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Willkommen im Erzgebirge | Herbst/Winter 2020/2021

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6 WILLKOMMEN INTERVIEW

6 WILLKOMMEN INTERVIEW MIT MICHAEL KRETSCHMER, MINISTERPRÄSIDENT DES FREISTAATES SACHSEN ÜBER EINE KAMPAGNE MIT HERZ der freistaat sachsen bietet optimale bedingungen für gründer und unternehmer, für Mittelstand und Marktführer.das war schonimmer so und soll auch so bleiben. deshalb hat die staatsregierung eine Kampagne ins leben gerufen, die Kreativität, entschlossenheit und den Mut der sachsen zeigt.„so geht sächsisch.“ heißtdas Programm. Wie es vermarktet wird, erklärt der Ministerpräsident Michael Kretschmer. »Sogeht Sächsisch.« Herr Ministerpräsident, was genau ist „So geht Sächsisch.“? „so geht sächsisch, ist das,was wir gemeinsam daraus machen.Wir stellen die Menschen und ihre geschichten in den Mittelpunkt.die Kampagne ein bekenntnis zu sachsen, diesemvielfältigen bunten land, gesegnet mit Kultur,reichtum und einem besonderen Menschenschlag.zusätzlich prägen wir ein Qualitätssiegel,welches heute bereits hunderte Markenbotschafter mit stolz in die Welt tragen.insgesamtunterstützen unser Vorhaben aktuell mehr als 500 unternehmen, Vereine und institutionen.“ Und wie kommen die Erfolgsgeschichten zu den Menschen? „Wer liest, begegnet uns.sehr viel passiert natürlich iminternet, auf der Website, in den sozialen netzwerken.„so geht sächsisch.“ kooperiert zusätzlich bereits mit fast 30 Publikationen.sie entstanden in zusammenarbeit mit renommierten Verlagshäusern oder imKontexthochrangiger Kongresse –mit den Publikationen kommen wir insgesamtauf eine auflage von mehr als 26,5Millionen exemplaren.andie leserinnen und leser kommen sie als beilagen in auflagenstarken tageszeitungen, in Wirtschaftstiteln und in illustrierten, als Kaufexemplare amKioskoder alsinteressante „zugbegleiter“. zudemveröffentlichen wir filmeund clipsfürein Millionenpublikum, werben auf klassischen Media flights im gesamten bundesgebiet, schaffen aufmerksamkeit auf flugplätzen und beschrifteten sogareigens einen flieger.“ Von Peggy fritzsche positiver imageaufbau und eine gesteigerte Wahrnehmung. das zweite ziel ist ganz klar wirtschaftlich:essollen ansiedlungen befördert werden. Wir wollen fachkräfte und studenten erreichen, die nach sachsen kommen. imidealfall buchen leser ihren nächsten urlaub in sachsen, kurz gesagt geht esumein bestimmtes lebensgefühl, das wir transportieren und nutzbar machen wollen.“ Gibt es auch schon erste Belege für den Erfolg der Kampagne? „eine repräsentative umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Yougov aus dem Jahr 2019 zeigte, dass mittlerweile jeder vierte bundesbürger und fast 90 Prozent der sachsen die Kampagne kennen und wahrnehmen. „so geht sächsisch.“ belegt im ranking der bekanntesten deutschen länderslogans den zweiten Platz. die sächsische dachmarke ist übrigens nicht nur bekannt, sondern auch beliebt: sechs von zehn bundesbürgern empfinden sie als geeignet und stehen nach ergebnissen der umfrage hinter der Kampagne.esgab im letzte Jahr soviel ausländische und westdeutsche studenten wie noch nie. Wir haben großartige ansiedlungen.“ Welche sächsischen Glanzpunkte beleuchten Sie in der Kampagne? „gegliedert sind die erfolgsgeschichten in drei bereiche: Wir greifen die themengebiete leben&arbeiten, gründen&unternehmen sowie reisen&entdecken auf. unter diesen schwerpunkten versammeln wir artikel zu wirtschaftlichen höchstleistungen, sportlichen superlativen, veröffentlichen aber auch Wissenswertes zu unserem dialekt und beschreiben herzensgeschichten von Mensch zu Mensch.“ Was bleibt idealerweise von der Kampagne hängen? „dass sachsen ein starker Wirtschaftsstandort ist – und es auch künftig bleiben soll. dies gelingt aber nur im schulterschluss mit den Menschen, die hier leben und arbeiten und mit unternehmen, die hier investieren und wirtschaften. und letztlich natürlich mit sachsens gästen. ihnen allen wollen wir ein sachsen zeigen, welches man stolz seine heimat nennen kann. Wir möchten ein sachsen sein, das mit innovationskraft überzeugt; ein sachsen, das gäste und freunde aus aller Welt willkommen heißt.“ Was ist das Ziel der Kampagne? „Wir erleben immer noch eine große unkenntnis über unser land. daher ist das erste ziel ein Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Foto: Thomas Imo/photothek.de

