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Willkommen im Erzgebirge | Sommer 2021

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82 RUND UM DEN AUERSBERG

82 RUND UM DEN AUERSBERG Michael Scholz (rechts) setzt auf gutes Material und Schulungen. Klettersportler müssen schwindelfrei sein. Fotos (3): Katja Lippmann-Wagner AUERSBERGREGION Klettern an den Granitfelsen des Erzgebirges Glaubt man den Statistiken ist Klettern die Trendsportart schlechthin. Immer mehr Menschen wollen hoch hinaus. Möglichkeiten dazu gibt es auch im Auersberggebiet. Die Mitglieder des Outdoorteams Westerzgebirge lassen sich seit vielen Jahren immer wieder als Guides ausbilden, die in der Lage sind auch größere Gruppen über Klettersteige zu führen. Zu den beliebtesten Klettersteigen in der Region gehört jener in Erlabrunn. Seit seiner Eröffnung wird der Steig von den Mitgliedern des Outdoorteams Westerzgebirge betreut. Die Mitglieder kümmern sich um die Sicherheit am Felsen, reinigen das Gelände und lassen sich dort regelmäßig von externen Trainern schulen. 2002/2003 fiel der Startschuss zu den Erschließungen und Sanierungen von Kletterfelsen und Felsmassiven im Auersberggebiet. Bis dahin waren in der Region gerade einmal fünf Felsen erschlossen. „Heute sind es 26. An vier Felsen wird durch unsere Mitglieder noch gearbeitet“, so Michael Scholz, der Vorsitzende des Outdoorteams, der sich unter anderem um die Formalitäten kümmert. Die Arbeiten selbst werden durch den Verein und das Streetwork des Kreisjugendrings Eibenstock/Johanngeorgenstadt umgesetzt. „Wir haben mittlerweile eine super Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde des Erzgebirgskreises“, so Scholz, dem auch der Schutz der Flora und Fauna in diesen Gebieten sehr stark am Herzen. Er und seine Mitglieder „putzen“ immer wieder Felsen blank und machen sie damit auch für Kletterer nutzbar. „Die Erzgebirger sehen manche Felsen gar nicht mehr“, sagt Scholz und weiß, wie positiv die Reaktionen sind, wenn mal wieder ein Fels freigelegt wurde. Der Fichtenanflug sorgt dafür, dass die Felsen in der Vergangenheit mehr und mehr versteckt werden. Zudem schaden die Fichten dem Stein. „Dass es sich im Erzgebirge meist um Granitfelsen handelt, hat Vorteile. Granit wird durch das Klettern nicht so stark beansprucht.“, so Scholz. Wer im Granit klettern will, sollte ein bisschen Erfahrung mitbringen. „Mehr als 1.500 registrierte Begehungen hatten wir innerhalb eines Jahres allein hier in Erlabrunn am Klettersteig.“ Allerdings warnt Scholz gerade Anfänger davor, allein loszuziehen. „Bei uns gibt es nicht nur einen Guide, sondern auch das notwendige Material“, so Michael Scholz. Es könne beispielsweise verhängnisvoll sein, am Klettersteig ohne Falldämpfer loszuziehen. Der Falldämpfer reduziert die Kräfte, die bei einem Sturz wirken und kann somit schlimme Verletzungen verhindern. „Unsere Kletterfelsen sind größtenteils durch unsere Mitglieder nach Standards modernen Sportklettergebiete abgesichert“, sagt Michael Scholz. Das bedeutet gute Hakenabstände und Möglichkeiten von mobilen Zwischensicherungen. Im Glück-Auf-Kletterführer sind die meisten erschlossenen Felsen erfasst, zu dem ist in diesem Sommer eine aktualisierte Ausgabe geplant. www.outdoorteam-westerzgebirge.de Wellness Hotel Riviera ✭ ✭ ✭ am Waldsee nur 9 km bis Karlovy Vary TOLLES WOHLFÜHLPAKET 2021 5 Nächte HP mit Frühstücks- und Abendbuffet, davon 1x Grillparty oder Böhmisches Spezialbuffet mit Livemusik, 1x Feinschmeckerbuffet „Riviera“, 1x deftiges Bauernfrühstück, 1 Stunde Bowling, Magicshow, Abschiedsgeschenk, WLAN, Hallenbad, Parking inklusive KNALLER: alles ab 189,– € p. P. / Aufenthalt Family Hotels s.r.o. | Depoltovice 127 | 36225 NOVÁ ROLE-CZ Tel. 00420 353 851 761 | info@rivierahotel.cz | www.rivierahotel.cz Klettersteig Erlabrunn.

ERZGEBIRGSVORLAND 83 Claudia Curth liest gern vor Kindern. Fotos (2): Claudia Curth STOLLBERG Die märchenhafte Seite des Erzgebirges Claudia Curth aus Thalheim rührt auf besondere Weise für die Region die Werbetrommel. Aktuell arbeitet sie an Band III ihrer Erzgebirgsmärchen. Immer wieder suchen Urlauber und Tagestouristen nach kleinen Mitbringseln aus dem Erzgebirge. Räuchermänner, Schwibbogen, Nussknacker und Glücksengel aus echt erzgebirgischer Handarbeit stehen ganz hoch im Kurs. Doch mittlerweile gibt es das Erzgebirge auch zum Schmökern in Form der Erzgebirgsmärchen. Die Autorin dieser fantasievollen Geschichten ist Claudia Curth aus Thalheim. Die fünffache Mutter hat in den vergangenen Jahren – auch durch ihre Kinder – einen ganz Aktuell arbeitet die Autorin am dritten Band der Erzgebirgsmärchen. besonders engen Kontakt zu ihrer Heimatregion gefunden. Sie liebt die manchmal raue Natur, die geschichtsträchtigen Gebäude und vor allem liebt sie die Menschen, die im Erzgebirge zuhause sind. Seit 2004 taucht die 47-Jährige ganz tief in die Historie der Region ab, recherchiert und erkundet auf eigene Faust den Landstrich. Denn ihre Märchen sind zwar frei erfunden, doch sie sind allesamt mit historischen Aspekten gespickt und lassen so Fantasie und Realität miteinander verschmelzen. Claudia Curth ist aber nicht nur die Autorin der Erzgebirgsmärchen, sondern mit ihrer erfolgreichen Facebook-Seite „Erzgebirge aktuell“ auch Netzwerkerin. Über sich selbst sagt sie: „Ich möchte ganz einfach die Schönheit und die Vielfalt des Erzgebirges nach außen tragen.“ Gern stößt sie mit ihren Märchen, die an bekannten Orten spielen, die Abenteuerlust ihrer Leserschaft an. Ihr großer Wunsch ist es, kleine und große Leute für die Region zu begeistern. In ihren Erzgebirgsmärchen stellt sie den Lesern nicht nur verschiedene Orte vor, sondern gibt am Ende jeder Geschichte auch Ausflugstipps rund um die Kommunen und wichtige Informationen weiter. Dass die Fantasiegeschichten ankommen und ihre Fans finden, zeigt sich darin, dass die Thalheimerin bereits an ihrem dritten Band arbeitet. Band I und Band II stehen bereits in vielen Regalen oder liegen für die Gute-Nacht-Geschichte auf dem Nachttisch. Darüber hinaus geht Curth mit ihren Märchen auf Lesereise. Sie ist sowohl in Kindertagesstätten als auch in Grundschulen zu Gast oder unterhält in Hotels und zu Festen.