 Bestandteile auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite, die nur gemeinsam ein Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří sind. Ideen, Konzepteund Nachhaltigkeit Eine Region weitergeben, wie man sie als Erbe übernommen hat und das Erbe an nächste Generationen in seiner Einzigartigkeit zu vermitteln –der Titel „UNESCO-Welterbe“ verpflichtet auch. Über Schulprojekte, denen sich vor allem der Förderverein Montanregion Erzgebirge e. V. verschrieben hat sowie Gästeführerschulungen wurde bereits vor der Entscheidung in Baku ein guter Grundstock gelegt. Ein einheitliches Beschilderungskonzept der mehr als 400 Einzelobjekte läuft aktuell. Eine Welterbe-App soll Lust darauf machen, das Welterbe ganz individuell zu entdecken. Sehr umfassend ist ebenfalls eine Broschüre, die das entsprechende Hintergrundwissen bietet. Zum Konzept gehört beispielsweise auch die Planung von Besucherzentren an noch nicht benannten Orten der Montanregion. (Quelle: Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.) Montanregion – Montanlandschaft Schneeberg –Rathaus Foto: Marko Borrmann Montanregion – Montanlandschaft Freiberg Historische Altstadt Foto: Marko Borrmann Montanregion – Historische Altstadt Marienberg –Rathaus Foto: Marko Borrmann