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Abschied | 04/2021

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Abschied TRAUERFALL Tröstende Worte Es ist schwer, Trauer und Mitgefühl zu formulieren Foto: iStockphoto, © kzenon Viele von uns fühlen sich hilflos im Umgang mit Trauernden. Wir spüren ihren Schmerz, möchten ihnen helfen und wissen doch nicht wie. Mit Worten und Floskeln, die schon tausendmal gesprochen wurden? Oder lieber schweigend zurückziehen, weil der Trauernde vielleicht allein mit seinen Gedanken sein möchte? Sich in diesen Situationen richtig zu verhalten, ist eine Gratwanderung, verlangt viel Einfühlungsvermögen, schließlich verhält sich jeder Hinterbliebene anders in seinem Versuch der Trauerbewältigung. Schweigen oder sogar den Kontakt vermeiden, aus Angst, etwas Falsches zu sagen, ist die schlechteste Entscheidung, denn die Bekundung von Beileid ist für die Angehörigen sehr wichtig. Der Zuspruch, den sie von anderen Menschen in Form von Trauerbriefen oder mündlicher Kondolenz bekommen durch einen Anruf oder einem Besuch (sofern dies durch Corona möglich ist), hilft bei der Trauerbewältigung. Die Anteilnahme vermittelt den Hinterbliebenen das Gefühl, dass sie nicht allein mit der Trauer sind und sie sich an andere Personen wenden können, wenn sie Hilfe oder einen Zuhörer benötigen. Oftmals wünschen Trauernde Abstand. Man kann jedoch Hinterbliebenen auch in Trauerbriefen seine Unterstützung anbieten. Der Trauernde kann dann selbst entscheiden, wann und ob er davon Gebrauch machen möchte. Die Kunst, Worte zu finden Schreiben ist eine Kunst und nicht jedem ist es gegeben, die rechten Worte zu finden. Das Abfassen einer Trauerkarte fällt besonders schwer. Daher haben wir hier einige Tipps zusammengestellt. • Trauerbriefe sind etwas sehr persönliches und sollten deshalb immer handschriftlich verfasst werden. Nichts ist so unpersönlich wie ein maschinell erstellter Brief. Anzeigensonderveröffentlichung 50

TRAUERFALL Abschied » Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung. Honoré de Balzac • Drücken Sie sich mit ehrlichen Worten aus und verwenden Sie für Ihr Schreiben generell kurze Sätze mit einfachem Satzbau. • Vermeiden Sie einen geschraubten Stil und Schachtelsätze. • Verzichten Sie auf Fremdwörter. • Ihre Worte und Formulierungen dürfen sogar unbeholfen wirken, denn der Tod eines geliebten Menschen macht uns alle hilflos. • Schreiben Sie natürlich und vermeiden Sie Übertreibungen. Allerdings sollten Sie sich genau überlegen, welchen Spruch Sie verwenden. So mancher Gedanke wurde zu oft benutzt, ist inzwischen abgegriffen, wirkt daher eher einfallslos und kommt als Phrase rüber. Nehmen Sie sich Zeit und schreiben Sie mehrere Zitate heraus für eine engere Auswahl. Haben Sie einen Gedanken gefunden, den Sie so formuliert noch nie gelesen oder gehört haben, der aber genau das ausdrückt, was Sie empfinden, so ist dieser genau der Spruch Ihrer Wahl. y Wenn Sie möchten, so erinnern Sie an ein schönes gemeinsames Erlebnis. Es reicht, wenn Sie dieses Erlebnis mit wenigen Worten skizzieren. War der Hinterbliebene dabei, so reicht auch eine Andeutung wie Ort oder Zeit. Er stellt dann aus Ihren Worten eine Verbindung zu seinen eigenen schönen Erinnerungen her. Das Erinnern an schöne Stunden verbindet und spendet Trost. Das ist eine wichtige Form der Trauerbewältigung. Sybille Walther Bestattungsrednerin Anzeigensonderveröffentlichung Zitate verwenden? Es ist legitim, Zitate und Redewendungen von Künstlern oder Persönlichkeiten zu verwenden. Fündig werden Sie im Internet oder in gedruckten Aphorismensammlungen. Viele Bestatter halten auch eine Liste mit Trauersprüchen bereit. Ein derartiges Zitat kann als Einstieg gewählt werden für eigene Gedanken oder als Schluss-Satz, der noch mal einen besonderen Akzent setzt. Je inniger die Verbindung im Leben, desto schwerer wird das Loslassen beim Abschied. Loslassen und dabei nah bleiben kann möglich sein, wenn man seinem Gefühl folgt und so in kleinen Schritten geduldig im Einklang mit dem geliebten Menschen seinen eigenen Weg findet. Am Harthwald 36, 09123 Chemnitz Telefon: (0371) 2 60 21 28 Mobil: (0173) 3 81 12 94 51