Aufrufe
vor 2 Monaten

mach was! - September 2021

  • Text
  • Ausbildung
  • Mach
  • Menschen
  • Chemnitz
  • Studium
  • Beruf
  • Bewirb
  • Arbeit
  • Bilden
  • Antwort

mach

mach was ! BERUFE IM PORTRÄT Azubi Robert Maron beim Anpassen eines Gipsabdrucks, aus dem später eine Beinprothese entstehen soll. Vom Gips zum neuen Bein Orthopädietechniker*innen sorgen für Unterstützung oder Ersatz funktionsunfähiger Gliedmaßen Abmessen, losschnitzen, anpassen – so Dabei kann er durchaus an die vergangenen Jahre anknüpfen. Denn auch in der mögen Prothesenbauer*innen früher Ersatz für Beine und Hände gestaltet Orthopädietechnik braucht es umfassende Kenntnisse im Bereich Anatomie, zu Be- haben. Heute gestaltet sich die Arbeit um einiges komplizierter. Da braucht es intensive wegungsabläufen, und auch soziale und Absprachen mit den Patient*innen über deren Bedürfnisse, mit Krankenkassen muss ver- zur kurz. „Wir müssen zum Beispiel direkt kommunikative Aspekte kommen nicht handelt werden, was kostentechnisch überhaupt möglich ist und schlussendlich ist auch nah dran“, sagt er. Auch Anpassungsarbei- am Menschen gipsen, da sind wir ziemlich die Umsetzung komplexer geworden. ten, Absprachen und Anproben würden viel Kommunikation und Einfühlungsvermögen erfordern. Zudem sei es wichtig, mit Das erfährt Robert Maron gerade in der Praxis. Von einem Patienten, der eine Prothese benötigt, fertigt er einen präzisen Ergo- und Physiotherapie zusammenzuar- Therapeut*innen aus den Bereichen der Gipsabdruck an, den es im Nachgang millimetergenau zu bearbeiten gilt. Auf dieser handlung abzustimmen, um ein optimales beiten, Prothesen und Orthesen auf die Be- Grundlage wird dann eine Prothese gebaut. Ergebnis zu erzielen. Handarbeit spielt dabei eine große Rolle. Das Anpassen solcher Gipsformen gehört Wichtig sei ihm aber vor allem, so Robert im Chemnitzer Sanitätshaus Alippi unter anderem zu den Aufgaben von Robert Mase bewog auch seine Ausbilderin Beatrix Maron, die handwerkliche Tätigkeit. Dieron. Er ist dort Auszubildender im zweiten Lehrjahr. Seinen Berufswunsch hat er chens Orthopädietechnik-Meisterin. Sie Spalteholz zu ihrer Berufswahl, ihres Zei- erst seit Kurzem in diesem Metier gefunden. „Ich habe vorher eine Ausbildung zum der Medizintechnik, bevor sie sich für die startete ihre Karriere mit einem Studium Ergotherapeuten gemacht. Dazu gehörte ein Schreinerkurs – und der hat mir fast sie erklärt, habe sich das Berufsbild von handfestere Ausbildung entschied. Wie mehr Spaß gemacht als die gesamte Ausbildung“, erzählt der 23-Jährige. Er entschloss genen Jahren stark gewandelt. Zum einen Orthopädietechniker*innen in den vergan- sich, diesem Impuls nachzugehen – und begann gleich nach der ersten Ausbildung eher stabileres und gleichzeitig flexibleres verwende man kaum noch Holz, sondern eine zweite. Material wie Carbon. Zum anderen müsse 58 Um laufen, sitzen und sich bewegen zu können, brauchen manche Menschen stützende Hilfen, sogenannte Orthesen, oder Prothesen als Ersatz oder Unterstützung für Gliedmaßen. Orthopädietechniker* innen sorgen dafür, dass die Stützen nicht nur helfen, sondern auch gut aussehen. man heute nicht mehr jedes Element selbst schmieden und anfertigen, man könne auf viele fertige Bauteile zurückgreifen, was die Arbeit vereinfache und gleichzeitig eine höhere technische Bandbreite ermögliche. Mittlerweile gibt es auch viel mehr Möglichkeiten, Prothesen und Orthesen optisch zu gestalten, sie etwa mit gemusterten Folien zu versehen, sodass man intensiv auf Wünsche der Patient*innen eingehen könne, erzählt die Ausbilderin. Text und Fotos: sah Prothesen und Orthesen haben eine große technische Bandbreite und können mittlerweile auch optisch attraktiv gestaltet werden.

#Offenheit&Neugier Die Paracelsus Gesundheitsfamilie ist mehr als ein Arbeitsplatz. Gemeinsam möchten wir deine Zukunft gestalten. Worauf wartest du noch? Turbostart bei Paracelsus Erfahrene Praxisanleiter an jedem Standort Eigenen Laptop für den theoretischen Unterricht Ausbildungsvergütung & Sonderzahlungen nach Tarifvertrag & 29 Tage Urlaub Unsere Ausbildungsberufe • Pflegefachfrau/Pflegefachmann (m/w/d) Du übernimmst die Pflege, Betreuung und Beratung von pflegebedürftigen Menschen aller Altersklassen in unterschiedlichen Lebenssituationen. • Operationstechnischer Assistent (m/w/d) Als „rechte Hand“ von Ärzten und Chirurgen bist du vor, während und nach einem operativen Eingriff unterstützend tätig. • Anästhesietechnischer Assistent (m/w/d) Du wirkst bei der Vorbereitung, Begleitung und Nachsorge von Narkosen mit und betreust die Patienten von der Einleitung der Narkose bis hin zum Erwachen im Aufwachraum. Weitere Ausbildungsmöglichkeiten • Für Medizinstudierende Pflegepraktikum, Famulatur, Praktisches Jahr • Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst Ansprechpartnerin Kathrin Hornig 0375 590-1047 karriere@sachsen.pkd.de Standorte Adorf I Schöneck I Reichenbach I Zwickau