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Abschied | 04/2021

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Abschied TRAUERFALL Flächen. Aus der Bestattungspflicht resultiert jedoch das Recht, in wichtigen Fragen eine Entscheidung zu treffen, sofern der Verstorbene hierzu keine eigenen Verfügungen getroffen hat – insbesondere hinsichtlich der Art der Bestattung sowie der Wahl des Friedhofs und des Grabes. Erben und Bestattungspflicht Viele wissen nicht, dass die Bestattungspflicht nicht direkt mit der Erbrechtslage zusammenhängt. Wenn Beispielsweise ein Hinterbliebener sein Erbe ausschlägt, befreit dies ihn nicht – falls vorhanden – von seiner Bestattungspflicht. Konfliktpotenzial steckt auch in der Regelung, dass ein Erbberechtigter, der nicht bestattungspflichtig ist, kein Recht hat – auch wenn er es gern möchte und die Kosten übernehmen will oder muss – über die Art und Weise der Bestattung zu bestimmen. Weigert sich ein Bestattungspflichtiger, sich um die Bestattung zu kümmern (weil er beispielsweise ein gestörtes Verhältnis oder gar keine Beziehung zum Verstorbenen hatte), wird das örtliche Ordnungsamt die Bestattung veranlassen und dem Bestattungspflichtigen die Kosten später in Rechnung stellen. Wer muss die Kosten einer Bestattung tragen? Auch die Regelung, wer für die Kosten für die Bestattung aufkommen muss, ist irritierend und komplex. Grundsätzlich hat erst einmal derjenige, der in der Bestattungspflicht steht, die Kosten zu tragen oder dem zu ersetzen, der die Bestattung veranlasst hat (zum Beispiel dem Ordnungsamt). Für den Fall, dass der Nachlass des Verstorbenen zur Deckung der Kosten nicht ausreicht, steht der Bestattungspflichtige mit seinem Privatvermögen dafür ein. Verfügt auch der Bestattungspflichtige über kein Vermögen, aus dem er die Kosten bestreiten könnte, kommt in letzter Instanz der Staat dafür auf. Wir sind ein Fachbetrieb mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Bestattungen. LK Bestattungs- und Friedhofsdienste GmbH – 2x in Chemnitz Neefestraße 40 Telefon: 0371/ 35 00 77 Frankenberger Straße 231 Telefon: 0371/ 42 63 50 www.lk-bestattungen-chemnitz.de Ihr Vertrauen ist uns Verpflichtung. Hinterlässt allerdings der Verstorbene ein Vermögen und gehört der Bestattungspflichtige selbst nicht zu den Nutznießern, muss der Erbe für die Kosten aufkommen. y TIPP Todesfürsorge Die sogenannte Todesfürsorge (das Recht, für die Bestattung zu sorgen, den Ort der Ruhestätte und über den Leichnam zu bestimmen) kann der verstorbene Mensch zu Lebzeiten auf jemand übertragen, zum Beispiel auf die Lebenspartnerin oder einen guten Freund. Der Totenfürsorgeberechtigte kann auch gegen den Willen der nächsten Angehörigen den Ort der letzten Ruhe und die Art der Bestattung bestimmen. Ohne Übertragung der Totenfürsorge geht dieses Recht automatisch auf die nächsten Angehörigen über. Anzeigensonderveröffentlichung 46

TRAUERFALL Abschied Haushaltsauflösung In Eigenregie oder doch ein Fall für Profis? Foto: iStockphoto, © AndreyPopov Anzeigensonderveröffentlichung Wenn der Verstorbene allein gelebt hat, müssen die Hinterbliebenen sich auch um die Auflösung der Wohnung kümmern. Dies ist aus gleich mehreren Gründen keine leichte Aufgabe. Zum einen gibt es einen Termindruck, denn mit jedem Monat, der verstreicht, muss weiterhin Miete gezahlt werden. Zudem haben die Hinterbliebenen oft auch eine sehr emotionale Bindung zu den Gegenständen, schließlich sind mit den Möbeln, dem Hausrat und der Wohnung selbst zahllose Erinnerungen verbunden. Daher fällt es schwer, die Beräumung durchzuführen und die vielen „Erinnerungen“ zum Recyclinghof zu fahren. Wer schon mal einen Haushalt in Eigenregie aufgelöst hat, weiß, was das für eine umfangreiche Arbeit ist. Und er weiß auch, dass der Erlös durch den Verkauf des Hausrates deutlich kleiner ausfällt, als erhofft und meist in keinem vernünftigen Verhältnis zum Zeitaufwand steht. Selbst hochwertige fast noch neuwertige Möbel, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte usw. lassen sich heute kaum noch verkaufen. Und so mancher, der glaubte, mit Omas antiken Sachen gut Kasse machen zu können, musste schon eine herbe Enttäuschung erleben, weil er keinen Abnehmer fand oder sich mit einem Preis zufrieden geben musste, der sehr weit unter seinen Erwartungen lag. 47