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mach was! - Januar 2021

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Fortsetzung von Seite 35

Fortsetzung von Seite 35 Foto: Georg Ulrich Dostmann nicht so gut fühlt, kann es trotzdem funktionieren. Das lernt man mit der Zeit – und versucht, das Beste zu geben. ? Du hattest Situationen, wo der Trainer entschieden hat, dich nicht spielen zu lassen. Wie bist du damit umgegangen? Der Trainer trifft Entscheidungen aufgrund der Leistung, aufgrund anderer Faktoren. Gerade bei einem Torhüter haben einige Trainer die Vorstellung, dass er mindestens 1,90 Meter groß sein muss. Wachsen kann ich dann nicht, aber ich kann trotzdem gucken: Was kann ich optimieren, was kann ich verbessern? Man muss seinen Fokus aufs Training legen, sich anbieten, die Leistung eine Zeit lang konstant oben halten und die Spannung nicht verlieren. Ich hatte 2013 eine Phase, wo ich 15 Spiele nicht spielen durfte. Zum Sachsen-Derby war ich dann wieder drin, das Spiel lief gut für mich. Das war dann der Lohn für die vergangenen Wochen. ? Welchen Einfluss kannst du auf dem Platz nehmen? Für mich als Torhüter ist es am wichtigsten, meine Abwehr gut zu koordinieren. Da kann man als Torhüter viel machen, weil man einen guten Blick aufs Spiel hat, die Abläufe des Gegners erkennen und seinen Vorderleuten so auch Hinweise geben kann. Das sieht von hinten manchmal aus wie ein schnelles Schachspiel, wo man versuchen kann, die eigenen Figuren zu leiten. In einem vollen Stadion erreicht man seine Abwehr, in der aktuellen Situation mit leeren Tribünen reicht der Einfluss auch noch ein Stück weiter, manchmal bis zu den Stürmern. Das ist ein kleiner Vorteil im Moment: Man kann sich gegenseitig stärker pushen als Mannschaft. ? Wenn es nicht läuft bei einem Verein, wird gern der Trainer gewechselt, auch in Aue. Wie schafft man es, sich möglichst schnell beim neuen Vorgesetzten zu bewerben? Oder zieht man einfach sein Ding durch? Sein eigenes Ding durchziehen, damit wird man nicht weit kommen. Das ist immer die ersten paar Tage ein Beschnuppern, bis man sich etwas kennengelernt hat. Das Wichtigste ist, dass man auf den Platz geht und seine Leistung abrufen kann. In einer solchen Zeit muss man auch mal etwas Privates hintenanstellen, damit man den Kopf frei hat und den vollen Fokus auf den Sport richten kann. ? Aue als Zweitliga-Verein, das bedeutet auch: In der Mannschaft gibt es ein Kommen und Gehen. Es kommen Nachwuchsspieler, es kommen ausländische Spieler. Wie siehst du da deine Rolle als „alter Haudegen“, um zu integrieren? Das schafft nicht ein einzelner Spieler allein, neue Spieler schnell zu integrieren oder ihnen zu helfen, hier im Erzgebirge heimische Gefühle aufkommen zu lassen. Deshalb ist es am ehesten meine Rolle, zu koordinieren und zu gucken, wer aus Mannschaft oder Verein welche Aufgabe übernehmen kann. Wer erklärt auf Englisch oder Deutsch, was die ersten Schritte sind, wo man sich melden muss, wer Probleme lösen kann? Beim einen oder anderen neuen Spieler ist es dann auch so, dass man etwas gemeinsam unternimmt. Das sind Kleinigkeiten, die den Spielern und ihren Familien, die oft mitkommen, das Gefühl geben, dass sie willkommen sind, dass sie dazugehören – nicht nur als Spieler auf dem Platz, sondern auch privat. ? Wie hast du die Zeit erlebt, als ihr wegen des Lockdowns nicht zusammen trainieren durftet und auch nicht klar war, wann es wieder Fußballspiele geben wird? Wie hast du da die Motivation gehalten? Tatsächlich habe ich die ersten Tage versucht, gar nicht an Sport zu denken. Ich habe abgeschaltet und die Zeit für die Familie genutzt. Wir sind viel an die frische Luft gegangen, haben Spaziergänge gemacht. In der Zeit, wo man gar nicht wusste, wie es weitergeht, haben meine Kollegen vom Mannschaftsrat und ich den Kontakt zur Vereinsführung gehalten, um uns auszutauschen und den möglichen weiteren Ablauf auszuloten, auch, die Konsequenzen aus den fehlenden Einnahmen des Vereins zu ziehen, um die Einbußen zu kompensieren. Es gab also gar nicht so viel Zeit, vom Fußball richtig Abstand zu nehmen. Ich wollte abschalten, aber so richtig geklappt hat es nicht. Und dann durften wir ja auch relativ schnell wieder in kleineren Gruppen trainieren. Das war dann schon wieder ein großer Schritt Richtung Alltag. ? Als Torwart muss man nicht unbedingt mit 32 oder 33 Jahren aufhören, sondern hat vielleicht noch ein paar Jahre. Hast du dich trotzdem schon mit dem Karriere-Ende beschäftigt? Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Torhüter ist ein Job, den ich sehr gerne mache, der mir richtig Spaß macht und der mir zudem auch noch körperliche Ertüchtigung ermöglicht. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen im Moment. Bei einem Bürojob würde ich irgendwann hibbelig werden, müsste mich bewegen. Aber ich weiß auch, dass mein Körper über die Jahre ziemlich gelitten hat, auch wenn ich bis auf zwei größere Verletzungen weitestgehend verschont geblieben bin von kleinen Schäden. Deshalb ist schwer abzuschätzen, wie lang es der Körper noch mitmacht. Aber ich hoffe, eine Weile geht es noch. ? Gibt es einen Anschlussplan? Ich glaube, da werden einige Türen aufgehen. Einerseits habe ich eine abgeschlossene Weiterbildung zum Sportjournalisten. Andererseits gibt es die Möglichkeit, in den Trainerberuf zu gehen. Die Arbeit mit Kindern könnte ich mir gut vorstellen. Dann schaue ich seit vielen Jahren ins Unternehmen meiner Frau, die im Web-Design unterwegs ist, und helfe hier und da. Und nebenbei habe ich auch ein kleines Unternehmen aufgebaut – einen Online-Shop für Begrenzungsdrähte für Mäh-Roboter. Das klingt erstmal banal – aber das Jahr 2020 hat uns gezeigt, dass die Verbindungen zu den „klassischen“ Herstellerländern ganz schnell gekappt werden können. Da ist dann Kreativität gefragt. Das ist sicher etwas, was noch wachsen kann und mich dann unternehmerisch noch stärker fordern wird. Wir sind gespannt, wünschen viel Glück für die aktuelle Saison und für die berufliche Zukunft und bedanken uns für das Gespräch. Interview: Volker Tzschucke, Hintergrundfoto: Georg Ulrich Dostmann Foto: Katja Lippmann-Wagner 36

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