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Abschied | 04/2021

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Abschied ORT DER BESINNUNG Friedhöfe Orte der Trauer und der Erinnerung Foto: iStockphoto, © firina Wie möchte ich einmal bestattet werden? Viele Menschen haben hier ganz konkrete Vorstellungen, die stark geprägt sind von Religion und Wertevorstellungen, aber auch immer mehr von wirtschaftlichen oder rein pragmatischen Überlegungen beeinflusst werden. Eine Grabstelle und deren jahrelange Pflege sind kostspielig. Ist es nicht egoistisch, ein schönes Grab zu wünschen, damit aber den Hinterbliebenen über viele Jahre eine Verpflichtung aufzubürden? Man möchte den Lieben keine Last sein, nicht zu Lebzeiten und auch nicht nach dem Ableben. Wäre da nicht eine anonyme Beisetzung zum Beispiel in Form einer Baumbestattung besser? Anonyme Bestattung? Wer solche oder ähnliche Überlegungen hat und sich mit dem Gedanken beschäftigt, sich anonym bestatten zu lassen, nur um seinen Lieben keine Sorgen um die Grabpflege zu bereiten, sollte herausfinden, was die nächsten Angehörigen von dieser Idee halten. Vielleicht möchten sie sich um die Grabpflege sorgen, vielleicht empfinden sie die Pflege einer Ruhestätte gar nicht als lästige Pflicht oder Last, sondern als Bedürfnis. Vielleicht wünschen sie sich einen Ort des Gedenkens, wo sie in Stille innehalten und Blumen als Zeichen der Verbundenheit ablegen können. Immer wieder erleben Friedhofsangestellte, dass viele Hinterbliebene an anonymen Grabfeldern stehen und nach der Grabstätte des Verstorbenen suchen. Irgendwo hier muss Opa oder Oma liegen. Aber wo? Unschlüssig stehen sie mit einem Blumengruß da und wissen nicht, wo sie Anzeigensonderveröffentlichung 62

ORT DER BESINNUNG Abschied » Ein Abschied bedarf nicht vieler Worte, doch manchmal vieler Tränen. « Michael Linzing ihn ablegen sollen. Die meisten Menschen brauchen einen Platz der Trauer, wo sie ungestört und in Ruhe ihren Gedanken nachhängen können. Viele reden am Grab mit dem Verstorbenen, fühlen sich so weiterhin nah und verbunden. Der Tod hat eine schmerzliche Lücke gerissen. Mit der hingebungsvollen Pflege einer Grabstelle geben viele Trauernde ihrem Leben eine neue Aufgabe. All dies ist bei einer anonymen Bestattung nicht möglich. Friedhöfe sind ein wichtiger Bestandteil der Trauerarbeit. Wer sich für eine anonyme Bestattung entscheidet, verhindert unter Umständen, dass die Hinterbliebenen einen Platz für ihre Trauerbewältigung haben. Kolumbarium Ein Kolumbarium ist ein kleineres Gebäude oder Gewölbe, in dem Urnen beigesetzt werden können. Diese befinden sich häufig auf Friedhöfen oder sind an Krematorien angegliedert. Kleine Kammern dienen als Aufbewahrungsstätte für die Urnen. In der Regel werden diese Kammern nach dem Einsetzen der Urne mit einer Steinplatte verschlossen. Auf diesen Platten ist unter anderen Name, Geburts- und Todestag des Verstorbenen eingraviert. Hier fällt ebenfalls keine Grabpflege an. y Anzeigensonderveröffentlichung Alternativen Die Bandbreite zwischen einer teuren Grabstelle und einer anonymen Bestattung ist groß. Es gibt verschiedene Alternativen, die einerseits kostengünstiger sind und anderseits auch wenig oder keinen Aufwand bei der Grabpflege erfordert. Beraten Sie sich mit dem Bestattungsinstitut oder der Friedhofsverwaltung über alternative Bestattungsarten. Rasengrab Diese Grabform kann sowohl für die Beisetzung von Urnen als auch für die Beisetzung von Särgen genutzt werden. Wie der Name andeutet, wird auf einem Rasengrab nach erfolgter Beisetzung Rasen gesät. Meist kann zudem ein Grabstein errichtet werden. Rasengräber sind besonders pflegeleicht. Büro (am Hauptfriedhof) Kleinfriesener Straße 14 08529 Plauen Telefon: 03741 / 52 94-12 Telefax: 03741 / 52 94-13 info@gruenservice-packmohr.de www.gruenservice-packmohr.de Geöffnet: Mo, Mi, Do & Fr: 9 bis 14 Uhr Di: 11 bis 17 Uhr 63