Aufrufe
vor 8 Monaten

mach was! - Januar 2021

  • Text
  • Ausbildung
  • Mach
  • Studium
  • Chemnitz
  • Unternehmen
  • Menschen
  • Bilden
  • Arbeit
  • Beruf
  • Zeit
  • Januar

EINTRITT

EINTRITT KOSTENFREI

Liebe Leserin, lieber Leser, mach was ! EDITORIAL wir wollen hier gar nichts schönreden: Das Jahr 2021 hätte wirklich sich noch ein paar Monate hinzie- Ja, genau diese Unsicherheit wird ein bisschen besser losgehen hen. Man muss kein Pandemiekönnen. Statt nachweihnachtlich Experte sein, um das vorauszusagen: Wie schnell die Covid- unsere Einkaufsgutscheine an den örtlichen Einzelhandel zu Impfstoffe geliefert werden, wie bringen, saßen wir zuhause. Statt viele Menschen sich impfen lassen eine rauschende Silvesterparty zu werden, ob wir uns doch wieder feiern, saßen wir (in engstem Kreis) besser an vorgegebene Regeln halten werden – all das wird darüber zuhause. Statt endlich alle Freunde leibhaftig wiederzusehen, saßen mitentscheiden, wie die nächsten wir zuhause. Monate verlaufen. Zu dem unbefriedigenden Gefühl, Immerhin: Wir können auch selbst nicht wirklich etwas tun zu können, ein wenig dafür tun, dass alles kam erstens die Scham, dass wir etwas weniger schlimm wird. Das Sachsen die deutschen Inzidenz- ist ein Aspekt, der Mut machen Meister und offenbar unbelehrbar in punkto Hygiene oder wir uns durchaus an die aktuel- kann. Ein anderer: Prinzipiell haben Abstandsregeln sind. Zweitens le Situation gewöhnt. Wir sind die Unzufriedenheit, wie schlecht flexibel geworden in dem, was wir wir – privat und als Gesellschaft – erwarten, wir sind flexibel geworden in dem, wie wir handeln. Keine auf die Situation vorbereitet sind. Und drittens die Unsicherheit, wie Schule? Dann lernen wir eben lange der Zustand wohl anhalten würde: Lockdown bis in den verbindung? In ein paar Stunden daheim. Eine schlechte Internet- Februar? Schulschließung bis nach wird es vielleicht besser. Fernreisen den Februar-Ferien? Was gilt für die gehen nicht? Die Ostsee ist doch jüngeren Klassen, was gilt für die auch ganz schön. Abschlussjahrgänge? Wie werden Fast haben wir uns ein Improvisationstalent und eine Geduld angeeig- Prüfungen vorbereitet? Und was kann ich mir im Frühjahr vornehmen oder im Sommer? Osteuropäern nachsagte. net, wie man sie früher Süd- oder Nicht immer läuft alles perfekt, aber: Wer mag schon Perfektionisten? Für dich, der du dich im Schlussspurt deiner Schullaufbahn befindest, ist dies natürlich trotzdem extra nervend. Eigentlich sind die Anforderungen so kurz vor dem Abschluss sowieso schon extrem hoch – und jetzt kommt der ganze Corona-Mist noch obendrauf. Da braucht es eine Extra-Portion Ambiguitätstoleranz – die Kraft, mit Widerständen und Unsicherheiten umzugehen (und auch, wenn wir „Ambiguitätstoleranz“ sofort erklärt haben, ist es ein Wort, das du dir unbedingt merken solltest: für den Smalltalk auf all den Partys, die irgendwann wieder stattfinden). Von dir wird innere Stärke verlangt, Selbstdisziplin, Organisiertheit, Toleranz, Fantasie, Optimismus – und all dies gleichzeitig und immer wieder. Das Gute: All diese Eigenschaften, die du in den vergangenen Wochen trainiert hast, die du in den kommenden Wochen noch weiter üben darfst, wirst du auch in der Zukunft regelmäßig brauchen, wenn du in eine Ausbildung startest, wenn dein Studium beginnt. Corona kostet dich vielleicht ein bisschen an Wissen. Doch es tut deinem Charakter gut. Volker Tzschucke Deswegen solltest du auch in der nächsten Zeit keinesfalls den Kopf in den Sand stecken. Neben den warmen Worten hier mögen auch ein paar Fakten deine Stimmung aufhellen: Diese Ausgabe des „mach was!“-Magazins ist genauso prall mit Angeboten, Tipps und Hinweisen regionaler Unternehmen gefüllt, wie die vor der Pandemie. Die Unternehmen der Region wollen weiterhin ausbilden. Und die Abschlussprüfungen im „ersten Corona-Jahrgang“ liefen nicht schlechter als in den Vorjahren. Kein Grund also für Gegenwartsverdruss oder Zukunftsangst. Du schaffst das! Volker Tzschucke für die Redaktion von „mach was! für Deine Zukunft“ Foto: Klang von Blau, M. Borrmann notes Noch mehr Termine Das Komplettpaket Eine neue Ausgabe unseres Magazins „mach was! – Für deine Zukunft“ liegt vor dir. 100 prall gefüllte Seiten mit Tipps für deine Berufswahl, für die Bewerbungsphase und die Zeit nach den letzten Prüfungen. Doch „mach was!“ gibt es nicht nur als Zeitschrift. Unter www.mach-was-sachsen.de findest du viele weitere Hinweise für deine berufliche Zukunft. Oder du folgst @mach-was-sachsen auf Facebook oder Instagram. Und natürlich gibt es auch noch die jährliche „mach was!“-Messe. In diesem Jahr am 24. und 25. April in der Messe Chemnitz. Wir sehen uns! Ganz leicht ist es in diesem Jahr nicht mit der beruflichen Orientierung. Doch neben der Messe „mach was!“ gibt es noch ein paar andere Termine, wo du dich zu deiner Zukunft informieren kannst. Die wichtigsten in den kommenden Monaten haben wir auf Seite 12 für dich zusammengefasst… 3 Nur für Maultiere? „Mulus-Zeit“ nannte man früher die Phase, wenn ein Lebensabschnitt – die Schulzeit – vorbei war und der nächste – die Ausbildung – noch nicht begonnen hatte. Man ist in dieser Phase nicht Pferd, nicht Esel, sondern: mulus, ein Maultier. Ein wenig ist es die Zeit der großen Freiheit: eine kleine Weltreise, ein bisschen Geld verdienen oder Dauerparty feiern – das alles ist in den paar Monaten möglich. Auf Seite 90 findest du Anregungen für deine Zeit als Maultier.