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Willkommen im Erzgebirge | Sommer 2021

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22 FLÖHA- UND

22 FLÖHA- UND ZSCHOPAUTAL Die Pflege des Parkes kommt aus Expertenhand. Foto: Uwe Mann Blühende Aussichten Die japanische Kirschblüte ist eine der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur und gilt in Japan als die Königin unter den Blumen. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Einen Hauch „Hanami“, dem Feiern der Schönheit der Kirschblüte, bringt auch die Sonder ausstellung „Der Duft der Kirschblüte – Textile Kunst aus Japan“ ins Schloss Lichtenwalde mit. Seit April können Besucher mit allen Sinnen in eine fernöstliche Welt eintauchen. Verbunden mit der Bedeutung der Kirschblüte zeigt die Sonderschau mit einer umfangreichen Exponatesammlung, wie die Kirschblüte als Motiv und Ornament Eingang in die textile Kunst und den Alltag gefunden hat. Dazu gehören Kimonos, Obis, Schuhe aber auch Fächer, Paravents oder Farbholzschnitte – allesamt selbst traditionelle Symbole der japanischen Kultur. Eine Samurai-Rüstung und Schwerter werden ebenfalls präsentiert. Inspiration zur Gestaltung der Motive und Ornamente finden sich in den japanischen Alltagskünsten, wie z. B. Gartenkunst, Teezubereitung, Kampfsport aber auch die Papierfaltkunst Origami. Besucher können u. a. in einem nachgestellten japanischen Zimmer selbst traditionelle japanische Mode anlegen. Die Sonderausstellung knüpft an die Dauerausstellung „Mythos Ostasien“ im Schatzkammer- Museum an und präsentiert bisher noch nicht gezeigte Exponate aus der Sammlung von Georg A. Brühl. Die Ausstellung kann bis 31. Oktober 2021 besucht werden. www.die-sehenswerten-drei.de Das Schloss Lichtenwalde mit seiner imposanten Fassade. Foto: Peggy Fritzsche LICHTENWALDE Das Schloss und sein Lustpark Was Lichtenwalde so einzigartig machen und warum hier manchmal ein violettes Meer leuchtet. Nach historischem Vorbild rekonstruiert, kann sich der Lichtenwalder Barockpark mit seinen zehn Hektar, mit überwältigend vielen Sicht- und Wegachsen, 335 historischen Fontänen, versteckten Pavillons und Sitzbänken mit den großen Parks in Deutschland messen lassen. Tolle Blicke und große Gartenkunst Blicke tief ins Tal mit der sich dunkel dahin schlängelnden Zschopau laden zum Verweilen ein. Für einen Parkbesuch können sich nach Voranmeldung Outdoor-Spiele ausgeliehen werden – die Lichtenwalder Parkspiele. Sie greifen sowohl die Idee des Spielens im Barock als auch die Tradition der erzgebirgischen Holzspielzeughersteller auf und sind lehrreich und unterhaltsam gleichermaßen. Ein Minister August des Starken ließ die dreiflügelige Anlage von 1722 bis 1726 erbauen, sein Sohn anschließend den lustvollen Park anlegen. Im Jahr 1772 fiel der Landsitz dann an die Grafen von Vitzthum von Eckstädt, die ihn noch bis ins Jahr 1945 bewohnten. Staunen rufen die Repräsentationssäle der ehemaligen gräflichen Bewohner in dem dreiflügeligen Schloss hervor: So können das „Königszimmer“, der „Rote Salon“, der „Grüne Salon“ und das „Chinesische Zimmer“ im Rahmen des Museums besichtigt werden. Alte Kapellen und seltene Schätze In einer Führung sehen Gäste zudem die Schlosskapelle mit einer der noch wenigen erhaltenen Donati-Orgeln sowie das Teehaus im prachtvollen Innenhof. Das imposante Schloss Lichtenwalde Der Barockgarten ist für seine Plütenpracht bekannt. Foto: Uwe Mann Kunstfiguren schmücken bisweilen den Park. Foto: Uwe Mann

FLÖHA- UND ZSCHOPAUTAL 23 Historische Schauweberei Braunsdorf »Technisches Museum und Denkmal der Architektur und Produktionsgeschichte« In der ca. 1800 erbauten Textilfabrik befi nden sich teilweise noch original eingerichtete Produktions säle der ehemaligen Weberei Tannenhauer. Erleben Sie, wie historische Schönherr-Webmaschinen tausende Einzelfäden in fi ligrane Biedermeierstoffe verwandeln – exakt gesteuert von den Vorgängern heutiger Computer. Inselsteig 16 | 09577 Niederwiesa OT Braunsdorf Telefon 037206 899 800 | tourismus-kultur@niederwiesa.de | www.historische-schauweberei-braunsdorf.de Kunst erfüllt die Innenräume des Schlosses. Foto: Uwe Mann gewährt Einblick in zwei besondere Museen. Dabei handelt es sich zum einen um das Schatzkammer- Museum. Dem Betrachter zeigen sich zum Teil mehrere tausend Jahre alte und deshalb kulturhistorisch sehr wertvolle Exponate ferner Kulturen. Mit der Sammlung deutscher Scherenschnitte hütet Schloss Lichtenwalde einen weiteren musealen Schatz. Denn die filigranen Kostbarkeiten aus drei Jahrhunderten zählen zu einer der größten und umfangreichsten Sammlungen dieser Art in Deutschland. Sprudelnde Brunnen und alte Bäume Doch was unterscheidet den Park von anderen barocken Gartenanlagen? Es sind die Terrassen verbunden mit Treppenanlagen und in den einzelnen Ebenen, die immer wieder Raum für Wasseranlagen in Form von Bassins, Fontänen, Wandbrunnen, Sprudeln, Kaskaden bieten. Um 1900 wurden in die Heckenquartiere des unteren Teiles der Gartenanlage eine Vielzahl an Rhododendron gepflanzt. Diese mittlerweile 100 Jahre alten Büsche öffnen immer im Mai und Juni ihre Blütenpracht, dann ist dieser Garten in ein Meer violetter Farbe getaucht. www.die-sehenswerten-drei.de Gräflicher Speisesalon Harraskeller Restaurant Terrasse Wintergarten Restaurant täglich ab 11 Uhr geöffnet Montag Ruhetag an Feiertagen auch montags geöffnet www.restaurant-vitzthum.de Schloßallee 1 • 09577 Lichtenwalde • Tel.: 037206 89 18 98 • Fax: 037206 89 13 87 • E-Mail: info@restaurant-vitzthum.de Der Duft der Kirschblüte Schlossallee Textile Kunst aus Japan 1 09577 Niederwiesa Gästeservice: Tel. +49 (0) 37291 380-0 service@die-sehenswerten-drei.de In der Nachbarschaft des Schlosses befindet sich eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Foto: Uwe Mann © GrooveZ/Shutterstock.com Mehr zur Sonderausstellung: www.die-sehenswerten-drei.de/ duftderkirschbluete 1.4.2021 – 3 1 .10.2021