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mach was! - September 2021

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mach was ! RICHTIG BEWERBEN Herausforderung Bewerbungsschreiben Deine Checkliste Was muss rein? Formalien: • eigene Adresse • Adresse des Unternehmens und des Ansprechpartners • Ort und Datum • Betreff (immer mit der Position, auf die du dich bewirbst, manchmal auch mit der richtigen Bewerbungsnummer zum Beispiel Papierkrieg, Aktensammlung, stressende Anforderungen: Bewerbungen schreiben nur wenige Menschen gerne. Wir sagen: Es ist schaffbar. Dafür hat die Redaktion von „mach was!“ einen Leitfaden erarbeitet, an dem du dich gut entlanghangeln kannst. aus der Stellenanzeige) • Bewerbungsanschreiben • Unterschrift – handschriftlich oder als Scan • Anlagen Damit die potenziellen Arbeitgebenden und Ausbildungsinstitutionen gleich wissen, wer sich bewirbt und wie sich sie sich bei dir melden können, steht an erster Stelle dein Name und deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail. Die Adresse des potenziellen Arbeitgebenden 1. Das persönliche Bewerbungsanschreiben Die erste Seite, das Anschreiben, gibt deiner Bewerbung ein Gesicht, vermittelt dem Ausbildungsbetrieb oder der Institution, bei der du dich bewerben willst, einen ersten Eindruck, wer du bist und welche Motivation du hast. Gerne kannst du diesem Schreiben einen persönlichen Anstrich geben. Doch Vorsicht: nicht unsachlich werden. findet sich gleich darunter. Achte darauf, ob in der Stellenanzeige eine konkrete Ansprechperson angegeben ist – diese sollte sich nicht nur in der Anrede widerspiegeln, sondern auch in der Adresse, etwa durch das Einfügen eines „z. Hd. Person XY“ (zu Händen). Im Betreff machst du deutlich, auf welche Stelle du dich bewirbst. Dabei kannst du auch angeben, ab wann der Beginn des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses möglich ist. Insgesamt sollte das Anschreiben nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein. 68

mach was ! RICHTIG BEWERBEN 2. Fakten, Fakten, Fakten: Der Lebenslauf Der Lebenslauf zeigt den bisherigen Bildungsweg sowie deine praktischen Erfahrungen. Auch ehrenamtliche Aktivitäten sollten dabei nicht vergessen werden – vor allem bei der Bewerbung um einen sozialen Beruf. Die Angaben zeigen, von wann bis wann und wo du was gemacht hast, und sind chronologisch absteigend sortiert. Zwar ist das Bewerbungsfoto nicht mehr obligatorisch – doch wenn du dich dafür entscheiden solltest, lasse dich professionell fotografieren. Viele Stellenanzeigen geben mittlerweile an, ob explizit ein anonymisierter Lebenslauf erwartet wird – das heißt: alle Angaben, an denen ein Geschlecht oder eine Herkunft abgelesen werden kann, fallen weg. Insgesamt sollte der Lebenslauf nicht länger als zwei DIN-A4-Seiten sein. Falls es doch mehr werden sollte, beschränke dich darauf, was zu der angestrebten Ausbildung oder dem Job passt. Was muss rein: • persönliche Angaben • optional: Bewerbungsfoto (alternativ auf einem Deckblatt) • Schulbildung, Berufsausbildung, Studium • Praktika und Nebentätigkeiten • falls vorhanden: Ehrenamtliche Arbeit • besondere Kenntnisse und Fähigkeiten: 3. Der Nachweis: die Anlagen Jetzt beginnt der Zettelkrieg. Alles, was den Lebenslauf belegt und zu den Anforderungen der Stelle passt, wird der Bewerbung als Anlage beigefügt. Die Dokumente werden nach Wichtigkeit sortiert und sollten mit der Reihenfolge im Bewerbungsanschreiben übereinstimmen. Was muss rein: • Schulzeugnisse, Zeugnisse über Ausbildungs- und Studienabschlüsse • Praktikumszeugnisse, Arbeitszeugnisse • Falls es zur Stelle passt: Weiterbildungszertifikate oder Seminarbescheinigungen • Falls gefordert: Motivationsschreiben, Arbeitsproben, Kopie des Führerscheins, Kopie des Führungszeugnisses IT-Kenntnisse, Fremdsprachen, Soft Skills • Ort und Datum mit Unterschrift – handschriftlich oder als Scan Tipps: Fakten auf einen Blick: Ein Lebenslauf in Tabellenform wirkt übersichtlich. Muster dafür finden sich viele im Internet, die du füllen kannst. Vom Ende zum Anfang: Beginne mit den neuesten Entwicklungen in deinem Leben und Ende mit der Schulzeit. Ein chronologischer Aufbau ist auch in Ordnung, bedenke aber: Ausbildende und Arbeitgebende interessieren sich vor allem für den Menschen, der du heute bist. Mut zur Lücke: Wenn du eine Ausbildung abbrechen, den Studiengang wechseln oder ein Schuljahr wiederholen musstest, ist das menschlich und völlig okay. Ebenso Phasen, in denen du nichts gemacht hast. Du musst nicht zwangsweise jeden Monat im Lebenslauf füllen, es kann aber passieren, dass du im Bewerbungsgespräch danach gefragt wirst. Singen und Basteln: Hobbys können rein, sind aber kein Muss. Idealerweise zeugen sie von Tipps: Beglaubigte Zeugnisse: Von Schul-, Ausbildungs- und Studienzeugnissen werden oft beglaubigte Kopien angefordert. Einige Exemplare bekommst du oft schon während der Zeugnisübergabe mitgeliefert, ansonsten kannst du dir auch welche in den Sekretariaten deiner alten Schule/Uni anfertigen lassen. Umgang mit Makeln: Ein Praktikum ging nach hinten los oder im Zeugnis verbergen sich schlechte Noten? Kein Ding, du entscheidest, was in den Anhang kommt. Wenn dir zum Beispiel ein Praktikumszeugnis peinlich ist, dann lass es weg. Es kann jedoch sein, dass künftige Arbeitgebende und Ausbildungsbetriebe danach fragen. Beim Thema bleiben: Du bewirbst dich um einen Ausbildungsplatz im Bereich Maschinenbau? Dann versuche, deine Fähigkeiten und Neigungen in diesem Bereich mit Dokumenten zu belegen, etwa mit einem Praktikum in einem Metallbetrieb – der Ferienjob im Tierheim tut da eher nichts zur Sache. Kompetenzen, die dem Beruf/der Ausbildung zuträglich sind. Text: huk mit sah, Fotos: Adobe Stock/ A_Bruno, Grafik: iStockphoto.com/ Abscent84 69