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Abschied | 04/2021

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Leben vor dem Tod

Leben vor dem Tod Sterbende begleiten, Fürsorge, Geborgenheit Foto: iStockphoto, © KatarzynaBialasiewicz Bevor ein Mensch stirbt, durchläuft er viele Phasen von Hoffnung, Krisen und Trauer. Den Sterbenden durch diese Phasen von Anfang an bis zum Ende zu begleiten, ihm ein Sterben in Würde zu ermöglichen, dabei Leid und Schmerz durch palliativärztliche und palliativpflegerische Versorgung sowie eine psychosoziale und spirituelle Begleitung zu lindern – das ist eine schwierige Aufgabe. Wir können das Leben der Todkranken nicht verlängern, aber wir können die Zeit, die noch bleibt, lebenswert machen. y 20

STERBEBEGLEITUNG Abschied Sterbebegleitung Beistand in den letzten Tagen und Stunden Was wäre Ihre Antwort, wenn Sie befragt werden würden, wo sie gern sterben möchten? Friedlich in vertrauter Umgebung, zu Hause, im eigenen Bett. So oder ähnlich lautet wohl Ihre spontane Antwort. Denn die meisten Deutschen wünschen sich, wenn es denn mal so weit ist, zuhause zu sterben. Das ist ein verständlicher Wunsch. Aber die Realität sieht anders aus. Nur etwa 25 Prozent der Deutschen sterben tatsächlich in der eigenen Wohnung. Die meisten sterben nach wie vor im Krankenhaus oder in stationären Pflegeeinrichtungen. Gerade wenn eine intensive palliativmedizinische Versorgung und eine umfassende Pflegebetreuung notwendig sind, geht der Weg meist nicht um einen Aufenthalt in einem Krankenhaus, einer Pflegeeinrichtung oder Hospiz vorbei. Und meist ist dies dann auch für alle Seiten die bessere Lösung: Einerseits erhält der Sterbende in der Einrichtung eine professionelle, optimale Pflege, anderseits ist dies eine Erleichterung für die Angehörigen, die nicht selten mit den Aufgaben einer häuslichen Pflege völlig überfordert sind. Dem sterbenden Menschen bis zu seinem letzten Atemzug beizustehen und ihm ein würdiges Sterben zu ermöglichen, ist eine schwere Herausforderung, die Ärzte und Pflegekräfte und vor allem die Angehörigen an die Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit bringen. Oft ist eine spezielle palliativmedizinische Versorgung notwendig, um Schmerzen und Leiden zu vermeiden oder wenigstens zu lindern. Aber am wichtigsten für Menschen im Sterbeprozess ist menschliche Zuwendung. Anzeigensonderveröffentlichung 21