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Willkommen im Erzgebirge | Herbst/Winter 2020/2021

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8 WILLKOMMEN Im

8 WILLKOMMEN Im Industriemuseum können die Besucher in einer einstigen Gießerei maschinelle Erfindungen bewundern. Foto: Wolfgang Schmidt Im Bergbaumuseum Oelsnitz dürfen die Besucher aktuell einen Einblick ins Zeitfenster werfen. Eigentlich ist das Museum bis 2023 geschlossen. Foto: Arndt Gaube die landesausstellung lässtdie region südwestsachsen im2020 ausgerufenen „Jahr der industriekultur“ alsein bedeutendes zentrum der europäischen industrialisierung lebendig werden. die große zentralausstellung imaudi-bau zwickau, die vomdeutschen hygiene-Museum durchgeführt wird,präsentiert ein breites kulturhistorisches Panoramader sächsischen industrieentwicklung. Paralleldazu finden aber auch an sechs anderen Orten der sächsischen industriegeschichte branchenspezifische schauplatzausstellungen statt.hier gibt es einen Überblick: Der AutoBoom im August Horch Museum Zwickau: LANDESAUSSTELLUNG 2020 So zeigt sich der Boom an allen Schauplätzen MalKohle, malAutomobilentwicklung, malTextilindustrie: Das Erzgebirge alsOrt der Wirtschaftswiege. hier liefen die Weltmarken horch,audi und dKW vomband.inder ddr wurde zwickau zur geburtsstättedes legendärgewordenen trabi.das august horch Museum beleuchtet nun anhand dieser und weiterer Meilensteine die geschichteder durch das automöglich gewordenen Mobilität.die schauplatzausstellung des august-horch-Museums zeigt in drei themenbereichen die zukunft der Mobilitätund die künftige entwicklung des automobils, insbesondere mit blick auf die in sachsen beheimatete automobilproduktion.imfokus stehen auch utopien und retro-futurismus.Wie stellten sich Menschen im19. und 20. Jahrhundert die technische zukunft vor?ist in diesen utopien eine entwicklung zu einer positiven oder zu einer negativen sichtweise festzustellen?und was wurde aus diesen Vorstellungen?die gästesehen, hörenund riechen Pioniergeist und erfindungsreichtum der über 100-jährigen automobilbautraditioninzwickau.sie erleben Meilensteine, Markengeschichte,zeitcolorit und blicken in die automobile zukunft. Der MaschinenBoomim Industriemuseum Chemnitz: indieser schauplatzausstellung geht es um die fragen:Was ist eine Maschine und welche rolle spielen Maschinen imlebender Menschen?ausgewählte exponate verdeutlichen markante entwicklungen und die wechselvolle geschichtedes sächsischen Maschinenbaus.deutlich wird, dass sachsen nicht nur die Wiegedes deutschen Werkzeugmaschinenbaus ist, sondern hier seit über zwei Jahrhunderten weltweit gefragte Maschinen konstruiert und produziert werden –vom filigranen uhrwerk aus glashüttebis zumhightech-bearbeitungszentrum aus chemnitz.die ausstellung nimmt die besucher mit auf eine reise zu den stationen der sächsischen Maschinenbaukunst,vonden ersten Maschinen aus der Pionierzeit bis zu zeitgenössischen utopien „menschenleerer Werkhallen“ imzeitalter der industrie 4.0. bereits im frühen 20. Jahrhundert präsentiert sich sachsen mit ersten selbst entwickelten Maschinen auf Weltausstellungen und wirdzumgefragten exporteur. Der EisenbahnBoomim Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf: inder Mittedes 19. Jahrhunderts entwickeltesich die stadt chemnitz zu einem bedeutsamen eisenbahnknoteninsüdwestsachsen.rohstoffeaus Im August-Horch-Museum lässt sich die automobile Entwicklung im Erzgebirge verfolgen. Foto: Holger Stein Im sächsischen Eisenbahnmuseum im Chemnitzer Stadtteil Hilbersdorf stehen echte Lokomotiven-Schätzchen. Foto: Ralph Kunz

