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Abschied | 04/2021

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Abschied ORT DER BESINNUNG Foto: iStockphoto, © Eisenlohr Bestattungsarten Es gibt viele Möglichkeiten der letzten Ruhestätte Über Jahrhunderte war in unserem christlichen Kulturkreis die Erdbestattung die einzig übliche Form. Heute stehen Erd- und Feuerbestattungen in Deutschland gleichberechtigt nebeneinander. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Alternativformen. Einige exotische Versionen sind hierzulande wegen des sogenannten Friedhofszwangs nicht erlaubt. Die Erdbestattung Die Beerdigung kann in einem Wahlgrab stattfinden. Angehörige wählen den Ort des Grabes auf dem Friedhof aus. Ein solches Grab darf nach Ablauf der Ruhezeit verlängert werden. Auch kann eine weitere Bestattung in diesem Grab erfolgen. Die Mindestruhezeit bedeutet der Zeitraum, in dem eine Grabstätte nicht neu belegt werden darf. Bei einem Wahlgrab kann die erste Bestattung 2,40 m tief erfolgen. Damit wäre die Möglichkeit gegeben, dass eine zweite Bestattung auch innerhalb der Mindestruhezeit im gleichen Grab erfolgen darf. Die Feuerbestattung Die sterblichen Überreste werden in einem Krematorium eingeäschert. Die Asche des Verstorbenen kommt anschließend in eine Urne. Diese Urnen können in Wahlgräbern, Reihengräbern, im Kolumbarium, in Gemeinschaftsgräbern, in einem Baumgrab oder in einem anonymen Grab bestattet werden. Die Zubettung einer Urne in ein Erdbestattungsgrab ist in den meisten Fällen möglich. Naturbestattungen Diese legen den Schwerpunkt, wie der Name bereits erahnen lässt, auf eine Anzeigensonderveröffentlichung 60

ORT DER BESINNUNG Abschied Beisetzung in der freien Natur. Bestattungsunternehmen bieten immer mehr Möglichkeiten an. Diese werden jedoch in den meisten Fällen aufgrund des in Deutschland herrschenden Friedhofzwanges im Ausland durchgeführt. Zudem gibt es weitere Einschränkungen, die bei Naturbestattungen zu beachten sind. Die Zahl der möglichen Arten einer Naturbestattung ist groß. Besonders häufig wird eine Verstreuung der Asche in der freien Natur nachgefragt. Dies ist in Deutschland auf einigen Friedhöfen möglich, die spezielle Aschewiesen für diese Bestattungsalternative bereitstellen. Einige Friedhöfe wie zum Beispiel Waldfriedhöfe, verfügen über einen speziellen Baumbestand, um eine Waldbestattung durchzuführen. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Flugbestattung, bei der die Asche eines Verstorbenen entweder aus einem Ballon, Flugzeug oder Helikopter verstreut wird. Besonders viele Alternativen bietet die Schweiz. Dort sind beispielsweise Almwiesenbestattungen, Felsbestattungen oder Flussbestattungen möglich. oder eine anonyme Feuerbestattung in einer Urne durchaus üblich. Weltraumbestattung Die Bestattung von Totenasche im Weltraum wird von verschiedenen Unternehmen in den USA angeboten. Als bekannteste Persönlichkeit, die diese Bestattungsart gewählt hat, darf der 2005 verstorbene Schauspieler James Doohan alias Scotty gelten, bekannt aus der Kultserie Raumschiff Enterprise. Bei der Weltraumbestattung werden in der Regel nur wenige Gramm der Totenasche in den Weltraum gebracht. Es ist also mehr eine symbolische Bestattung im Weltraum. Der Rest der Asche muss auf andere Weise bestattet werden. y Anzeigensonderveröffentlichung Diamantbestattung Die Diamantbestattung ist keine Bestattungsart im eigentlichen Sinne. Vielmehr setzt die Diamantbestattung eine Kremierung (Einäscherung) des Verstorbenen in einem Krematorium voraus. Aus den durchschnittlich circa zwei Kilogramm Kremationsasche eines Menschen können laut Anbieterangaben auch mehrere Diamanten gefertigt werden. Da nicht die gesamte Asche zur Fertigung eines Diamanten benötigt wird, kann die verbleibende Asche auf herkömmliche Art beigesetzt werden. So ist zusätzlich zur Diamantbestattung eine Feuerbestattung 61