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Abschied | 04/2021

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Foto: iStockphoto, © Juergen Bauer Pictures Ein tief sitzender Schmerz Trauerbewältigung ist ein langer Prozess Grab- und Kultstätten sind die ältesten Zeugnisse menschlicher Zivilisation. Friedhöfe geben unserer Trauer einen Platz und den Raum, den wir brauchen. Ein Grabmal ist etwas sehr persönliches, etwas äußerst individuelles und ein Zeichen von Achtung und Wertschätzung des Verstorbenen. Der Theologe Fulbert Steffensky hat einmal gesagt: „Heimat ist da, wo wir die Namen der Toten kennen.“ y 54

ORT DER BESINNUNG Abschied Trauerkultur Trend zur Individualisierung Unsere Gesellschaft ist einem ständigen Wandel unterzogen. Dies betrifft alle Bereiche und auch die Art und Weise, wie wir mit Tod, Verlust und Trauer umgehen. Besonders intensiv hat sich unsere Trauerkultur in den vergangenen 40 Jahren verändert. Über Jahrhunderte wurde das Trauern vorwiegend im Kontext der jeweiligen Religion durchlebt. Zeremonien gaben den Rahmen vor und boten dadurch den Angehörigen Sicherheit und Halt. Ein Beispiel hierfür ist der Ritus einer christlichen Trauerfeier im kirchlichen Kontext, der von festen Gebeten und zugehörigen Chorälen geprägt ist. Ein Abweichen von den gesellschaftlich üblichen Formen stand nicht zur Debatte, wurde nicht infrage gestellt oder wurde nicht aus Rücksicht oder Angst vor eventuellen Nachteilen in Erwägung gezogen. Doch mittlerweile hat sich ein Wandel vollzogen. Verstärkt rückt in den Mittelpunkt, was dem Verstorbenen gefallen hätte und nicht das, was die Traditionen besagen, Religionen vorschreiben oder Nachbarn erwarten. Deshalb setzen sich viele ganz bewusst damit auseinander und planen ihre Bestattung bereits zu Lebzeiten detailliert. Verschiedene Studien haben den derzeitigen Wandel der Trauerkultur untersucht. So hat beispielsweise eine Untersuchung vom Bund Deutscher Bestatter e.V. (BDB) in Zusammenarbeit mit der Universität Bochum festgestellt, dass der Wandel der Bestattungskultur stark von ökono- FRAUREUTH GRABMALE – NATURSTEIN Anzeigensonderveröffentlichung Die Religion gibt nicht mehr für alle verbindlich den Ablauf vor. Auch die Frage „Was sollen nur die Nachbarn denken?“ ist nicht mehr so präsent. Das Trauern gestaltet sich individueller und persönlicher. Die gemeinsamen Vorgaben entfallen und machen Platz für eine eigene Gestaltung der Trauer. So war beispielsweise noch vor wenigen Jahren undenkbar, dass bei einer Trauerfeier moderne Unterhaltungsmusik gespielt wird. Heute entscheiden sich hingegen viele Angehörige ganz selbstverständlich dafür, ein Lieblingslied des Verstorbenen zu spielen – selbst wenn es ein rockiger Song ist. STEINMETZ JÜRGEN KNORR INH. CORINNA KNORR August-Bebel-Straße 9 08427 FRAUREUTH 03761 – 2326 • 0172 – 9373316 info@steinmetz-knorr.de www.steinmetz-knorr.de 55