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Willkommen im Erzgebirge | Sommer 2021

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26 THARANDTER WALD |

26 THARANDTER WALD | OSTERZGEBIRGE – ANZEIGE – Verwunschen und schützenswert. Für den Walderhalt kämpft GEOPARK Sachsens Mitte. Foto: iStock.com/Xurzon RABENAU Die grüne Zukunft Der »GEOPARK Sachsens Mitte« gilt als Symbol für nachhaltiges Leben und den Schutz unserer Umwelt. Alles begann im Jahr 2001. Da wuchs die Vision, die zwischen der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und der Universitäts- und Bergbaustadt Freiberg gelegene Region des Tharandter Waldes zu einem Geopark zu entwickeln. Und im Juli 2015 war es dann endlich soweit. Der Verein GEOPARK Sachsens Mitte gründete sich, um diese Idee von Natur und Nachhaltigkeit zu beflügeln und weiter voran zu bringen. „Wir wollen die Region in Sachsens Mitte durch ihre geologische Vielfalt als touristische Region aufwerten, gestalten und entwickeln“, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Und weiter: „Wir möchten das Bewusstsein für regionale Identität stärken und die Schönheit und Einzigartigkeit der Heimat aufzeigen.“ Eine in den Jahren 2017 und 2018 erarbeitete Entwicklungskonzeption dient nun auf dem Weg zur Zertifizierung zum „Nationalen GEOPARK“ als inhaltliche Leitlinie. Nichts geht ohne Zusammenhalt Der GEOPARK Sachsens Mitte soll dazu beitragen, die Region überregional und bundesweit bekannter zu machen. Dafür sei aber auch Engagement aus den zugehörigen Kommunen nötig, heißt es von den Machern weiter. Für die Zusammenarbeit unter dem Dach des GEOPARKs haben sich inzwischen folgende Kommunen zusammen gefunden: Stadt Wilsdruff, Stadt Tharandt, Stadt Freital, Gemeinde Dorfhain, Gemeinde Klingenberg, Stadt Rabenau, Gemeinde Halsbrücke, Stadt Dippoldiswalde und Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf. Gemeinsam setzen die Partner nun die entwickelte Leitlinie um. Doch was steht da eigentlich drin? Was genau wollen die Vereinsmitglieder dem GEOPARK erreichen? Zunächst wurde untersucht, in wieweit der Geopark die Regionalentwicklung nachhaltig unterstützen kann und wie das geologische und kulturelle Erbe bewahrt sowie für Anwohner und Touristen in Wert gesetzt und vermarktet werden kann. Auf der Internetseite heißt es weiter: „Mit dem entwickeltem Namen und dem Leitbild unseres GEOPARKs ist das Ziel verbunden, eine regionale Geoparkidentität zu schaffen. In den GEOPARK-Kommunen werden Geoportale eingerichtet. Diese sind Orte der Information und des Erlebens. Es werden Themen wie zum Beispiel Landschaftsgenese, Handwerk, Industriekultur und Kunst in Ausstellungen aufgegriffen und gezeigt. Geoportale bieten Raum für kompetente Gästebetreuung und stellen ideale Ausgangspunkte für Wanderungen in den GEOPARK dar.“ Ein weiterer Punkt sei der wichtige Geotopschutz. Dazu steht geschrieben: „Ausgewählte Geotope werden erschlossen, gesichert und nachhaltig erhalten. Die geotouristische und umweltschonende Inwertsetzung der Geotope ist für die Pflege und Zugänglichmachung sowie deren Beschilderung und Einbindung in Geo-Routen bzw. Lehrpfade ausschlaggebend.“ Historie gemeinsam entdecken Im GEOPARK gibt es viel zu erleben. Auch das betonen die engagierten Vereinsmitglieder. Auf geführten Touren mit den zertifizierten Natur- und Landschaftsführern – offiziell heißen sie GEOPARK-Ranger – erfahren alle Teilnehmenden interessante Details, Geschichten, historische Besonderheiten. Gemeinsam tauchen alle in die Natur der Region ein. Und dann gibt es da ja auch noch viele Sehenswürdigkeiten. Denn im Gebiet des Geoparks schnauft die dienstälteste Schmalspurbahn Sachsens, die Weißeritztalbahn. Ehemalige Bergbauanlagen, Themenwege, Talsperren und ein gut ausgeschildertes Wander-, Rad- und Reitwegenetz garantieren zudem touristische Entspannung und Erholung der Besucher. Nicht zuletzt geht es den GEOPARK-Befürwortern um Nachhaltigkeit und ein gutes Naturempfinden. Dazu braucht es die nötige Bildung. Dabei kommt der Geo- und Umweltbildung eine zentrale Bedeutung zu. In der Gebietskulisse des GEOPARKs Sachsens Mitte gibt es verschiedene Einrichtungen, in denen Umweltbildung seit vielen Jahren zur Anwendung kommt. www.geopark-sachsen.de