WILLKOMMEN 9 Im Lehrbergwerk sind Besucher eingeladen, sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben und dabei auch Gegenwart und Zukunft zu erkunden. Foto: Detlev Müller demerzgebirge und demzwickau-Oelsnitzer revier wurden über dasstetig wachsende eisenbahnnetz zu den Produktionsstätten in den industriestädten zwickau und chemnitz transportiert und die hier hergestellten Produkte mit der eisenbahn in alle Welt verschickt.ander Wende zum20. Jahrhundert mussten die bahnhofskapazitätenerweitert werden.dazu wurden zwischen 1896 und 1902 der rangierbahnhofund das angrenzende bahnbetriebswerk in hilbersdorf erbaut.auf einer 26 hektargroßen teilfläche dieser anlage können noch heutedas frühere bahnbetriebswerk für güterlokomotiven und die einzigartige seilrangieranlagebesichtigt werden.historische, denkmalgeschützte gebäude, technische anlagen und fahrzeugegeben dem authentischen Ort seine einzigartige atmosphäre. das sächsische eisenbahnmuseumpräsentiert in zwei rundheizhäusern mit ehemals 52 lokständen und zwei 20-Meter-drehscheiben, nebst der historischen beschickungs- und reparaturtechnik für lokomotiven, einen sehenswerten fahrzeugbestand.eisenbahnhistorische highlights sind der schnelltriebwagen sVt176 der deutschen reichsbahn und die dampflokomotiveder baureihe 38, der sogenannte sächsische rollwagen. Der KohleBoomim Bergbaumuseum Oelsnitz /Erzgebirge: reichen steinkohlenvorkommen verdankt sachsen seine Vorreiterrollebei der industrialisierung deutschlands.Vonbeginn an haben Menschen mit ihremerfindergeist und ihremengagement den sächsischen steinkohlenbergbau geprägt. umgekehrt haben auch die „schwarzen diamanten“ landschaft und Menschen in den abbaugebieten geformt.indiesemspannungsfeldzwischen technologie,natur und gesellschaft nimmtdie schauplatz-ausstellung imbergbaumuseum Oelsnitz/erzg. ihre besucher mit auf eine erlebnisreise durch die faszinierende Welt des sächsischen Kohlebooms.realistische inszenierungen und zahlreiche großexponateiminnen- und außenbereich machen den besuch in diesem industriellen Originalschauplatz der sächsischen steinkohlenförderung für jede generationzueiner abenteuerlichen entdeckungsreise.das bergbaumuseum erfindet sich zurzeit neu und ist aktuell füreine grundlegende bauliche und konzeptionelle Museumserneuerung bis 2023 geschlossen.fürdie dauer der landesausstellung öffnet sich bis zum 31.dezember 2020 ein zeitfenster, in dem sich das ehemalige schachtgelände alseinzigartiger erlebnis- und lernort rund um den sächsischen Kohleboom präsentiert. Der TextilBoominder Tuchfabrik Pfau Crimmitschau: crimmitschau war über Jahrhunderteeine erfolgreiche und traditionsbewusste textilstadt.tuchfabriken und spinnereien,arbeiterviertel und fabrikantenvillen prägten das stadtbild.Weltweite handelsverbindungen ermöglichten den unternehmern den import von rohstoffen und den export fertiger Waren.auch die arbeiterbewegung hattehier eines ihrer zentren.inden Jahren 1903/04 fand in crimmitschau einer der bedeutendsten arbeitskämpfe des deutschen Kaiserreichs statt.die tuchfabrikgebr.Pfau, ein außerordentliche denkmal mit originalerhaltenemMaschinenbestand aus über 100 Jahren textilgeschichte, ermöglicht eine zeitreise in den harten arbeitsalltag in der textilproduktion.Vonder Wollflocke über das spinnen,Weben und Walken bis zur appretur sind alle schritteder tuchfabrikationnachvollziehbar und werden vonfachkundigemPersonal vorgeführt. die besucher erleben in geführten rundgängen die herstellung von tuchen schritt für schritt:vonder anlieferung von Wolle,zellwolleund dederon, deren Mischung, bis hin zu fertig verpackten stoffballen.die Maschinen werden vonehemaligen beschäftigten der regionalen textilindustrie vorgeführt.nicht nur technikgeschichte, sondern auch viele einblickeindas arbeiten und leben der textilarbeiter werden dabei vermittelt. Der SilberBoomim Forschungs- &Lehrbergwerk Freiberg: Wo einst die bergleute silbererzgewannen und Know-how sammelten, forschen und lehren seit knapp 100 Jahren Wissenschaftlerder weltweit ältesten montanwissenschaftlichen hochschule und jetzigen deutschen ressourcenuniversität.zur landesausstellung können sich die besucher in dem noch heutebetriebenen bergwerk, auf die spuren der Vergangenheit begeben, dabei aber auch gegenwart und zukunft erkunden.dabei ist der bergunser wichtigstes und zugleich spannendstes exponat.ihr abenteuer bergbau beginnt mit dem ersten schritt in die historischen bergwerksanlagen.Mit helm und geleucht ausgestattet und in begleitung eines kundigen führerstreten sie auf der so genannten hängebank ihre fahrt an.Von der unsichtbaren hand des fördermaschinisten gesteuert, geht es mit demförderkorb hinab in die tiefen des berges.dieser birgt noch heuteso manche Überraschung in sich.in150 Metern „teufe“ gewährt ab Juli 2020 eine neu konzipierte entdeckertour einblickeinden sächsischen erzbergbau.eine neue forschertour zeigt entlang ausgewählter untertagelabore zukunftsweisende natur- und geowissenschaftliche forschung der bergakademie.diese untertagetour führt die vielfältige nutzung dieses bergwerkes und damit das heuteund Morgen des „silberbooms“voraugen. „stiefelwäsche nicht vergessen!“ heißtes,wenn sie nach ihrer erlebnisreichen tour auf das signalzur ausfahrt aus der „reichen zeche“warten. www.boom-sachsen.de In der Tuchfabrik sind traditionelle Webmethoden zu sehen. In Führungen geht es der Textilgeschichte auf den Grund. Foto: Tuchfabrik Pfau