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mach was! - Januar 2021

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Fortsetzung von Seite 6

Fortsetzung von Seite 6 2021: Und was ist mit den Kohlen? mach was ! AUSBILDUNGSMARKT Während sich Berufstätige im Jahr 2021 wegen der Abschaffung des Solidaritätszuschlages und Steueranpassungen schon bei geringeren Einkommen über monatlich mindestens 20 Euro mehr in der Kasse freuen dürfen, bekommen auch Azubis und Bafög-Empfänger eine kleine Entlastung. Vor allem die Geringverdiener unter den Azubis erwartet eine planmäßige Erhöhung der monat lichen Mindestvergütung von 515 auf 550 Euro im ersten Lehrjahr (vor Abzügen von Steuern und Sozialbeiträgen). Bis 2023 steigt dieser Mindestlohn für Neuverträge weiter auf 620 Euro. Im zweiten Lehrjahr bekommt ihr dann +18 Prozent des Erstjahresbetrags, im dritten +35 Prozent im Vergleich zum ersten Lehrjahr. Der BAföG-Höchstsatz stieg nach dem großen Sprung in 2019 im Wintersemester 2020/21 nochmals um acht Euro auf 861 Euro (bzw. 592 Euro für bei den Eltern lebende Studierende). Da 2012 und 2022 auch die Freibeträge der Eltern steigen (also die Höhe des Einkommens, bis zu der ihr zum Empfang von Bafög berechtigt seid), sollte auch die Zahl der Empfänger und ihre Sätze steigen. Ein Hoch aufs Home-Office Stabiler Arbeitsmarkt Nicht nur Schüler, auch Berufstätige mussten im Jahr 2020 häufiger im Home-Office arbeiten als je zuvor. Viele sind damit zufrieden: So gaben in einer Studie der Krankenkasse DAK knapp 77 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, dass sie diese Arbeitsform zumindest teilweise auch nach der Corona-Pandemie gern beibehalten wollen – vor allem Berufspendler sind glücklich damit, weniger Zeit im Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen zu müssen. Zugleich glaubt mehr als die Hälfte der Befragten – 57 Prozent -, im Home-Office produktiver zu sein als im Büro. Darüber hinaus fühlten sich weniger Befragte als vor der Pandemie regelmäßig gestresst von der Arbeit – nur noch 18 Prozent. Die Zufriedenheit auf Arbeitnehmerseite mit der (meist neuen) Arbeitsform korrespondiert mit positiver Stimmung bei den Arbeitgebern, wie das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation herausgefunden hat: Die übergroße Mehrheit habe gute Erfahrungen mit dieser Arbeitsform gemacht, viele der befragten 500 Unternehmen wollen auch künftig häufiger Home-Office ermöglichen. Auch in der Corona-Krise bleibt der deutsche Arbeitsmarkt vergleichsweise stabil. Zwar finden sich viele Menschen in Kurzarbeit wieder, in die Arbeitslosigkeit rutschen aber (bis jetzt) die wenigsten ab. So lag die offizielle Arbeitslosenquote in Deutschland im Oktober 2020 bei 4,5 Prozent. Lediglich Ungarn (4,4 Prozent), die Niederlande (4,3 Prozent), Malta (3,9 Prozent), Polen (3,5 Prozent) und Tschechien (2,9 Prozent) wiesen in diesem Monat noch weniger Arbeitslosigkeit aus. Von solchen Zahlen können andere Mitglieder der EU nur träumen. An der Spitze der Arbeitslosen-Statistik liegen im Oktober 2020 die bereits finanzkrisengebeutel ten Griechenland (16,8 Prozent) und Spanien (16,2 Pro zent). Dahinter folgen Zypern (10,5 Prozent), Litauen (10,4 Prozent) und Italien (9,8 Prozent). EU-weit waren im entsprechenden Monat 7,6 Prozent der Menschen arbeitslos. kten n, Fakten Parlament Wer vertritt die Interessen des Volkes im Deutschen Bundestag? Egal, wie man die Sache politisch bewertet – es sind in jedem Fall meist Akademiker. Das hat der statistikerblog recherchiert: Unter 67 Bundestagsabgeordneten der Grünen findet sich aktuell nur einer, der nicht studiert hat: ein Bio-Landwirt. Bei der FDP gibt es nur wenige Nicht-Akademiker, darunter ein paar Handwerksmeister. ten, Fakten der Akademiker „Auch die AfD, die Umfragen zufolge von Menschen mit niedrigem formalem Bildungsabschluss besonders häufig gewählt wird, hat in ihren Reihen nur wenig Menschen, die keine Hochschule besucht haben“, so der Blog. Den niedrigsten Anteil an Nicht-Akademikern hat die SPD – selbst diese Fraktion besteht aber zu etwa 80 Prozent aus Studierten. Für Deutschland treffe zu, dass eine Mehrheit ohne Diplome von Menschen mit Diplomen regiert wird, heißt es: „Politiker, die nie eine Hochschule besucht haben, sind in Deutschland fast schon Exoten“, so das Fazit. 8

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