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Willkommen im Erzgebirge | Herbst/Winter 2019/2020

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6 WILLKOMMEN INTERVIEW

6 WILLKOMMEN INTERVIEW MIT DEM VORSITZENDEN DES VEREINS WELTERBE MONTANREGION ERZGEBIRGE E.V. LANDRAT A.D. VOLKER UHLIG Landrat a.D.Volker Uhlig ist Erzgebirgermit Leib und Seele. Der Freibergergehört mit zu denjenigen, die mit Ehrgeiz und Engagement dafür gekämpft haben, dass die „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ in die UNESCO-Welterbelisteeingeschrieben wird. Am 6. Juli 2019 war es soweit:Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoříwurde zumUNESCO-Welterbe ernannt! Von Ilka Ruck Die Region hatden Welterbe-Titel mehr als verdient Wasgehört zur Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří? Insgesamt setzt sich die Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoříaus 22 Bestandteilen zusammen: 17 Stätten auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Jede einzelne stellt schon die Welterbekriterien anschaulich dar,aber nur in der Verbindung aller 22 Bestandteileliegt der außergewöhnliche universelleWert begründet.Esist ein grenzübergreifendes Projekt zwischen dem FreistaatSachsen und der Tschechischen Republik.Mit dem Titel finden über 20 JahreBemühungen auf dem Weg zumWelterbe ihren ersehnten Höhepunkt.Über 800 JahreBergbau führten im Erzgebirge zu einer einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur,die eine montane transnationale Kulturlandschaft vonuniversellem Wert hervorbrachte. Warumwar es Ihnen so wichtig, dass das Erzgebirge auf die UNESCO-Welterbeliste kommt? Weil die Montanregion in unserer Region seit dem Mittelaltereine Schlüsselrollespielt und die Entwicklung vonWissenschaft, Kunst und Kultur damit zusammenhängt. Die Region wurde vom Bergbau grenzübergreifend geprägt. Nicht umsonst heißtes: Alles kommt vomBergwerk her. Der Bergbau mit seinem Hüttenwesen hat das gesamteöffentliche Leben positiv beeinflusst und allesnach vorn gerückt.Jetzt ist es noch immer unfassbar,als Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in einer Weltligamitzuspielen und neben Freiheitsstatue,und den Pyramiden vonGizeh genannt zu werden. Mit dem Welterbetitel zeigt sich, dass die Menschen der Region stolzsein können –stolz auf ihr Erbe,welches ihnen aus Jahrhunderten mitgegeben wurde und stolzauf das, wassie selbst bis heutedaraus gemacht haben und nun auf die Weltbühne gehoben haben. Wir sind nicht nur eine Generation die Männel schnitzt und auch nicht nur das‚Weihnachtsland’. Dieses grenzübergreifende Projekt hat Vorbildwirkung für ganz Mitteleuropa. Dabei spielen Wissenschaft und technische Entwicklung eine große Rolle. Es spielt mit rein, dass die ersten Erkenntnisse über umweltschädliche Entwicklungen und dasStreben nach Nachhaltigkeit viel mit dem Bergbau zu tun hatten. Auch kulturhistorisch sind Bergbau und Montanwesen involviert.Das reicht vomstädtebaulichen Wirken bis hin zurKirchenmusik und weiter bis zurBergakademie.Fastalle großen und genialenDingewurden in den Zeitepochen des Bergbaues aufgeschlagen. Volker Uhlig vor der Skyline von Freiberg. Foto: Ilka Ruck Wie ist Ihr Fazit und wie geht es weiter? Die Region hat den Welterbe-Titel mehr als verdient!Immerhin hat der Prozess vomersten Gedanken bis zurEinreichung über 20 Jahre gedauert.Mit dem Titel ist beiderseits der sächsischböhmischen Grenzenicht nur ein Stück Vergangenheit,sondern eine riesengroße Chance für eine gemeinsame Zukunft verbunden. Die Einschreibung in die Welterbelisteder UNESCOist Auftakt für die Aufnahme und Verstärkung einer nachhaltigen Entwicklung, Vermittlung und interkulturellen Verständigung. Es geht um die Verpflichtung, die Welterbestättegrenzübergreifend zu schützen und den außergewöhnlichen universellen Wert für nachfolgende Generationen zu erhalten.

WILLKOMMEN 7 Unkompliziert zu erlernen und unvergesslich zu erleben: Schneeschuhwandern ist ein Trend, der seine Wurzeln weit vor unserer Zeitrechnung hat. Foto: iStockphoto.com/Jag_cz WINTERZEIT IM ERZGEBIRGE Wandern durch den wilden Winter Der besondereTrend: Schneeschuhwandern im Erzgebirge. sich leichten Fußes durch romantisch verschneite Winterlandschaften bewegen. Was man dafür benötigt? Neben den Schneeschuhen, die an vielen Stellen ausgeliehen werden können, eigentlich nur ein paar bequeme Wanderschuhe und zwei Stöcke. Los geht’s. Sicherlich ist die Vorwärtsbewegung zunächst ungewohnt und kraftraubend. Wer sich allerdings einige Minuten fernab ausgetretener Pfade in die Landschaft gewagt hat, der stellt ganz schnell fest: Freiheit kann so atemberaubend sein! Schneeschuhwandern kann man natürlich im Erzgebirge.Zum Beispiel gemeinsam mit der SkischuleinOberwiesenthal. Das ist an verschneiten Tagenzuverschiedenen Terminen möglich. Ein Schnupperkursbeinhaltet eine gemeinsame Fahrt mit der Fichtelberg-Schwebebahn, eine Einweisung und den anschließendem Abstieg vomGipfel über Winterwanderwegenach Oberwiesenthal. www.skischule-oberwiesenthal.de Wie alt die Praxis wirklich schon ist, das weiß keiner so genau. Schließlich hat der erste Schneeschuhwanderer keine Urkunde seines Weges hinterlassen. Forscher nehmen an, dass bereits vor Christi Geburt Menschen auf Schneeschuhen durch dasGebiet des Kaukasus gewandert seien. Dafür hätten sie sich auf flache Lederflächen gestellt, umnicht im Schnee zu versinken. Der Mensch, egal ob er nun in Amerika, in Europa oder in Asien weite Schneeflächen queren musste, erfand schließlich viele verschiedene Treter, die ihm dabei halfen. Manche sahen aus wie Tennisschläger. Heute ist das Schneeschuhwandern ein Trend. Denn der Vorteil liegt auf der Hand: Wer auf den flachen Gehhilfen laufen will, braucht dafür keine ausufernden Kurse oder Anleitungen. Ohne Mühe kann sich damit jeder schnell zurechtfinden und Möglich ist der Trendsport unter anderem auch in Breitenbrunn. Beim Trekking mit den Schneeschuhen erleben die Teilnehmer den winterlichen Wald von einer abenteuerlichen Seite. Bei einer Tagestour oder einer Biwaktour mit Karte und Kompass kommt jeder, der wie ein Fallensteller in Alaska oder ein Inuit in Grönland seine Spuren in den Tiefschnee setzen möchte, auf seine Kosten. www.outdoorteam-westerzgebirge.de Liebe auf den ersten Biss. ECHTE FLEISCH- &WURSTWAREN AUS DEM ERZGEBIRGE