OBERES MULDENTAL | OSTERZGEBIRGE 27 Biken im Land der Drachen – gibt Feuer in den Pedalen. Fotos (2): TVE / Felix Meyer SPORTLICH UNTERWEGS In die Pedale! Die neue BLOCKLINE lässt Radsportler jubeln und zeigt eine ganz neue Seite der Natur Grafik: iStockphoto.com/Dobrydnev Es ist das neue Highlight im Erzgebirge. Auf insgesamt 140 Kilometern erwartet Dich mit dem BLOCKLINE Bike-Abenteuer das große Gefühl von unendlicher Freiheit. Die Gesamtstrecke lässt sich in einzelne „Loops“ aufteilen. Die spannenden Runden locken kleine und große Abenteurer auf eine Expedition in die wunderschöne, un berührte Natur des Osterzgebirges. Dabei lassen Natur pur, unendliche Freiheit und mega Auspowern auf dem Sattel Dein Herz hüpfen und Deine Beine powern. Abenteuer pur: Auf der Spur des Drachen Die Bergwiesen stehen in voller Blüte. Und wir stehen mittendrin, umgeben von würzig duftendem Bärwurz, blauer Teufelskralle, knall-orangenen Feuerlilien, gelbgoldenem Huflattich und purpurnem Waldstorchschnabel. Aus der Ferne hört man das Zwitschern des Zaunkönigs, während eine Wasseramsel den Bachlauf entlang hüpft. Die Artenvielfalt der Wälder und Bergwiesen hier lässt sich nur erahnen: Rothirsche, Feldhasen, Fischotter und Dachse. Grauspechte, Schwarzstörche, Birkhühner und Fledermäuse. Kreuzottern, Waldeidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern und Feuersalamander. Sie alle laden Dich ein, sanft ihre vielfältige Heimat zu entdecken. Zwischen Rechenberg-Bienenmühle und Holzhau liegt das Zentrum der BLOCKLINE – der ideale Ausgangspunkt für spannende Expeditionen. Der „Loop 1“ der BLOCKLINE führt zur Steinkuppe: Der Atemberaubende Ausblicke machen die Touren zu unvergesslichen Erlebnissen. Heimat von Meister Grimbart. Den kennst Du nicht? Der Dachs fühlt sich hier an der Steinkuppe pudelwohl. An der Böschung der Nordseite des Steinbruchs hat er seinen Bau – schon über viele Generationen. Weiter gehts zu zwei Brüdern der besonderen Art. Der Große Lugstein und der Kleine Lugstein sind Teil des Erzgebirgskamms und haben einen Höhenunterschied von nur drei Zenti metern. Der höhere der beiden ist zugleich der höchste der 14 Achttausender im Osterzgebirge. Wer ihn bezwingt, wird mit einem weiten Blick auf die umliegenden Gipfel belohnt. Die Loop-Strecke führt uns weiter zu einem mystischen Ort. Das Georgenfelder Hochmoor ist ein besonderer Naturschatz. Nur wenige Hochmoorgebiete sind derart gut erhalten. Eine einzigartige Landschaft mit einer seltenen Vegetation: Moorkiefer, Moosbeere, Sonnentau, Trunkelsbeere, Wollgras, Siebenstern, Heidelbeere und Heidekraut prägen hier die Landschaft. Und dann noch ein besonderes Highlight. Mit seinen unberührten Bergwiesen gehört das Weißbachtal zu den reizvollsten Tälern der Region. Auf einer Gesamtlänge von nur fünf Kilometern durchfließt das Flüsschen ein unberührtes Naturparadies zwischen Seyde und Schönefeld. Tiefgreifende Veränderungen in der Vegetation nahm hier lediglich die Natur selbst vor. Auf der Spur des Drachen geht es wieder zum Startpunkt: Der Fels am Fuße des Kannel bergs soll dem feuerspuckenden Fabelwesen erstaunlich ähnlich sehen. Daher ist der Kannelberg auch als Drachenberg bekannt. Gäbe es einen richtigen Drachen hier am Berg, dann wäre seine Höhle wohl spätestens im Mittelalter