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Familie | 06/2021

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Wandern boomt

Wandern boomt Familienerlebnis in der Natur Gemeinsam Zeit verbringen und sich gesund bewegen Am Wegesrand gibt es so Manches zu entdecken. Foto: iStockphoto.com / © Yobro10 Während der Corona-Pandemie hat das Wandern in Deutschland einen kräftigen Boom erlebt. So ist auch die Nachfrage nach Wanderwegen aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 stark angestiegen. Das haben zwei Befragungen des Deutschen Wanderverbands (DWV) im Sommer und Herbst vergangenen Jahres ergeben: 92 Prozent der Befragten registrierten im Jahr 2020 eine sehr hohe oder hohe Frequentierung auf Wanderwegen. Kein Wunder: Ist das Wandern doch nicht nur ein entstanntes Naturerlebnis, sondern besonders für Familien eine gesunde Möglichkeit, gemeinsam draußen unterwegs zu sein und am Wegesrand so manches zu entdecken. Die mit dem Wanderboom verbundenen Nebeneffekte wie Nutzungskonflikte oder vermehrtes Müllaufkommen besonders an den Hotspots machen allerdings eine „positive“ Besucherlenkung nötig, so Erik Neumeyer, stellvertretender DWV-Geschäftsführer. Neumeyer definiert Besucherlenkung als „Qualitätsmanagement, bei dem Wegenetze und weitere Infrastruktur unter Wahrung von Naturschutzbelangen so angelegt werden, dass sie Wandernden ein möglichst schönes Wandererlebnis bieten“. „Anreize sind besser als Verbote! Nur transparente und im Einzelfall gerechtfertigte Einschränkungen werden akzeptiert“, so Neumeyer. Außerdem dürfe das freie Betretensrecht nicht in Frage gestellt werden. Dies gelte auch bei intensiver Nutzung des Wegenetzes, wie während der Corona-Pandemie. Bundesweit gibt es 270 „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“, also Wanderwege, die den - 8 -

strengen DWV-Prüfungskriterien entsprechen. Die Kriterien sind aus den Bedürfnissen von Wanderinnen und Wanderern abgeleitet. Die Wege führen auf meist naturbelassenem Untergrund durch abwechslungsreiche Landschaften. Dabei sind sie so gut markiert, dass ein Verlaufen ausgeschlossen ist. Neben den längeren, oftmals mehrere Tagesetappen umfassenden langen Qualitätswegen zertifiziert der DWV kurze, thematische „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“. Städte zu Fuß entdecken Die Kombination aus Stadt- und Naturerleben entwickelt sich zum Trend. In vielen deutschen Großstädten führen ausgewiesene Routen auf verschlungenen Pfaden durch grüne Oasen und zu unerwarteten Orten. Dabei hat Wandern in und um Städte Tradition, waren diese doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts Ausgangspunkt der Wanderbewegung. Warum also nicht die Heimat zu Fuß entdecken? Grünflächen, naturnahe Wege und Naturerlebnisräume bieten Erholungsmöglichkeiten. Grün in der Stadt gilt als wichtiger Faktor für Aufenthaltsqualität, macht Städte für Einheimische und Touristen attraktiver. Die Kombination aus Stadterlebnis und Natur gilt als neuer Trend im Tourismus, Entdeckungen zu Fuß tragen zur Belebung von Städten während der Coronapandemie bei. Prognosen besagen, dass Angebote in der Stadt, die Naturerlebnis beinhalten, auch nach der Pandemie gefragt sein werden. Stadt kann dabei Ort der Entdeckungen sein – oder Ausgangspunkt. Die Wanderbewegung und damit die Aktivitäten des Deutschen Wanderverbandes (DWV) begannen im 19. Jahrhundert im urbanen Raum – Städter machten sich zu Fuß auf den Weg, die Heimat und die Natur zu erkunden. Stadtwanderungen haben also Tradition – und erleben aktuell eine Renaissance. In vielen deutschen Großstädten wurden Stadtwanderwege ausgewählt und markiert. Diese führen bewusst durch Grünzüge und zu interessanten Orten, die selbst Einheimische noch nicht kennen. Sauna ENDLICH WIEDER IN DIE - 9 - johannisbad-freiberg.de