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Wir heiraten | 2020

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» Recht Ewigkeit Wir heiraten denkbar. Da die Konsequenzen von Unterhaltsvereinbarungen sehr weitreichend sein können, ist die Beratung durch den Notar unerlässlich. Aufgabe des Notars ist es, die für Sie passende Alternative herauszufinden. Das Erbrecht: Auch das ist kein Thema, welches vor Eingang einer Ehe gern besprochen wird. Aber es geht um den Zusammenhalt in der Familie. Um den zu schützen, sind notariell geregelte Angelegenheiten wichtig. Das gesetzliche Erbrecht steht nur den Verwandten und den Ehegatten zu. Für den überlebenden Partner einer bis dato noch oder länger anhaltenden nichtehelichen Lebensgemeinschaft besteht kein gesetzliches Erbrecht. Liegt keine letztwillige Verfügung – Testament oder Erbvertrag – vor, erhält der Überlebende der Partner nämlich nichts. Ist der Partner nicht Erbe geworden, hat er häufig auch kein Mitspracherecht im Hinblick auf die Trauerfeierlichkeiten und Bestattung seines Lebenspartners. Art und Ort der Bestattung werden dann zumeist von den nächsten Angehörigen bestimmt. Kommt es zum Streit zwischen den nächsten Angehörigen und dem Lebensgefährten in Bezug auf die Totenfürsorge, setzen sich in der Regel die nächsten Angehörigen gegenüber dem überlebenden Lebensgefährten durch. Die Lebenspartnerschaft Seit August 2001 gilt zudem das Lebenspartnerschaftsgesetz. Zum 1. Januar 2005 ist eine Novelle in Kraft getreten, mit der die rechtliche Stellung homosexueller Lebenspartner derjenigen von Ehegatten weiter angepasst wird. Wie im Eherecht ist nunmehr Leitbild der Lebenspartnerschaft die sog. Einverdiener-Ehe bzw. -Lebenspartnerschaft. Wird vertraglich nichts vereinbart, so leben gleichgeschlechtliche Paare automatisch im Güterstand der Zuge- Notar Robert Walter, LL.M. Markt 20 – 23 (Ferdinand-Pester-Haus) 09648 Mittweida Tel.: 03727 930220 o. 21 o. 62260 Fax: 03727 930222 E-Mail: info@notarwalter.de www.notarwalter.de Notare Carmen Krause André Kuckoreit An der Markthalle 6 09111 Chemnitz Telefon: 0371 67530 Fax: 0371 6753159 E-Mail: info@notare-kjk.de www.notare-kjk.de Anzeigensonderveröffentlichung 44 |

Ewigkeit Wir heiraten Recht « winngemeinschaft. Vermögen, das während der Partnerschaft aufgebaut wird, muss nach der gerichtlichen Trennung also hälftig geteilt werden. Auch beim Trennungsunterhalt erfolgt eine weitgehende Angleichung an die Rechtslage bei Ehegatten. Die gleiche Zielrichtung verfolgt die Einführung des Versorgungsausgleichs. Zukünftig findet dieser auch zwischen Lebenspartnern statt, wenn sie während der Partnerschaft Anwartschaften bei einem Rentenversicherungsträger erworben haben. So wie Ehegatten sollten auch Lebenspartner prüfen, ob das gesetzliche Leitbild für ihre Beziehung passt oder ob durch einen notariellen Vertrag individuelle Anpassungen sinnvoll oder gar notwendig sind. Soll z. B. kein Versorgungsausgleich bei Beendigung der Partnerschaft durchgeführt werden, etwa weil beide berufstätig sind und bereits eigene Versorgungsanwartschaften erwerben, müssen Ansprüche auf Versorgungsausgleich zukünftig im Lebenspartnerschaftsvertrag ausgeschlossen Zechel RECHTSANWÄLTIN Untere Schloßstraße 1 08340 Schwarzenberg werden. Da solche Abreden folgenreich sein können, sieht das Gesetz die Einschaltung des Notars zwingend vor. Lebenspartner können entweder den Geburtsnamen oder den Ehe- oder Lebenspartnerschaftsnamen eines der Partner zum Lebenspartnerschaftsnamen bestimmen. Die Namensbestimmung erfolgt bei Begründung der Partnerschaft oder später durch öffentlich beglaubigte Erklärung. Seit der Novelle des Lebenspartnerschaftsgesetzes ist auch die Stiefkindadoption möglich. Der Lebenspartner kann das leibliche Kind seines Partners adoptieren, das dieser in die Lebenspartnerschaft mitbringt oder während der Partnerschaft zur Welt bringt. Dadurch soll die Stellung des Kindes verbessert werden. Der Lebenspartner übernimmt die Verantwortung für die Sorge des Kindes und ist verpflichtet, an der Erziehung mitzuwirken. Das Kind erwirbt Unterhaltsansprüche gegen den Annehmenden und hat einen Erbanspruch. Die Rechte des anderen leiblichen Elternteils werden gewahrt. Eine Adoption ist nur dann möglich, wenn der andere leibliche Elternteil zustimmt. Für Partnerschaften, die zwischen dem 1.8.2001 und dem 31.12.2004 geschlossen wurden, gibt es umfangreiche Übergangsvorschriften, unter anderem ein befristetes Optionsrecht zur Gütertrennung. www.notarkammer-sachsen.de « TIPP Gut vorbereitet ins gemeinsame Leben Anzeigensonderveröffentlichung Rechtsanwältin Rita Zechel Telefon: 03774 / 2 21 66 www.zechel.net Natürlich sind solche administratorischen Themen vor der Eheschließung nicht romantisch. Jedoch schützt eine Absicherung am Ende des Tages immer vor bösen Überraschungen. Eine gute Planung ist auch bei der eigentlichen Hochzeit das A und O. Und deshalb folgen auf den kommenden Seiten einige Tabellen, die Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bei einer entspannten Hochzeitskoordination helfen können. Wann Sie welche Aufgaben mit wem angehen, all das können Sie in den Kästchen eintragen. | 45