WILLKOMMEN 7 Auf dem Gipfel des Fichtelberges können in den Wintermonaten Familien und Freunde Höhenluft schnuppern. Foto: Bernd März/Tourismusverband Erzgebirge IN FAMILIE UND VON HERZEN Ein unvergesslicher TagimErzgebirge Natur erleben, rauschende Lichtspielebeobachten, Gipfelfieber genieSen und richtig gutessen. so geht sächsisch –der slogan,mit demsachsen umgäste wirbt, hat sich längst zur dachmarke gemausert.sie ist in den Köpfenund herzender sachsen verankert und hat nach angaben der erfinder auch außerhalb sachsens einen sehr guten ruf.der slogan macht die erfolgreichen geschichten des freistaatesund seiner Menschen sichtbar.das soll identifikation mit demland und den leuten schaffenund helfen sachsens image positiv zu stärken. diegrößte anziehungskraft hat aber die gastlichkeit der Menschen selbst.Mit liebe und seele stärken sie ihre traditionen,pflegen sie freundschaften und naturliebe,heimatverbundenheit und aufbruchstimmung.ganz besondersimerzgebirge.Wie so ein tag imland der berge und Wälder, der malerischen städteund weißen Wiesen aussehen kann?Kommen sie mit! Der traumhafteStart in den Tag: Wenn die luft morgens noch ganz frisch ist,wenn die Kälteinden stämmen der bäume knackt, der Wind die tannennadeln zittern lässt,übers feldein reh gucktund die sonne den ersten schnee ins glitzern bringt – dann geht der erzgebirgerraus in die natur.die erste Winterwanderung des tagesist vielleicht die schönste.Man kann ganz still,verbunden mit den liebsten, zumbeispiel die große rundwanderung um die bergstadt schneeberg machen – tolle ausblicke über die stadt inklusive.Oder es geht auf kurze sonnige Winterrundtour um die greifensteine,vorbei an freizeitbad und bingestadt geyer. Die ersteGenusseinlage: Wieder zurückkann man sich schon mal an einen der erzgebirgischen Küchenklassiker wagen.echte Quarkkeulchen.das sind kleine Küchlein aus Pellkartoffeln,Quark, zucker und Mehl, nach gusto abgeschmeckt mit rosinen oder apfelmus.zubereiten lassen sie sich am besten bei einer gemeinsamen familiären Küchenparty–oder vonden gastgebern in den traditionellen landlokalen.alle Köche beherrschen diese feine Kunst. Hinter jedem Fensterchen verbergen sich im Erzgebirge spannende Traditionen, zudem wird hier gekocht und an Hutzenabenden Gemeinschaft gelebt. Foto: Wolfgang Schmidt /Tourismusverband Erzgebirge Das Herzenserlebnis am Vormittag: einmal ganz oben sein!Mit der familie arm imarmauf dem gipfelstehen, gemeinsamWeitsicht erleben und sich gegenseitig an winterkalte, rote nasen stupsen. Wer diese unvergesslichen Momenteimgedanklichen familienalbum erhalten will,musshinauf auf den fichtelberg.das kann per Pedes sein.Oder sie lassen sich mit der schwebebahn gemütlich nach oben baumeln.einmal rund ums gipfelhaus gelaufen, bieten sich traumhafte ausblicke – es sei denn, das Wetter gibt sich grimmig und hüllt die spitzeinWolken.naund?dann geht es eben gemeinsam in den mystischen nebel.gemütlichkeit findet,wer nähe lebt. Die Stärkung zumMittag: schon wieder hunger? dann ab in eines der Wirtshäuser.hier bringen die chefköchinnen und -köche mit liebe auf den tisch, was das erzgebirge bietet.das sind zumbeispiel feinste Wildspezialitäten,Pilzsuppen, die man hier schwammebrieh nennt,fleischspezialitäten von den bauernhöfender nachbarschaft oder kerngesunde Kartoffel-oder getreideprodukte.allean einen tisch und gemeinsamkeit genießen! Der Kulturtipp für den Nachmittag: Wenn es im Die Morgen- und Abenstunden machen das Erzgebirge, hier den Pöhlberg, zu einem romantischen Land. Foto: Photoron/Tourismusverband Erzgebirge erzgebirge etwas in Vielzahlgibt, sindesMuseen. Vielesetzen sich mit demerbe der bergleuteauseinander.Man kann historische Pferdegöpel besichtigen, in denen rösser einst antriebswellen zogen.esgibt ein suppenmuseum imsehmatal, ein strumpfmuseum in gelenau, eine räuchermannausstellung in cranzahl, ein Pilzmuseum in reinhardtsgrimma,Museen für spielzeuge,Kräuterliköre, Mineralien,feuerwehren,Kaffeemühlen,stuhlbaukunst,schnitztechnik, glaskunst und, und, und. Das Glitzern in den Abendstunden: dafürist das erzgebirge weltweit berühmt.imadvent leuchtet und glänzt es in jedemfenster, in jedemdorf, auf jedem städtischen Marktplatz.dann verwandelt sich die regionins Weihnachtsland.esist ein Welterbe,welches vombergbau herrührt und fürdas das erzgebirge nicht umsonst zum selbigen erklärt wurde.schwibbögenund kerzentragende engel und bergleute,Pyramiden,deckenspinnen und überall sterne – alldiese Volkskunst macht das leben im erzgebirge zumhort der Wärmeund herzlichkeit. fahren sie einfach von stadt zu stadt, halten sie kurzinne, saugen sie licht und farben ein.der anblick ist unvergesslich. Der gemeinsame Abend: gemütlichkeit in familie: das mussimerzgebirge erfunden worden sein. Wenn es draußen dunkel ist, dann ist in die stuben längst licht und Wärmeeingezogen.dastrahlen die Kerzenund lodern die Kamine.imherzender Wärmerutschen familien und freunde zusammen und klönen und lachen und erzählen und essen. neinerlaa zumbeispiel,übersetzt heißtdas neunerlei.traditionell wirdesimerzgebirge am Weihnachtsabend gegessen.auf den tisch kommen dann neun symbolhafte gänge, unter anderem linsen, die das kleine geldsymbolisieren,sellerie, der für fruchtbarkeit steht und bratäpfelfürdie süßedes lebens.