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Wir heiraten | 11/2017

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» Location Ewigkeit Wir heiraten Kirche oder Standesamt? Immer mehr Paareverzichten auf den Gang zum Altar Als Brautpaar durch das Kirchenschiff zum Traualtar zu schreiten, kann ein Stück romantischer sein, als nur auf dem Standesamt die Ringe zu tauschen. Die weitaus meisten HochzeitspaareinDeutschland verzichten mittlerweile aber auf das kirchliche Ambiente. Ein Blick in die Statistik zeigt: Selbst Kirchenmitglieder entscheiden sich häufig dagegen. „Die Zahl der kirchlichen Trauungen in Deutschland liegt deutlich hinter der Zahl der zivilrechtlichen Trauungen“,räumt Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, ein. Viele Christen heirateten zwar standesamtlich, nicht aber kirchlich. Die Gründe dafür seien vielfältig.Zum Teil sei es sicher einfach so,dass man zwar noch Mitglied der Kirche sei, aber eigentlich nicht mehr viel damit zu tun habe, » INFO Hochzeit in Zahlen Im Jahr 2015 verzeichneten sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche jeweils etwa 44.000 Trauungen. Insgesamt gab es in Deutschland 400.000 Eheschließungen. Mankann also sagen, dass knapp jeder Vierte kirchlich heiratet. Eigentlich müsstedie Zahl höher liegen, denn die Mehrheit der Deutschen gehörtimmer noch einer der beiden großen Konfessionen an: Annähernd 30 Prozent sind katholisch, fast ebenso viele evangelisch. VonkleinenAusreißernabgesehen geht die Zahl der kirchlichen Trauungen seit vielen Jahren zurück. Sowohl bei Katholiken als auch bei Protestanten fiel sie von2005 bis 2015 um zwölf Prozent. « glaubt Kopp.Anderehätten Bedenken, weil eine Eheaus Sicht ihrer Kirche unauflöslich ist. Stichwort„bis dass der Todeuch scheidet“. Wieder andereheiraten zum zweiten Mal-und dann zumindest bei den Katholiken zwangsläufig ohne den Segen der Kirche. Miteiner kirchlichen Hochzeit sei zudem oftauch ein besonders aufwändiger Rahmen verbunden, sagt Kerstin Kipp,Sprecherin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Vielen erscheine das unerschwinglich.„Zum anderen strecken viele die Zeitleiste, heiraten also zunächst standesamtlich und planen dann geraume Zeit spätererst die kirchliche Trauung.Natürlich kommt es dann nicht in jedem Fall auch wirklich dazu.“ Verkompliziertwirddie Sache dadurch, dass oft nur noch einer der beiden Partner Mitglied der Kirche ist. ZumBeispiel waren vonden insgesamt 44.000 katholischen Trauungen im Jahr 2015 nur bei 28.000 beide Partner katholisch. Das ist im Prinzip kein Problem: Nicht nur Protestanten, auch Andersgläubige wie Muslime oder auch Atheisten werden vonder katholischen Kirche akzeptiert.„Man braucht dann die Zustimmung des Bistums“,erläutertBurkhard Knipping,Referent für Ehepastoral beim Erzbistum Köln. Er betont:„Wir wollen den Brautpaaren so weit wie möglich entgegenkommen. Ausseelsorglichen Gründen, aus menschlichen Gründen. Aber auch, weil wir sagen: Sie haben ein natürliches Recht auf die Ehe.“Auchbei der Gestaltung der Traugottesdienstezeigt sich die Kirche flexibel. « Foto:iStockphoto.com, ©Carso80 Anzeigensonderveröffentlichung 28 |

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